31.05.2022 | Presseinfo Nr. 94

Saisonübliche Arbeitsmarktentwicklung

• Arbeitslosenquote sinkt weiter Im Bergischen Städtedreieck aktuell 7,8 Prozent, im Vorjahr 8,8 Prozent
• Arbeitslosmeldungen gehen weiter zurück 25.843 Menschen waren im Mai arbeitslos, 459 weniger als im Vormonat, 3.290 weniger als vor einem Jahr
• Jugendarbeitslosigkeit geht weiter zurück
• Langzeitarbeitslosigkeit weiter rückläufig
• Wenige KuG-Anzeigen

Auch im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen im Bergischen Städtedreieck im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken, ebenso wie die Arbeitslosenquote. Gegenüber April 2022 haben sich weniger Personen aus vorheriger Beschäftigung arbeitslos gemeldet und mehr Menschen konnten aus ihrer Arbeitslosigkeit heraus eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat und auch im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig.

Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich in beiden Rechtskreisen verhalten rückläufig. Die Folgen der Pandemie beeinflussen die Arbeitsmarktentwicklung nun weniger, vereinzelt sind eher steigende Energiekosten, wirtschaftliche Sanktionen und Materialengpässe ursächlich für die verhaltene Beschäftigungsbereitschaft der Unternehmen.

„Im Mai ging die Arbeitslosigkeit in Remscheid, Solingen und Wuppertal saisontypisch weiter zurück. Unverändert gibt es im Bergischen Städtedreieck nur vereinzelte Anzeigen zur Kurzarbeit und Hinweise auf nicht verlängerte Arbeitsverträge. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust.

Ein wichtiges aktuelles Thema ist die zum 1. Juni anstehende Öffnung der Grundsicherung auch für Geflüchtete aus der Ukraine. Wir begrüßen den Beschluss und sind vorbereitet. Die Jobcenter haben einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen, weil Leistungen zum täglichen Leben, Finanzierung des Wohnraums, Beratung und Vermittlung oder Förderung von Qualifizierungen in einer Hand liegen. Aktuell sehen wir die Beratung, Stichwort Erwerb von Sprachkompetenzen, als eine vorrangige Aufgabe. Selbstverständlich passen wir uns den sich entwickelnden Anforderungen an“ beschreibt Thorsten Schumacher, Geschäftsführer Operativ der örtlichen Arbeitsagentur die aktuelle Situation des Arbeitsmarktes im Bergischen Städtedreieck.

Informationen und Unterstützungsangebote für aus der Ukraine Geflüchtete:

Bundesweit:    https://www.arbeitsagentur.de/ukraine

Lokal:              https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/solingen-wuppertal/ukraine

Entwicklung im Städtedreieck:

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 459 (-1,7 Prozent) auf 25.843 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr sind 3.290 Menschen (-11,3 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet.

Arbeitslosenquoten

Die Arbeitslosenquote beträgt 7,8 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 8,8 Prozent. Dabei sinken die Quoten gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen – Wuppertal. Die Spanne reichte im Mai 2022 von 6,6 Prozent in Remscheid bis 8,6 Prozent in Wuppertal.

Stellenentwicklung

708 neue Stellengesuche, 99 mehr als im Vormonat, 300 gesunken im Vorjahr Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 29,8 Prozent (-300 Stellen) zum gleichen Monat des Vorjahres gesunken. Im Vergleich zum Vormonat wurden 99 (+16,3 Prozent) neue Stellen mehr gemeldet.

In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht:
Metallbearbeitung * Büro und Sekretariat * Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag * Maschinenbau- und Betriebstechnik * Verkauf * Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege.

Bei den neu gemeldeten Stellengesuchen handelt es sich überwiegend um Stellen der Arbeitnehmerüberlassung. Es werden aber auch Stellen aus den Wirtschaftsabschnitten des verarbeitenden Gewerbes, der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, des Gesundheits- und Sozialwesens sowie aus Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz gemeldet.

Kurzarbeit im Bergischen Städtedreieck

Angezeigte Kurzarbeit:

Mit aktuellstem Datenstand für April 2022 sind im Agenturbezirk insgesamt 32 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für 343 Personen eingegangen. Nachdem im April die niedrigsten Werte innerhalb der letzten zwölf Monate festgestellt worden sind, bedeutet der aktuelle Stand einen marginalen Anstieg gegenüber dem Vormonat.                                         

Der Arbeitsmarkt in Remscheid

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Remscheid 3.913 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 120 Personen oder 3,0 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind dies 611 Personen (-13,5 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,6 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,6 Prozent (-1,0 Prozentpunkte). Im aktuellen Monat meldeten sich 702 Personen neu oder erneut arbeitslos, 818 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Mai 2022 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 161 neue Stellen gemeldet, das sind 72 (80,9 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 166 (-23,0 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 435 offene Stellen. Das sind 50 mehr als im Vormonat und 65 mehr als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 287 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 9 Jugendliche (-3,0 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 81 Personen (-22,0 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 1.559 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 381 (-19,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 88,6 Prozent (1.382 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung            

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 5.411 Personen; das sind 92 Personen weniger als im Vormonat und 460 Menschen (-7,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt in Solingen

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Solingen 6.109 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 66 Personen oder 1,1 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind dies 615 Personen (-9,1 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,1 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 7,7 Prozent (-0,6 Prozentpunkte). Im aktuellen Monat meldeten sich 762 Personen neu oder erneut arbeitslos, 826 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Mai 2022 wurden der Agentur für Arbeit Solingen 205 neue Stellen gemeldet, das sind 21 (-9,3 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 293 (-26,1 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 537 offene Stellen. Das sind 32 mehr als im Vormonat und 106 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 596 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 17 Jugendliche (-2,8 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 135 Personen (-18,5 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 3.211 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 191 (+6,3 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 91,6 Prozent (2.941 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 8.491 Personen. Das sind 92 Personen weniger als im Vormonat. Aktuell beträgt die Unterschäftigungsquote 9,6 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 10,1 Prozent.

Der Arbeitsmarkt in Wuppertal

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Aktuell sind in Wuppertal 15.821 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 273 Personen oder 1,7 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind dies 2.064 Personen (-11,5 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,6 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich noch auf 9,7 Prozent (-1,1 Prozentpunkte). Im aktuellen Monat meldeten sich 2.638 Personen neu oder erneut arbeitslos, 2.934 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Entwicklung der Stellenangebote

Im Mai 2022 wurden der Agentur für Arbeit Wuppertal 342 neue Stellen gemeldet, das sind 48 (+16,3 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 279 (-13,9 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 1.302 offene Stellen. Das sind 19 mehr als im Vormonat und 64 weniger als im Vorjahresmonat.

Jugendarbeitslosigkeit

Aktuell sind 1.501 junge Menschen unter 25 Jahren von Arbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 53 Jugendliche (-3,4 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 278 Personen (-15,6 Prozent) gesunken.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 7.507 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 1.019 (-12,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 92,1 Prozent (6.913 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 26.802 Personen, genau so viele wie im Vormonat und 2.737 Menschen (-9,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr.