16.03.2021 | Presseinfo Nr. 12

Woche der Ausbildung: Zukunft in der Pflege

Die Corona-Pandemie hat es deutlicher gezeigt denn je: Ohne soziale Berufe wie Alten- oder Krankenpfleger würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Die Agentur für Arbeit Stade und das Jobcenter Stade weisen im Rahmen der bundesweiten Woche der Ausbildung auf die guten Ausbildungschancen in der Pflegebranche hin.
 

Der 20-Jährige Aram Ali aus Horneburg hat am 1. Oktober letzten Jahres seine Ausbildung zum staatlich geprüften Pflegeassistenten begonnen. Corona hatte für ihn dabei kaum eine Rolle gespielt, erzählt er: „Ich habe einfach überlegt, wo man in der Zukunft gut Geld verdienen könnte und was mich auch interessiert. Da bin ich als Erstes auf den Beruf der Pflegefachkraft gestoßen.“

Der 20-Jährige Ahmad Sammim Haidari aus Harsefeld hat in diesem Jahr seine Ausbildung zum Pflegefachmann gestartet. „Im letzten Jahr habe ich eine Ausbildung im Lagerbereich begonnen, aber schnell festgestellt, dass mir das nicht so gut gefällt. Während des Weihnachtsurlaubes habe ich ein Praktikum im Pflegebereich gemacht und sofort wusste ich: Das ist es.“

Pfleger sind bei ihrer Arbeit oft mit dem Herzen dabei, erzählen die Beiden. Ein Grund für sie, diesen Beruf zu lernen. Nicht ein hohes Gehalt motiviert sie, sondern weil sie gerne mit Menschen arbeiten.

„Wer eine Ausbildung in der Pflege beginnt, ergreift einen Beruf mit Perspektive. Das gilt heute mehr denn je. Eine Ausbildung in der Pflege eröffnet Qualifizierungs- und Karrierewege, für die berufliche Ausbildung ebenso wie für das Pflegestudium. Gerade die generalisierte Pflegeausbildung, wie sie seit Einführung des Pflegeberufegesetzes umgesetzt wird, ist nun attraktiver gestaltet und wertet den Berufsbereich der Pflege insgesamt auf“, erläutert Dagmar Froelich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stade. „Die Corona-Krise zeigt, dass bestimmte Berufe für die Grundversorgung der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind: medizinische Versorgung in den Krankenhäusern, die Bereitstellung von Gütern des täglichen Lebens im Einzelhandel oder der öffentliche Nahverkehr, um nur einige zu nennen. Für viele dieser Tätigkeiten gibt es attraktive Ausbildungsangebote in der Region.“  

„Eine gute Ausbildung ist weiterhin der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Dies zeigen auch die aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten. Rund Dreiviertel aller Bezieher von Grundsicherung haben keine abgeschlossene Berufsausbildung, “ stellt Dr. Anja Wode, Geschäftsführerin des Jobcenter Stade, dar. „Personen ohne Berufsabschluss sind deutlich öfter arbeitslos als Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Die beiden jungen Männer haben mit ihrer Entscheidung, eine Berufsausbildung in der Pflege zu beginnen, den Grundstein gelegt, um den Bezug von Grundsicherung nachhaltig zu beenden.“

Die Beratungsfachkräfte der Agentur für Arbeit Stade informieren und unterstützen bei Bewerbung und Vorstellung.

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Stade ist telefonisch unter 04141 926 345 zu erreichen. Berufsberaterinnen und Berufsberater stehen dort für alle Fragen und Beratungsanliegen zu den Themen Berufs- und Studienwahl, Berufsorientierung sowie Ausbildungsplatzsuche zur Verfügung.

Die Berufsberatung kann auch per Email unter: stade.berufsberatung@arbeitsagentur.de kontaktiert werden.

Das Jobcenter Stade steht für seine Kundinnen und Kunden für Fragen rund um Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangebote im Zusammenhang mit einer Ausbildung unter der Telefonnummer 04141 926 926 zur Verfügung.