31.03.2021 | Presseinfo Nr. 19

Der Arbeitsmarkt im März

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 333 Personen bzw. 3,8 Prozent gesunken. Damit waren insgesamt 8.429 Personen im Bezirk der Arbeitsagentur Stendal arbeitslos gemeldet. Zum Vorjahr zeichnet sich allerdings ein anderes Bild. Mit 935 Arbeitslosen mehr erhöhte sich deren Anzahl deutlich. Diese Entwicklung entspricht auch dem Landestrend von Sachsen-Anhalt. Die Arbeitslosenquote betrug im März 8,4 Prozent und sinkt damit um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat. Im Vorjahr betrug die Arbeitslosenquote 7,5 Prozent.

„Der altmärkische Arbeitsmarkt hat sich bisher widerstandsfähig gezeigt. Dabei hat insbesondere das Instrument der Kurzarbeit weiterhin viele Menschen vor dem Jobverlust bewahrt“, so Matthias Kaschte, Chef der Stendaler Arbeitsagentur. „In den kommenden Monaten könnten jedoch weiterführende Maßnahmen zum Gesundheitsschutz erhebliche Auswirkungen auf den Abbau der Arbeitslosigkeit haben. Als ein Indikator dafür kann die geringere Zahl neu gemeldeter Stellenangebote angesehen werden. In der Folge werden weniger Arbeitslose eine Beschäftigung aufnehmen können“, ergänzt er. Seit Jahresbeginn meldeten Unternehmen 926 neue Stellen. Das sind 158 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig ist der Stellenbestand gegenüber Februar um 69 auf 1.661 gestiegen.

Unterbeschäftigung

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst.

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im März 2021 auf 11.118, das sind 364 Personen weniger als im Vormonat und 31 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 10,8 Prozent.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Zum Stichtag 30.09.2020 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Altmark um 2,1 Prozent gesunken. 27.003 Männer und Frauen gingen einer Erwerbstätigkeit nach. Das waren 1.317 weniger als noch im Jahr zuvor.

Kurzarbeit

Die Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit im März und April des Vorjahres haben die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsvolumen in den Betrieben deutlich gemacht. Nachdem es - auch in Zusammenhang mit den laufenden Bewilligungszeiträumen - in den Folgemonaten nur relativ wenige Anzeigen gab, stiegen diese seit November vergangenen Jahres im Zuge des neuen Lockdowns wieder merklich an. Der Höhepunkt neuer Anzeigen wurde bereits im Dezember 2020 erreicht. Die Zahl der neuen Anzeigen auf Kurzarbeit ist im März weiter zurückgegangen. Es gab 47 neue Anzeigen für insgesamt 402 Beschäftigte. Seit Beginn der Pandemie gab es im Agenturbezirk insgesamt 2835 Kug-Anzeigen für 24.060 Menschen.

Blick in die Regionen

Landkreis Stendal

Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt mit 9,6 Prozent 0,3 Prozentpunkte unter der des Vormonats. Im Vorjahresmonat März 2020 lag die Quote noch bei 8,5 Prozent. Insgesamt waren im Januar 5.351 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Im März meldeten sich 232 Personen arbeitslos. Gleichzeitig meldeten sich 349 Männer und Frauen bei der Agentur oder dem Jobcenter in Arbeit ab. Insgesamt waren damit 183 Personen weniger arbeitslos als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr gab es aber 639 Arbeitslose mehr. Während im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) 1.596 Personen gemeldet waren, wurden vom Jobcenter Stendal 3.755 Personen im Bereich der Grundsicherung betreut.

221 Stellenangebote wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur und Jobcenter zur Besetzung gemeldet. Das waren 33 Stellen mehr als im Vormonat und drei Stellen mehr als vor einem Jahr. Aktuell sind im Landkreis Stendal 927 offene Stellen gemeldet. Von Januar bis März wurden insgesamt 523 und damit 92 Stellenangebote weniger gemeldet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gesucht werden insbesondere Fachkräfte im Bereich Gartenbau (38 Stellen), Verkäufer (37 Stellen), Altenpfleger (30 Stellen) sowie Elektriker (28 Stellen).

(Hinweis: Aus Gründen der Vereinfachung wurde auf die weibliche Schreibweise verzichtet.)

Altmarkkreis Salzwedel

Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt mit 6,9 Prozent 0,4 Prozentpunkte unter der des Vormonats. Im März 2020 des Jahres lag die Quote bei 6,2 Prozent und damit 0,7 Prozentpunkte und dem aktuellen Wert. Insgesamt waren im Januar 3.078 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Im März ist der Zugang an Arbeitslosen mit 180 Männer und Frauen niedriger als die Abmeldungen mit 286 Personen. Deshalb gibt es insgesamt 150 Arbeitslose weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind es jedoch 296. 1.198 Personen wurden in der Arbeitslosenversicherung (von der Agentur für Arbeit) und 1.880 in der Grundsicherung (vom Jobcenter Altmarkkreis Salzwedel) betreut.

154 Stellenangebote wurden der Arbeitsagentur zur Besetzung gemeldet. Das waren 28 Stellen mehr als im Vormonat und elf Stellen mehr als noch vor einem Jahr. Aktuell sind im Altmarkkreis Salzwedel 734 offene Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn zählt die Statistik mit 403 gemeldeten Stellen, jedoch 66 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gesucht werden insbesondere Helfer im Bereich Lebensmittelherstellung (53 Stellen), Bürofachkräfte (36 Stellen), Helfer im Wachschutz (32 Stellen) sowie Fachkräfte im Holz-, Möbel- und Innenausbau (19 Stellen).

(Hinweis: Aus Gründen der Vereinfachung wurde auf die weibliche Schreibweise verzichtet.)