31.08.2021 | Presseinfo Nr. 48

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Stendal – August 2021

Im August ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat Juli um 115 Personen bzw. 1,6 Prozent gestiegen. Damit waren insgesamt 7.455 Personen im Bezirk der Arbeitsagentur Stendal arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit jedoch weiter verringert. Die Arbeitslosenquote betrug im August 7,5 Prozent. Im Vorjahr betrug die Arbeitslosenquote 8,5 Prozent und damit 1,0 Prozentpunkte mehr.

„Zuletzt ist die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen, die nach der Ausbildung einen Job suchen, gestiegen. Das ist kein Grund zu Sorge, sondern vielmehr die typische Entwicklung im August“, erklärt Matthias Kaschte, Chef der Stendaler Arbeitsagentur. „Wir gehen hier aber von einer zügigen Vermittlung aus, da Fachkräfte weiterhin stark gesucht werden. Das spiegeln auch die Zahlen der gemeldeten Arbeitsstellen wider, die im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen sind“, fügt Kaschte hinzu. 

Insgesamt meldeten öffentliche und private Unternehmen im August beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur und Jobcenter 345 neue Stellen. Das sind 42 mehr als im letzten Jahr. Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vorjahr um 233 auf 1.868 Arbeitsstellen gestiegen.

Unterbeschäftigung

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein umfassendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im August 2021 bei 10.493. Das waren 85 mehr als im Vormonat und 1.151 weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 10,4 Prozent.

Blick in die Regionen

Landkreis Stendal

Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt mit 8,5 Prozent 0,1 Prozentpunkte über der des Vormonats. Im Vorjahresmonat August 2020 lag die Quote noch bei 9,5 Prozent. Insgesamt waren im August 4,724 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Berichtsmonat meldeten sich 298 Personen arbeitslos. Gleichzeitig meldeten sich 275 Männer und Frauen bei der Agentur oder dem Jobcenter in Arbeit ab. Insgesamt waren damit 47 Personen mehr arbeitslos als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 604 Arbeitslose weniger. Während im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) 1.291 Personen gemeldet waren, wurden vom Jobcenter Stendal 3.433 Personen im Bereich der Grundsicherung betreut.

198 Stellenangebote wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur und Jobcenter zur Besetzung gemeldet. Das waren 27 Stellen weniger als im Vormonat und 12 Stellen mehr als vor einem Jahr. Aktuell sind im Landkreis Stendal damit 1.074 offene Stellen gemeldet. Von Januar bis August wurden insgesamt 1.535 und damit 31 Stellenangebote mehr gemeldet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gesucht werden vor allem Verkäufer (37 Stellen), Schweißer (33 Stellen), Altenpfleger (33 Stellen), Helfer im Gartenbau (31 Stellen) sowie Bauelektriker (29 Stellen).

(Hinweis: Aus Gründen der Vereinfachung wurde auf die weibliche Schreibweise verzichtet.)

Altmarkkreis Salzwedel

Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt mit 6,2 Prozent 0,1 Prozentpunkte über der des Vormonats. Im August 2020 lag die Quote bei 7,3 Prozent und damit 1,1 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert. Insgesamt waren im August 2.731 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Der Zugang an Arbeitslosen ist mit 236 Männer und Frauen etwas höher als die Abmeldungen mit 202 Personen. Insgesamt gibt es 68 Arbeitslose mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sank deren Anzahl um 492 Personen. 1.001 Personen wurden in der Arbeitslosenversicherung (von der Agentur für Arbeit) und 1.730 in der Grundsicherung (vom Jobcenter Altmarkkreis Salzwedel) betreut.

147 Stellenangebote wurden der Arbeitsagentur zur Besetzung gemeldet. Das waren 43 Stellen weniger als im Vormonat und 30 Stellen mehr als noch vor einem Jahr. Aktuell sind im Altmarkkreis Salzwedel 794 offene Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn zählt die Statistik mit 1.348 gemeldeten Stellen, 285 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gesucht werden insbesondere Verkäufer (28 Stellen), Berufskraftfahrer (27 Stellen), Helfer im Bereich Objekt-, Werte- und Personenschutz (21 Stellen), Fachkräfte im Holz-, Möbel- und Innenausbau (20 Stellen) sowie Helfer – Lagerwirtschaft (20 Stellen).

(Hinweis: Aus Gründen der Vereinfachung wurde auf die weibliche Schreibweise verzichtet.)