28.02.2020 | Presseinfo Nr. 19

Bereits im Februar leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Der Arbeitsmarkt im Febuar 2020

Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Stralsund ist im Februar leicht zurückgegangen. 11.025 Männer und Frauen sind hier aktuelle ohne Job. Das sind 175 Personen (1,6 Prozent) weniger als noch im Januar. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,2 Prozentpunkte und liegt mit 9,8 Prozent nun wieder unter der 10-Prozent-Marke.

Für Dr. Jürgen Radloff, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Stralsund, ist der Höhepunkt der diesjährigen Winterarbeitslosigkeit damit überschritten. „Der Rückgang bei den Arbeitslosen fällt mit 175 Personen zwar gering aus. Für den aktuellen Berichtsmonat bin ich allerdings sehr zufrieden. Noch vor einigen Jahren haben wir erst im Februar die höchsten Werte bei der Beschäftigungslosigkeit verzeichnen müssen. Nun können wir bereits zu diesem frühen Zeitpunkt wieder einen Rückgang beobachten.“

Allerdings sind keine einzelnen Branchen auszumachen, die diese positive Entwicklung beeinflussten. Vielmehr waren es viele kleine Veränderungen in ganz unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen, die in der Summe zu dem aktuellen Rückgang der Arbeitslosenzahlen beitragen. „Der Baubereich z.B. profitiert aktuell von der günstigen Witterung, das produzierende Gewerbe vermeldet leichte Personalbedarfe und selbst der Tourismusbereich scheint gut über die kalte Jahreszeit zu kommen“, erläutert der Agenturchef die aktuelle Situation. „Natürlich konnten wir noch keine massiven Einstellungen im Hotel- und Gastronomiegewerbe beobachten. Dazu ist es auch noch viel zu früh. Der übliche Saisonauftakt für den Tourismus ist in unserer Region normalerweise das Ostergeschäft. Und das startet in diesem Jahr erst im April. Dennoch beobachten wir im Vergleich zu den vergangenen Jahren einen Rückgang der Winterarbeitslosigkeit in den Hotel- und Gastronomieberufen und im Handel. Saisonverlängernde Maßnahmen und die Bemühungen der Unternehmen, ihre Arbeitskräfte auch im Winter im Unternehmen zu halten, scheinen sich hier positiv auf den Arbeitsmarkt auszuwirken.“

Bei einem Blick auf die einzelnen Regionen des Agenturbezirkes zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier gibt es keine Region, die mit einer besonders auffälligen Entwicklung den Arbeitsmarkt beeinflussen würde. Stattdessen teilt sich der aktuelle Rückgang der Beschäftigungslosigkeit in viele – für sich betrachtet – kleine Entwicklungen in den Geschäftsstellen auf.

In der Region um Ribnitz-Damgarten sind aktuell 2.192 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 84 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote sank von 8,9 auf jetzt 8,6 Prozent. Auf der Insel Rügen sind 3.833 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 20 Personen weniger als noch im Vormonat. Der geringe Rückgang hatte keine Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote, diese liegt auf Deutschlands größter Insel unverändert bei 11,5 Prozent. In Grimmen sank die Beschäftigungslosigkeit um 22 Personen. 1.100 Männer und Frauen sind rund um die Trebelstadt arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag im Februar bei 8,5 Prozent. Das ist der niedrigste Wert unter allen Regionen des Agenturbezirkes. Auch in der Hansestadt Stralsund sank die Beschäftigungslosigkeit leicht. Aktuell sind im Stadtgebiet 3.011 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 51 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank von 10,9 auf 10,7 Prozent.

Einen Beitrag zur Entlastung des Arbeitsmarktes leisteten auch die arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Große Veränderungen bei den Teilnehmerzahlen gab es jedoch nicht. So erwerben aktuell 710 Personen mit Unterstützung der Arbeitsagentur und des Jobcenters eine neue berufliche Qualifikation. 453 Männer und Frauen sind in einer sogenannten Arbeitsgelegenheit beschäftigt. 69 Existenzgründer werden durch die Arbeitsagentur beim Aufbau eines eigenen Unternehmens unterstützt. Bei allen diesen Instrumenten liegt die Zahl der Teilnehmer beinahe unverändert auf dem Niveau des Vormonats.

Ohne die Entlastungswirkung aller arbeitsmarktpolitischen Instrumente zusammengerechnet müsste wahrscheinlich eine Arbeitslosenquote von 12,6 Prozent registriert werden.