11.05.2020 | Presseinfo Nr. 39

Hinweis der Arbeitsagentur

Unterlagen für die Abrechnung der Kurzarbeit vollständig einreichen

Kurzarbeit ist in der aktuellen Covid-19-Pandemie für viele Unternehmen der Region ein wichtiges Instrument, um ihre qualifizierten Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. 3.005 Betriebe im Landkreis Vorpommern-Rügen haben seit Mitte März Kurzarbeit angezeigt. 26.393 Arbeitnehmer sind davon betroffen. Das ist jeder dritte Arbeitsplatz in der Region.

„Die Anzeige der Kurzarbeit ist ein erster Schritt“, so Katrin Bennemann, Teamleiterin in der Leistungsbearbeitung der Arbeitsagentur. „Wenn die Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich vorliegen, erhalten die Unternehmen einen entsprechenden Bescheid. Die konkrete Abrechnung durch die Firmen erfolgt dann in einem zweiten Schritt.“

Und erst hier geht es um die konkreten Auszahlungen. Unternehmen bekommen für nicht geleistete Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten Kurzarbeitergeld. Dieses wird den Arbeitgebern zusammen mit den Sozialversicherungsbeiträgen von der Arbeitsagentur erstattet.

Wie viele Arbeitsstunden in den Firmen ausfallen oder aber mit reduzierten Personalkapazitäten trotz Krise weiterhin erbracht werden, das ist von Firma zu Firma höchst unterschiedlich. „In einigen Fällen ist die Arbeit im Unternehmen komplett eingestellt worden, andere Betriebe laufen mit halber Arbeitszeit. Wiederum andere haben vorsorglich Kurzarbeit angezeigt, aber aktuell noch keinen Arbeitsausfall“, so Katrin Bennemann. „Für die Abrechnung des Kurzarbeitergeldes ist aber die konkrete Arbeitszeitabrechnung der Unternehmen maßgeblich. Und die kann erst nach Ablauf des jeweiligen Monats zur Verfügung stehen.“

Zeigt etwa ein Unternehmen für den Monat Mai vorsorglich Kurzarbeit an, kann auch erst mit dem Ablauf des Mai klar sein, ob und in welchem Umfang Arbeitszeit tatsächlich ausgefallen ist.

„Es ist daher wichtig, die Leistungsanträge mit den Abrechnungslisten erst nach dem Ablauf des entsprechenden Monats zu uns zu schicken. Erreichen uns Abrechnungen, die z.B. schon Mitte des Monats erstellt wurden, sind die Unterlagen nicht vollständig. Das verursacht unnötige Nachfragen und zusätzlichen Arbeitsaufwand, sowohl bei den Betrieben als auch bei uns in der Arbeitsagentur.“

Werden Unterlagen vollständig nach der kompletten Abrechnung des jeweiligen Monats eingereicht, dauert die Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes allerhöchsten 15 Tage. „Aktuell haben wir eine kürzere Bearbeitungszeit“, so Katrin Bennemann.

Für die Abrechnung des Kurzarbeitergeldes haben die Unternehmen im Übrigen eine Frist von drei Monaten. Diese Frist beginnt nach dem Ende des Monats, für den Kurzarbeit angezeigt wurde.