01.09.2020 | Presseinfo Nr. 59

Ausbildungsprämie muss zügig beantragt werden!

Unterstützung für Betriebe in der Corona-Pandemie ist begrenzt.

Der 1. September ist der traditionelle Start in das neue Ausbildungsjahr. In der Region Vorpommern-Rügen ist der Lehrstellenmarkt allerdings auch zu diesem Zeitpunkt immer noch stark in Bewegung. „Aktuell sind bei uns noch 528 Ausbildungsplätze als unbesetzt gemeldet“, so Dr. Jürgen Radloff, Chef der Arbeitsagentur Stralsund. „Auf der anderen Seite suchen noch 208 Jugendliche einen festen Ausbildungsvertrag. Rein rechnerisch kommen so 2,5 freie Stellen auf jeden Bewerber.“

Angesichts dieses Verhältnisses macht sich der Agenturchef wenig Sorgen um die Vermittlung der Jugendlichen. „Die Bewerber haben auch im aktuellen Corona-Jahr die große Auswahl an freien Stellen – zumindest in unserer Region. Doch an den Unternehmen gingen die Auswirkungen der letzten Monate nicht spurlos vorbei.“

Um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für die Ausbildungsbetriebe abzumildern, hat die Bundesregierung das Ausbildungsprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ für klein und mittelständische Unternehmen (KMU) ins Leben gerufen. Danach erhalten Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die von der Corona-Krise erheblich betroffen sind, in vier Fällen Zuschüsse: Wenn das Ausbildungsangebot nicht verringert wird, wenn sogar zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden, wenn Azubis von der Kurzarbeit ausgenommen werden und wenn Azubis anderer Betriebe, die pandemiebedingt Insolvenz anmelden mussten, übernommen werden.

„Wichtig ist allerdings, dass die Unternehmen den Antrag rechtzeitig stellen“, so Dr. Radloff, „denn die Finanzmittel für die Ausbildungsprämie sind begrenzt. Unternehmen sollten daher keine Zeit verlieren! Die Zuwendungen sollten jetzt – mit dem Ausbildungsstart - gesichert werden. Wer zu lange wartet, geht möglicherweise leer aus.“