09.11.2020 | Presseinfo Nr. 73

Ausbildungsprämie unterstützt Betriebe in der Corona-Pandemie

Noch können Anträge gestellt werden.

Betriebe, die von der Covid-19-Pandemie erheblich betroffen sind und im ersten Halbjahr 2020 Kurzarbeitergeld bezogen hatten, können Unterstützung bei der Ausbildung in ihrem Unternehmen erhalten. Dafür hatte die Bundesregierung das Ausbildungsprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ins Leben gerufen. Ganz konkret können betroffene Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten in vier Fällen Zuschüsse erhalten: Wenn das Ausbildungsangebot nicht verringert wird, wenn sogar zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden, wenn Azubis von der Kurzarbeit ausgenommen werden und wenn Azubis anderer Betriebe, die pandemiebedingt Insolvenz anmelden mussten, übernommen werden.

„Für viele Azubis endet jetzt bereits die Probezeit in ihrem Ausbildungsverhältnis. Das ist ein Zeitpunkt, der bei der Ausbildungsprämie wichtig ist“, so Dr. Jürgen Radloff, Chef der Arbeitsagentur Stralsund. „Denn in zwei der Förderkonstellationen wird die Prämie bereits einmalig nach erfolgreicher Probezeit ausgezahlt.“ Das betrifft Unternehmen, die genauso viele Azubis einstellen wie durchschnittlich in den vergangenen drei Jahren. Sie erhalten 2.000 Euro pro abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Außerdem profitieren Unternehmen, die über dem Niveau der Vorjahre ausbilden. Sie erhalten für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine Ausbildungsprämie in Höhe von 3.000 Euro.

Die Summe von 3.000 Euro können auch kleine und mittlere Unternehmen in Form einer Ausbildungs- bzw. Übernahmeprämie erhalten, wenn sie Auszubildende aus Betrieben übernehmen, die in der Pandemie Insolvenz anmelden müssen.
Einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung gibt es, wenn Unternehmen ihre Auszubildenden sowie deren Ausbilderinnen und Ausbilder nicht in Kurzarbeit schicken.

Entscheidend ist, dass der Ausbildungsbeginn zwischen dem 1. August 2020 und den 15. Februar 2021 liegt. Förderbar sind Berufsausbildungen in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen.

Die Anträge werden bei der zuständigen Agentur für Arbeit gestellt. Informationen und Antragsunterlagen sind auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de/unternehmen eingestellt. Für weitere Fragen können die Unternehmen ihre persönlichen Ansprechpartner beim Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur erreichen oder sie wählen die kostenlose Servicenummer 0800 4 5555 20.