30.07.2021 | Presseinfo Nr. 49

Fair Play beim Ausbildungsvertrag!

Wer mehrere Zusagen in der Tasche hat, sollte keine Ausbildungsplätze blockieren.

639 Lehrstellen sind im Agenturbezirk Stralsund aktuell noch unbesetzt.
Die meisten dieser freien Stellen kommen aus dem Handel, dem Hotel- und Gastronomiegewerbe und aus dem Handwerk.

Neben diesen freien Lehrstellen sind auch noch 257 Jugendliche bei der Berufsberatung als unversorgte Bewerber gemeldet. Ein Teil davon hat sicher schon eine oder sogar mehrerer feste Zusagen für eine Lehrstelle in der Tasche. Doch nicht selten halten sich gerade die stark umworbenen Schüler mit guten oder sehr guten Schulnoten noch die Option auf bessere Angebote offen. Eine endgültige Entscheidung für oder gegen einen Ausbildungsbetrieb folgt dann erst kurz vor dem Lehrbeginn. Das ist fatal für die Unternehmen, die fest mit ihrem Azubi gerechnet hatten; fatal aber auch für die Schulabgänger, die sich noch die Hoffnung auf das Nachrücken gemacht hatten.

Dr. Jürgen Radloff, der Chef der Arbeitsagentur Stralsund, wendet sich daher mit einem Appell an die Jugendlichen der Region: „Wer bereits jetzt mehrere Ausbildungsstellen in Aussicht hat, der sollte bei den Unternehmen rechtzeitig absagen, bei denen er die Lehre nicht beginnen wird. Das ist fair gegenüber den Betrieben aber auch fair gegenüber den Mitbewerbern, die noch auf der Warteliste stehen.“

Die Berufsberatung hat dann noch Zeit, andere Bewerberinnen und Bewerber auf die freigewordenen Lehrstellen zu vermitteln. Offizieller Ausbildungsstart für die meisten Ausbildungsberufe im Land ist der 1. September.

„Die Jugendliche sollten sich jetzt entscheiden! Jetzt ist noch Zeit, Lehrstellen, die nicht angetreten werden, neu zu besetzen“, so Radloff.