26.08.2021 | Presseinfo Nr. 52

Finanzielle Unterstützung für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Pandemie

Anträge müssen rechtzeitig gestellt werden!

Betriebe, die von der Covid-19-Pandemie erheblich betroffen sind, können Unterstützung bei der Ausbildung in ihrem Unternehmen erhalten. Dafür hatte die Bundesregierung das Ausbildungsprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ins Leben gerufen.

Ganz konkret können betroffene Unternehmen Zuschüsse erhalten, wenn das Ausbildungsangebot nicht verringert wird oder wenn sogar zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Wichtig ist allerdings, dass die Anträge rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit gestellt werden. „Die Antragstellung ist an eine Frist gebunden“, so Ann Mikolajtschik, Teamleiterin im Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Stralsund. „Spätestens 3 Monate nach dem erfolgreichen Abschluss der Probezeit müssen alle Unterlagen vollständig eingegangen sein. Späteres Nachreichen von fehlenden Dokumenten ist nicht möglich.“

Für Ausbildungsverträge, die bis zum 31. Mai 2021 abgeschlossen wurden gilt: Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten, die genauso viele Azubis einstellen wie durchschnittlich in den vergangenen drei Jahren, können 2.000 Euro pro abgeschlossenen Ausbildungsvertrag erhalten (Ausbildungsprämie). Unternehmen, die über dem Niveau der Vorjahre ausbilden, erhalten für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine Prämie in Höhe von 3.000 Euro (Ausbildungsprämie plus).

Diese Regel wurde für Ausbildungsverhältnisse, die ab dem 1. Juni 2021 begannen, sogar ausgeweitet: So erhöhte sich die Förderung auf 4.000 Euro bei der Ausbildungsprämie bzw. auf 6.000 Euro bei der Ausbildungsprämie plus. Zusätzlich wurde auch der Kreis der förderfähigen Unternehmen erweitert. Mittlerweile gelten die Regelungen für Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten.

„Davon profitieren auch die Betriebe, die zum aktuellen Ausbildungsstart am 1. August oder am 1. September Azubis eingestellt haben“, so Ann Mikolajtschik. Nach Ansicht der Teamleiterin kennen viele Unternehmen die Fördermöglichkeiten nicht. „Um die Ausbildungsprämie oder die Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Das wird an bestimmten Kriterien festgemacht, wie dem Bezug von Kurzarbeitergeld oder einem Umsatzrückgang. Über die ganz konkreten Regelungen können sich die Unternehmen auf der Internetseite der Arbeitsagentur oder beim Arbeitgeberservice informieren.“

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie können im schlimmsten Fall auch dazu führen, dass Auszubildende ihren Ausbildungsplatz verlieren – zum Beispiel, wenn deren Ausbildungsbetrieb insolvent ist oder der Betrieb die Ausbildung nicht fortführen kann. Übernimmt ein Betrieb solche Auszubildende, kann dieser eine sogenannte Übernahmeprämie erhalten. Dabei handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro.

Alle Informationen rund um das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sind auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de/unternehmen eingestellt. Hier sind im Übrigen auch alle Anträge online verfügbar.

Für weitere Fragen können die Unternehmen ihre persönlichen Ansprechpartner beim Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur erreichen oder sie wählen die kostenlose Servicenummer 0800 4 5555 20.