05.01.2021 | Presseinfo Nr. 2

Arbeitsmarkt trotz Lockdown stabil

 
- 27.560 Arbeitslose (-436)
- Arbeitslosenquote 4,8 % (-0,1)
- 6.762 freie Stellen (-180)
- Anzeigen von Kurzarbeit: 721 für 7.740 Personen
- Realisierte Kurzarbeit im August: 4.532 Betriebe mit 38.592 Personen

 

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Stuttgart
Arbeitslosigkeit

Im Dezember lag die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Stuttgart bei 4,8 Prozent, eine leichte Abnahme gegenüber November um 0,1 Prozentpunkte. Insgesamt waren 27.560 Menschen (15.457 Männer und 12.103 Frauen) arbeitslos, das sind 436 Personen weniger als im Vormonat und 7.118 Personen mehr als im Dezember 2019. Von den 27.560 arbeitslosen Menschen des Agenturbezirks entfielen 13.557 auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 14.003 auf die Grundsicherung (Jobcenter). „Der erneute leichte Rückgang bei den Arbeitslosen zeigt, dass die stabilisierenden Instrumente Kurzarbeit und Novemberhilfen greifen“, so die Einschätzung von Dr. Susanne Koch, Stuttgarts Agenturleiterin.

Zu- und Abgänge

Im Dezember nahmen 1.760 Frauen und Männer eine Arbeit auf, 472 weniger als im November, und 343 mehr als vor einem Jahr. „Mehr Arbeitsaufnahmen gab es zum Beispiel im Bereich Logistik“, erklärt Koch. Arbeitslos gemeldet haben sich 4.671 Personen, das sind 508 weniger als im Vormonat, und 242 weniger als im Dezember 2019.  Insgesamt hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zum ersten Mal seit 2009 im Vergleich zum Vorjahr abgenommen und liegt bei 604.572 (Daten vom 30.6.2020).

Freie Stellen

2.158 neue Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit Stuttgart im Dezember gemeldet, das sind 386 weniger als im November und 692 weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt verzeichnete die Agentur für Arbeit Stuttgart 6.762 freie Stellen, das waren 180 Stellen weniger als im Vormonat und 3.290 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung der Kurzarbeit

Die Anzeigen von Kurzarbeit liegen im Dezember bei 721 mit 7.740 Personen. Dies ist zwar wieder mehr als im Sommer, aber deutlich weniger als im ersten Lockdown im April: damals lagen die Anzeigen bei 5.939 für 187.921 Personen.

Laut Augustzahlen realisierten 4.532 (Juli: 5.261) Betriebe im Agenturbezirk Stuttgart Kurzarbeit und beantragten Kurzarbeitergeld für 38.592 Mitarbeiter*innen (Juni: 66.203).


Der Arbeitsmarkt in der Landeshauptstadt Stuttgart
  • 18.920 Arbeitslose (- 363)
  • Arbeitslosenquote 5,4 % (-0,1)
  • 4.742 freie Stellen (-56)
  • Anzeigen von Kurzarbeit: 460 für 5.118 Personen
  • Realisierte Kurzarbeit im Juli: 3.577 Betriebe mit 48.985 Personen

Arbeitslosigkeit

Im Dezember waren 18.920 Personen arbeitslos, 10.664 Männer und 8.256 Frauen. Die Zahl fiel um 363, das entspricht einem Rückgang von 1,9 Prozent gegenüber November und einem Plus von 31,4 Prozent gegenüber Dezember 2019. Die Arbeitslosenquote fiel erneut, und zwar von 5,5 auf 5,4 Prozent. In der Region hat Stuttgart nach wie vor die höchste Quote, die zweithöchste hat der Landkreis Göppingen mit 4,7 Prozent, die niedrigste verzeichnet der Landkreis Ludwigsburg mit 3,6 Prozent.

Zu- und Abgänge

Arbeitslos gemeldet haben sich im Dezember 2.839 Personen, das sind 449 weniger als im November und 285 weniger als im Vorjahr. Eine Arbeitsstelle aufnehmen konnten 1.175 Menschen (minus 250 gegenüber Vormonat). Verglichen mit November 2019 sind das 207 Personen mehr.

Freie Stellen

Der Stellenzugang in der Landeshauptstadt wies mit 1.567 Stellen im Dezember ein Minus von 240 gegenüber dem Vormonat auf; im Vergleich zum letzten Jahr sind das 616 Stellen weniger. „Der deutlich rückläufige Stellenzugang im Vergleich zum Vorjahr ist nicht zuletzt auf die fehlenden Weihnachtsstellen zurückzuführen, was sich besonders in der Landeshauptstadt bemerkbar macht“, erklärt Dr. Susanne Koch. Auch die Zahl der freien Arbeitsstellen ist, wie bereits im November, zurückgegangen – es waren 56 Stellen weniger als im November und 2.650 Stellen weniger als im Dezember 2019 gemeldet.

Entwicklung der Kurzarbeit

Die Anzeigen von Kurzarbeit liegen im Dezember bei 460 mit 5.118 Personen. Dies ist zwar wieder mehr als im Sommer, aber deutlich weniger als im ersten Lockdown im April: damals lagen die Anzeigen bei 3.953 für 123.399 Personen.

Seit Augustliegen uns Zahlen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene vor, zeitverzögert um vier Monate. Laut den Julizahlen wurde in der Landeshauptstadt Stuttgart von 3.577 Betrieben (Juni: 4.254) Kurzarbeit für 48.985 Mitarbeiter*innen (Juni: 76.416) realisiert.


Der Arbeitsmarkt im Landkreis Böblingen
  • 8.640 Arbeitslose (-73)
  • Arbeitslosenquote 3,9 % (-0,0)
  • 2.020 freie Stellen (-124)
  • Anzeigen von Kurzarbeit: 261 für 2.622 Personen
  • Realisierte Kurzarbeit im Juli: 14.684 Betriebe mit 17.219 Personen

Arbeitslosigkeit

Im Dezember waren 8.640 Personen arbeitslos, 4.793 Männer und 3.847 Frauen. Die Zahl sank um 73 gegenüber November, ein Rückgang um 0,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind im Landkreis 2.599 mehr Menschen arbeitslos (plus 43,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,9 Prozent und bleibt damit die Gleiche wie im November. Die 8.640 Arbeitslosen verteilen sich wie folgt auf die Geschäftsstellen: 4.775 in Böblingen (Quote: 4,1 Prozent), 1.724 in Herrenberg (3,7 Prozent) und 2.141 in Leonberg (3,6 Prozent).

„Wir spüren die Wirkung der Novemberhilfen und des Instruments Kurzarbeit – der Arbeitsmarkt bleibt trotz Lockdown stabil“, so die Einschätzung von Dr. Susanne Koch, Stuttgarts Agenturleiterin. „Allerdings lag der statistische Stichtag vor dem erneuten Lockdown, lediglich die Auswirkungen des Teil-Lockdowns werden in den Zahlen abgebildet“, erklärt Koch.

Zu- und Abgänge

Im Dezember verloren 811 Personen ihren Arbeitsplatz (57 weniger als im Vormonat). Eine neue Arbeit aufnehmen konnten im Landkreis 585 Männer und Frauen, das sind 220 weniger als noch im November, aber 137 mehr als im Vorjahresmonat. „Mehr Arbeitsaufnahmen gab es zum Beispiel im Bereich Logistik“, so Koch.

Freie Stellen

Im Landkreis wurden im Dezember 591 neue Arbeitsstellen gemeldet, das sind 146 weniger als letzten Monat, vermutlich mit verursacht durch den Wegfall der Weihnachtsstellen. Insgesamt gibt es somit 2.020 freie Stellen, das sind 124 weniger als im November und 640 weniger als im Vorjahr.  

Für den Arbeitsmarkt im Landkreis zieht Dr. Susanne Koch folgendes Resümee: „Damit der Arbeitsmarkt stabil bleibt, gilt es, den von Corona unabhängigen Strukturwandel nicht aus den Augen zu verlieren. Deshalb sollte Kurzarbeit für Qualifizierung und Weiterbildung genutzt werden.“

Entwicklung der Kurzarbeit

Die Anzeigen von Kurzarbeit liegen im Dezember bei 261 mit 2.622 Personen. Dies ist zwar wieder mehr als im Sommer, aber deutlich weniger als im ersten Lockdown im April: damals lagen die Anzeigen bei 1.986 für 64.522 Personen.

Seit August liegen uns Zahlen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene vor, zeitverzögert um vier Monate. Laut den Julizahlen wurde im Landkreis von 1.684 Betrieben (Juni: 2.033) Kurzarbeit für 17.219 Mitarbeiter*innen (Juni: 36.286) realisiert.