18.01.2019 | Presseinfo Nr. 13

Viel mehr Chancen durch neues Qualifizierungschancengesetz (QCG) 2019

„Mit dem neuen Qualifizierungschancengesetz hat uns die Politik zum Jahresbeginn 2019 viele
Möglichkeiten der Weiterbildungsförderung eröffnet, die bis dahin so nicht vorhanden waren
oder nur einem eingeschränkten Kreis zur Verfügung standen“, erklärt Eckhard Lochner, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Suhl.
 

Bislang unterstützte das Programm WeGebAU (Weiterbildung geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) Beschäftigte in Unternehmen. Dabei wurde in zwei wesentliche Personengruppen und Betriebsgrößen unterschieden. Die gute Entwicklung auf den innerdeutschen Arbeitsmarkt und die Digitalisierung verändert aber zunehmend die Spielregeln unserer Arbeitswelt: „Um den Anschluss zu behalten, wird es künftig immer wichtiges, vorhandenes Wissen zu sichern und Neues dazuzulernen“, so Lochner.

Gerade an geringqualifizierten und angelernten Kräften geht der Markt derzeit schnell vorbei. „Wenn wir diese Personengruppen nicht mit dem notwendigen Wissen versorgen werden sie abgehängt und gehen als Arbeitskräfte der Zukunft verloren“, erläutert der Geschäftsführer.

Insbesondere kleine Unternehmen ohne eigene Personalabteilung sind oft nicht in der Lage, Qualifizierungsbedarfe zu erkennen und anzugehen. Hier ist die finanzielle und beratungstechnische Entlastung besonders spürbar.

Das QCG unterteilt die Betriebe in verschiedene Größenordnungen von bis 10, bis 250, bis 2.500 und ab 2.500 Beschäftigte. Selbst Unternehmen mit über 2.500 Beschäftigten sind zukünftig nicht von den Förderleistungen ausgeschlossen. Für Ältere und Menschen mit Behinderung gibt es z.T. Vereinfachungen bzw. Sonderregelungen. Im Focus stehen weiterhin Geringqualifizierte, bei denen Maßnahmen zur Erlangung eines Teil- oder Berufsabschlusses bis zu 100 % förderfähig bei Maßnahmekosten und Arbeitsentgelt sind.

 

„Aber auch Anpassungsqualifizierungen werden nun von der Förderfähigkeit erfasst. Lediglich Maßnahmen, zu denen der Arbeitgeber aus bundes- oder landesrechtlicher Sicht verpflichtet ist, sind davon ausgeschlossen. Das betrifft beispielsweise Wiederholungsprüfungen bei bestimmten Erlaubnissen“, so Eckhard Lochner. Berücksichtigt werden Maßnahmen ab einer Dauer von 4 Wochen bzw. 160 Stunden.

Damit Unternehmen und Beschäftigte zeitnah erfahren, ob und welche Möglichkeiten gegeben sind, sollten diese ihren persönlichen Ansprechpartner des gemeinsamen Arbeitgeberservice (AGS) oder die regionale Hotline 0800 4 555520 (gebührenfrei) kontaktieren.

„Jeder Fall ist ein Einzelfall und wird individuell beraten und unterstützt“, wirbt Lochner, „also sprechen Sie uns zeitnah an, damit die Beschäftigung in Ihrem Unternehmen zukunftssicherer wird“.