19.03.2021 | Presseinfo Nr. 17

Wenn ein geflüchteter Mensch zum Thüringer wird…

Darüber sind sich Eckhard Lochner, Geschäftsführer operativ der Suhler Arbeitsagentur und Dirk Adams, Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz bei ihrem gestrigen Treffen in der Erstaufnahmeeinrichtung am Friedberg in Suhl einig.

Ein Büro der Suhler Arbeitsagentur ist bereits seit 2015 fester Bestandteil der Einrichtung. „Uns ist bewusst, dass wir in einer EAE Asylsuchende nur über einen kurzen Abschnitt begleiten. Aber wir wollen mit den Themen Ausbildung und Arbeit in Deutschland Flagge zeigen, wir gehen auf die Menschen zu!“ so der Appell von Lochner.

Informationen und Orientierung, wie der Weg für die Menschen individuell und realistisch aussehen könnte, sollen die Gesprächsangebote der Agentur für Arbeit sehr frühzeitig vermitteln. Die Beratungen werden in verschiedenen Sprachen angeboten, sodass keine Sprachbarrieren entstehen. „Ein langer Atem wird erforderlich sein, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Migration bedeutet Chance und Herausforderung!“ so Lochner. Erste Erfolge sind bereits sichtbar: So beträgt in Thüringen bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Anteil von Ausländern inzwischen rund 6 Prozent. Vor 5 Jahren waren es nur 2,6 Prozent. Lochner ergänzt: „Die Erschließung und die Entwicklung des Potentials auch aus dem Kreis der Asylsuchenden ist für die Deckung des Bedarfs am Ausbildungs- und Arbeitsmarktes dringend geboten.“ Für Minister Adams steht fest: Das Beratungsangebot der Suhler Arbeitsagentur ist ein wichtiger Mosaikstein für eine gelingende Integration in Thüringen.