Noch immer ist die Situation für Mädchen und Frauen am Arbeitsmarkt nicht zufriedenstellend

Am 25. April ist bundesweiter Girls` und Boys` Day, um klischeefreie Berufswahl zu stärken

25.04.2024 | Presseinfo Nr. 24

Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, betont: "Junge Menschen sollten ihre Berufswahl unabhängig von Geschlechterklischees treffen können. Es kommt nicht auf Rollenbilder an, sondern darauf, dass die Aufgabe zu einem Menschen, seinen Fähigkeiten und Neigungen passt. Gerade vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels wird es immer wichtiger, dass Mädchen und Jungen die Gelegenheit haben, möglichst früh über den Tellerrand zu schauen, um für sich den passenden Beruf zu entdecken. Beim Girls' Day und Boys' Day ist das möglich, ganz ungeachtet bestehender Rollenklischees.“

Die Berufswahl ist noch zu oft von Rollenbildern geprägt: geschlechterspezifische Rollenzuschreibungen bringen nach wie vor Mädchen und Jungen dazu, “klassische“ Berufe zu wählen: Während Jungen bei der dualen Berufsausbildung überdurchschnittlich stark vertreten sind, neigen Mädchen eher zu schulischen Ausbildungen. In den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sind lediglich 17 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Frauen.

Sehen Sie hier die TOP TEN der Berufswünsche von Mädchen und Jungen im Vergleich:

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Trotz bedeutender Fortschritte in den letzten Jahren gibt es immer noch Barrieren, die es Frauen erschweren, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. „Es lohnt sich sehr sich mit den beruflichen Optionen neben den „gängigen“ Berufsbildern zu beschäftigen und ganz konkret zu überlegen, welche Tätigkeiten gefallen sowie in welchen Beschäftigungen man sich selbst sieht. Dabei sollte es keine Rolle spielen, wie viele Jungen oder Mädchen in der Berufsschulklasse sind oder ob der Nachbar vielleicht etwas überrascht sein könnte über die Ausbildungs- oder Studienplatzwahl. Wichtig ist, jeden Tag mit Freude das zu tun, was einem selbst liegt“, sagt Hanna Kunze, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Trier.

In vielen männerdominierten Bereichen wie z.B. Elektronik oder Informatik haben viele Betriebe enorme Schwierigkeiten, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu besetzen. Um hier den Frauenanteil zu erhöhen, setzt die Bundesagentur für Arbeit auf den Girls` Day sowie auf klischeefreie Berufsberatung.

Mehr Informationen zum Thema klischeefreie Berufswahl und viele Onlineangebote wie Check-U, das Erkundungstool für Ausbildung und Studium der BA, gibt es auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de .