01.10.2019 | Presseinfo Nr. 49

Hilfestellungen aus einer Hand

Arbeitsbündnis „Jugend und Beruf Alb-Donau-Kreis“

Alb-Donau-Kreis: Um junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf bestmöglich und aus einer Hand zu unterstützen, schlossen sich am 1. Oktober das Staatliche Schulamt Biberach sowie die beruflichen Schulen des Alb-Donau-Kreises dem „Arbeitsbündnis Jugend und Beruf Alb-Donau-Kreis“ an. Mit der heutigen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung gewinnt das bislang aus Agentur für Arbeit Ulm, Jobcenter Alb-Donau und Landratsamt Alb-Donau-Kreis bestehende Arbeitsbündnis wesentliche Partner hinzu. Ziel der Vereinbarung ist es insbesondere Maßnahmen, Hilfsangebote und Arbeitsabläufe effektiv auf- und untereinander abzustimmen. Dabei ist die Zielgruppe klar definiert: förderungsbedürftige junge Menschen unter 25 Jahren, unerheblich, ob ausbildungssuchend, arbeitssuchend oder arbeitslos.

Landratsamt und Agentur für Arbeit übernehmen im jährlichen Wechsel den Vorsitz sowie die Koordination der Arbeitsgruppen im Bündnis – beginnend mit der Agentur für Arbeit.

Dazu Heiner Scheffold, Landrat des Alb-Donau-Kreises: „Mit dieser Vereinbarung sollen Betreuungslücken und Doppelstrukturen vermieden werden. Hierzu setzen wir auf eine konsequente Zusammenarbeit und enge Verzahnung der Partner sowie auf klare und nachvollziehbare Strukturen für die Betroffenen und die Öffentlichkeit.“

Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm ergänzt: „Kein Jugendlicher soll in der Region auf der Strecke bleiben. Die Erweiterung der Kooperationsvereinbarung ist ein eindeutiges Signal an die jungen Menschen im Alb-Donau-Kreis. Wir brauchen euch, wir kümmern uns, wir bündeln Kompetenzen und stehen zu unserer Verantwortung.“

Achim Schwarz, kommissarischer Leiter des Staatlichen Schulamts Biberach betont: „Die Leitperspektive Berufliche Orientierung im Bildungsplan macht in der Praxis eine enge Kooperation der damit Befassten notwendig. Ein wesentlicher Baustein davon ist künftig das Arbeitsbündnis: Es erleichtert unseren Schulen durch die Partnerschaft der Unterzeichnenden gerade auch für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf einen begleiteten und damit erfolgversprechenden Weg in die Arbeitswelt mit zu gestalten.“

Als Geschäftsführender Schulleiter der beruflichen Schulen im Alb-Donau-Kreis resümiert Jochen Münz: „Die erweiterte Kooperationsvereinbarung ist ein großer Gewinn, denn oft haben unsere Jugendlichen mehrere „Baustellen“ gleichzeitig und durch die bessere Vernetzung der unterschiedlichen Institutionen können die Probleme von Jugendlichen ganzheitlich angesprochen werden.“

„Die Umsetzung des Arbeitsbündnisses trägt dazu bei frühzeitig und präventiv, passgenaue Unterstützungsbedarfe zu erkennen und geeignete Maßnahmen in die Wege zu leiten. Die Kooperationsvereinbarung ermöglicht den Partnern eine engmaschige Zusammenarbeit, sodass wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, verdeutlicht Karin Mohr, stellvertretende Geschäftsführerin Jobcenter Alb-Donau.

Warum ist das ArbeitsbündnisJugend und Beruf Alb-Donau-Kreis“ wichtig?

Agentur für Arbeit, Jobcenter sowie das Landratsamt als Träger der Jugendhilfe sind in unterschiedlicher Weise und mit unterschiedlichen gesetzlichen Zielen für die Beratung und Integration junger Menschen in Gesellschaft, Ausbildung und Arbeit verantwortlich. Jeder Träger zeichnet sich in der Praxis durch ein differenziertes Hilfe- und Dienstleistungsangebot aus. Für viele junge Menschen, darunter auch viele Schüler, die die Unterstützung dieser Sozialleistungsträger in Anspruch nehmen oder benötigen, ist der Zugang zu deren Leistungsangeboten nicht immer transparent. Mit dem Einstieg der weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I, vertreten durch das Staatliche Schulamt Biberach, sowie der beruflichen Schulen des Alb-Donau-Kreises gewinnt das Arbeitsbündnis einen essentiellen Baustein hinzu.