29.11.2019 | Presseinfo Nr. 58

Weniger Arbeitslose bei konstanter Quote

Der Arbeitsmarkt im November

Im November ging im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm die Zahl arbeitsloser Menschen leicht zurück. 7 251 Frauen und Männer waren auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, 101 weniger als im Oktober. Damit blieb die Arbeitslosenquote konstant bei 2,4 Prozent. In Baden-Württemberg ist das weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote. „Für einen November beobachten wir einen eher geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit", berichtet Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm und ergänzt: „Insgesamt bleibt die Arbeitslosigkeit auf sehr niedrigem Niveau. Jedoch zeigt der Vorjahresvergleich eine nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt." Zum November des vergangenen Jahres stieg die Zahl arbeitsloser Menschen um 557 Personen.

Mit 1 149 Stellen wurden der Arbeitsagentur im November 143 weniger als vor vier Wochen gemeldet. Der Stellenbestand verringerte sich um 289 auf 4 742 offene Arbeitsangebote. „Seit Februar geht die Zahl der offenen Stellen zurück", berichtet der Agenturleiter. „Der stärkste Rückgang ist im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung zu beobachten, mit einigem Abstand folgen der Handel und das Verarbeitende Gewerbe."

Entwicklung in den Rechtskreisen

Die nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt zeigt sich im Wesentlichen im Bereich der konjunktursensiblen Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur). Hier waren im November 4 113 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 38 mehr als im Oktober und 713 mehr als vor einem Jahr. Im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter) waren 3 138 Menschen arbeitslos, 139 weniger als im Vormonat und 156 Personen weniger als im Vorjahr.

Zu den Personengruppen

Männer. 4 014 Männer waren im November arbeitslos. Fünf mehr als im Vormonat, 498 mehr als im Vorjahr.

Frauen. Zum Vormonat ist die Zahl arbeitsloser Frauen um 106 gesunken, zum Vorjahr um 59 gestiegen. Insgesamt waren 3 237 Frauen arbeitslos.

Langzeitarbeitslose. Ihre Zahl ist zum Vormonat um 15 auf 1 408 Menschen gesunken. Zum November des Vorjahres waren es 103 Personen weniger, die länger als zwölf Monate ohne Arbeit waren.

Schwerbehinderte. Im November waren 374 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Das sind zehn Frauen und Männer weniger als im Vormonat und 40 weniger als im Vorjahr. „Menschen mit Behinderung sind oft gut qualifizierte Fachkräfte. Sie sind ein unverzichtbarer Baustein zur Fachkräftesicherung", verdeutlicht Auch und empfiehlt Arbeitgebern, für künftige Einstellungen vermehrt behinderte Bewerber in die Auswahl zu nehmen. „Um die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben zu realisieren, kann die Arbeitsagentur finanziell und technisch sehr vieles ermöglichen", informiert der Agenturleiter mit Verweis auf den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember.

Über 50-Jährige. Innerhalb dieser Personengruppe blieb die Arbeitslosigkeit mit 2 420 ältere Frauen und Männer zum Vormonat unverändert. Zum Vorjahr waren es 183 mehr.

Unter 25-Jährige. Bei den jungen Frauen und Männern ging die Arbeitslosigkeit um 85 Personen zurück. Gegenüber dem Vorjahreswert stieg die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen um 102. Die Jugendarbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 2,0 Prozent.

Ausländer. Ihre Zahl verringerte sich zum Vormonat um 36 auf 2 696 Frauen und Männer. Zum Vorjahr nahm die Anzahl um 310 Menschen zu. Unter den Personenkreis ausländischer arbeitsloser Menschen fallen auch arbeitslose Flüchtlinge.

Die Arbeitskräftenachfrage

Regionale Arbeitgeber meldeten im November mit 1 149 Zugängen 143 Arbeitsstellen weniger als im Oktober. Dabei sind über nahezu alle Wirtschaftszweige Zuwächse zu beobachten, auf der anderen Seite gingen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassungen 232 Meldungen weniger ein. Der Stellenbestand sank zum Vormonat um 502 Offerten auf 4 742 offene Arbeitsangebote. Zum Vorjahresmonat sind das 1 402 Stellen oder rund ein Fünftel weniger. In diesem Zeitraum ist ein Rückgang über die meisten Wirtschaftszweige hinweg zu beobachten. Ausnahmen sind das Baugewerbe und Öffentliche Verwaltungen. Nach Qualifikation betrachtet, sank der Bestand an Helferstellen in den vergangenen zwölf Monaten um 30,7 Prozent, Fachkräftestellen um 23,7 Prozent, Stellen für Experten und Spezialisten um 11,8 Prozent.

Agenturbezirk Ulm im Landesvergleich

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm blieb die Arbeitslosenquote mit 2,4 Prozent konstant zum Vormonat und somit weiter die niedrigste im Land. Zum Vorjahr stieg die Quote um 0,2 Prozentpunkte. In Baden-Württemberg ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte leicht zurück auf 3,1 Prozent. Zum Vorjahreswert ist das ein Anstieg 0,1 Prozentpunkte.

Zu den Landkreisen im Agenturbezirk

Biberach. Im Landkreis Biberach blieb die Arbeitslosenquote mit 1,9 Prozent trotz geringfügigem Anstieg der Arbeitslosigkeit konstant. „Der Biberacher Arbeitsmarkt zeigt sich robust, die Quote blieb unter der Zwei-Prozentmarke. Das ist unter den Kreisen in Baden-Württemberg herausragend", unterstreicht der Agenturleiter. Im November waren 2 292 Frauen und Männer arbeitslos, 22 mehr als im Oktober und 127 mehr als im Vorjahresmonat. Die Agentur für Arbeit in Biberach betreute 1 412 Menschen (Vorjahr: 1 157), das Jobcenter des Landkreises Biberach 880 Frauen und Männer (Vorjahr: 1 008).

Alb-Donau-Kreis. Im Landkreis Alb-Donau blieb die Arbeitslosenquote mit 2,3 Prozent unverändert. „Nach dem Landkreis Biberach ist das die zweitniedrigste Quote in Baden-Württemberg", betont Mathias Auch. 2 594 Menschen waren im November arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (1 559) und das Jobcenter (1 035) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum Vormonat sind das zehn Personen weniger, zum Vorjahr 307 mehr.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 2 365 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 142) und das Jobcenter (1 223) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. 113 arbeitslose Menschen weniger als im Oktober, 105 mehr als im November letzten Jahres. Entsprechend sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote im Ulmer Stadtgebiet bei 3,1 Prozent.

Weitere Informationen aus dem Bereich der Grundsicherung:

Die Entwicklung im Bereich des Jobcenters Alb-Donau

Die aktuellsten Daten aus der Grundsicherungsstatistik stammen vom August 2019 und weisen für den Alb-Donau-Kreis 2 059 Bedarfsgemeinschaften aus. 2 880 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 1 550 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte bezogen Leistungen aus der Grundsicherung.

Die Entwicklung im Bereich des Jobcenters Ulm

Im Stadtgebiet Ulm gab es im August 2 848 Bedarfsgemeinschaften. 3 728 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 1 803 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte bezogen Leistungen aus der Grundsicherung.

Im Kreis Biberach werden die SGB-II-Kunden in alleiniger Zuständigkeit vom Landkreis betreut. Im Landkreis Biberach gab es im August 2 049 Bedarfsgemeinschaften. 2 779 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 1 430 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte bezogen Leistungen aus der Grundsicherung.