03.01.2020 | Presseinfo Nr. 1

Den dritten Monat in Folge 2,4 Prozent

Der Arbeitsmarkt im Dezember

Im letzten Monat des Jahres 2019 nahm die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm leicht zu. Im Dezember waren 7 414 Menschen arbeitslos, 163 mehr als im November. „Dass die Arbeitslosigkeit etwas zunimmt, ist für einen Dezember eine übliche Entwicklung", berichtet Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. Auf die Arbeitslosenquote hatte die Zunahme keine Auswirkung. „Den dritten Monat in Folge liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent. Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich zu Beginn der kalten Jahreszeit robust", fährt Auch fort. In Baden-Württemberg lag die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent und stieg somit zum Vormonat um 0,1 und zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte. „Der Agenturbezirk mit der niedrigsten Arbeitslosenquote im Land ist Ulm", hält Auch fest. Doch wie schon in den letzten Monaten zeige sich im Vorjahresvergleich eine nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt, so Auch. Zum Dezember des letzten Jahres stieg die Arbeitslosigkeit im Bezirk um 599 Personen oder um 8,8 Prozent.

Am Stellenmarkt zeigte sich eine uneinheitliche Entwicklung. Während der Stellenbestand weiter abnahm, war im Berichtsmonat beim Stellenzugang wiederum ein leichtes Plus zu verzeichnen. In Zahlen: Regionale Arbeitgeber meldeten 1 169 neue Stellen, zwanzig mehr als vor vier Wochen. Der Stellenbestand umfasste mit insgesamt 4 418 offenen Arbeitsangeboten 324 weniger als im November.

Entwicklung in den Rechtskreisen

Im Bereich der konjunktursensiblen Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur) waren im Dezember 4 226 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 113 mehr als im November und 702 mehr als vor einem Jahr. Im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter) waren 3 188 Menschen arbeitslos, 50 mehr als im Vormonat und 103 Personen weniger als im Vorjahr.

Zu den Personengruppen

Männer. 4 193 Männer waren im Dezember arbeitslos. 179 mehr als im Vormonat, 520 mehr als im Vorjahr.

Frauen. Zum Vormonat ist die Zahl arbeitsloser Frauen um 16 gesunken, zum Vorjahr um 79 gestiegen. Insgesamt waren 3 221 Frauen arbeitslos.

Langzeitarbeitslose. Ihre Zahl ist zum Vormonat um 17 auf 1 425 Menschen gestiegen. Zum Dezember des Vorjahres sind das 52 Personen weniger, die länger als zwölf Monate ohne Arbeit waren.

Schwerbehinderte. Im Dezember waren 380 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Das sind sechs Frauen und Männer mehr als im Vormonat und 27 weniger als im Vorjahr.

Über 50-Jährige. Innerhalb dieser Personengruppe stieg die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 50 auf 2 470 ältere Frauen und Männer an. Zum Vorjahr waren es 179 mehr.

Unter 25-Jährige. Bei den jungen Frauen und Männern ging die Arbeitslosigkeit um zwanzig auf 801 Personen zurück. Gegenüber dem Vorjahreswert stieg die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen um 113. Die Jugendarbeitslosenquote blieb wie im Vormonat bei 2,2 Prozent. Im Dezember letzten Jahres lag die Arbeitslosenquote bei 1,9 Prozent.

Ausländer. Ihre Zahl stieg zum Vormonat um 63 auf 2 759 Frauen und Männer. Zum Vorjahr nahm die Anzahl um 246 Menschen zu. Unter den Personenkreis ausländischer arbeitsloser Menschen fallen auch arbeitslose Flüchtlinge.

Die Arbeitskräftenachfrage

Regionale Arbeitgeber meldeten im Dezember mit 1 169 Zugängen zwanzig Arbeitsstellen mehr als im November und 277 weniger als vor einem Jahr. Der Stellenbestand sank zum Vormonat um 324 Offerten auf 4 418 offene Arbeitsangebote. Zum Vorjahresmonat sind das 1 533 Stellen oder rund ein Viertel weniger. Dieser Rückgang sei insbesondere auf industrielle Bereiche, wie dem Maschinenbau oder dem Automotivsektor zurückzuführen. In anderen Bereichen sei der Kräftebedarf konstant geblieben oder gar angestiegen. Als Beispiele nannte Auch das Handwerk, die Alten- und Krankenpflege sowie Teile im Dienstleistungsbereich.

Agenturbezirk Ulm im Landesvergleich

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm blieb die Arbeitslosenquote mit 2,4 Prozent konstant zum Vormonat und somit weiter die niedrigste im Land. Zum Vorjahr stieg die Quote um 0,1 Prozentpunkte. In Baden-Württemberg lag die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent und stieg somit um 0,1 und zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte.

Zu den Landkreisen im Agenturbezirk

Biberach. Im Landkreis Biberach stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent. Im Dezember waren 2 348 Frauen und Männer arbeitslos, 56 mehr als im November und 233 mehr als im Vorjahresmonat. „Trotz des Anstiegs bleibt Biberach der Landkreis in Baden-Württemberg mit der geringsten Arbeitslosenquote", unterstreicht der Agenturleiter. Die Agentur für Arbeit in Biberach betreute 1 434 Menschen, das Jobcenter des Landkreises Biberach 914 Frauen und Männer.

Alb-Donau-Kreis. Im Landkreis Alb-Donau blieb die Arbeitslosenquote mit 2,3 Prozent unverändert. Nach dem Landkreis Biberach ist das die zweitniedrigste Quote in Baden-Württemberg. 2 678 Menschen waren im Dezember arbeitslos und über die Agentur für Arbeit (1 638) und das Jobcenter (1 040) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum Vormonat sind das 84 Personen, zum Vorjahr 282 mehr.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 2 388 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 154) und das Jobcenter (1 234) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle.

Das sind 23 arbeitslose Menschen mehr als im November, 157 mehr als im Dezember letzten Jahres. Die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 3,3 Prozent. Im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote im Ulmer Stadtgebiet bei 3,2 Prozent.

Weitere Informationen aus dem Bereich der Grundsicherung:

Die Entwicklung im Bereich des Jobcenters Alb-Donau

Die aktuellsten Daten aus der Grundsicherungsstatistik stammen vom September 2019 und weisen für den Alb-Donau-Kreis 2 034 Bedarfsgemeinschaften aus. 2 857 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 1 551 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte bezogen Leistungen aus der Grundsicherung.

Die Entwicklung im Bereich des Jobcenters Ulm

Im Stadtgebiet Ulm gab es im September 2 813 Bedarfsgemeinschaften. 3 656 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 1 797 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte bezogen Leistungen aus der Grundsicherung.

Im Kreis Biberach werden die SGB-II-Kunden in alleiniger Zuständigkeit vom Landkreis betreut. Im Landkreis Biberach gab es im September 2 040 Bedarfsgemeinschaften. 2 736 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 1 395 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte bezogen Leistungen aus der Grundsicherung.