03.07.2020 | Presseinfo Nr. 49

Telefonaktionstag und Ausbildungsmarkt

#ZukunftKlarmachen

Die Resonanz auf den gestrigen Telefonaktionstag der Agentur für Arbeit Ulm war groß. Weit über hundert Jugendliche nutzten das Angebot, um sich über Ausbildung und Studium zu informieren. „Der Telefonaktionstag hat sich unter den gegebenen Kontakteinschränkungen als das richtige Angebot zur richtigen Zeit erwiesen. Hier wollen wir anknüpfen“, berichtet Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm und verrät, dass Mitte September eine Last-Minute Aktion geplant ist.

Alle Berufsberater der Agentur für Arbeit in Ulm, Biberach und Ehingen waren gestern in der Hotline eingeloggt, nahezu jeder Anruf konnte angenommen werden. Neben der Berufswahl gab es viele praktische Tipps, beispielsweise zu Bewerbungsschreiben, zu Vorstellungsgesprächen, zur Ausbildungsstellenvermittlung oder zu möglichen Auslandsaufenthalten. „Mit der Aktion sind wir sehr zufrieden. So konnten wir vielen Anrufern bei ihren Fragen rund um die Studien- und Berufswahl weiterhelfen“, resümiert Mathias Auch. Wer gestern nicht anrufen konnte, hat weiter die Möglichkeit, über die Berufsberatungshotline (0731 160-777) einen Termin zu vereinbaren oder offene Fragen beantwortet zu bekommen.

Zum Ausbildungsmarkt

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm meldeten sich seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres 2 509 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 89 oder 3,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. „Auf Grund der Auswirkungen von Corona auf den Kundenkontakt, ist momentan von einer unterzeichneten Zahl an Ausbildungs- und Studienplatzsuchenden auszugehen“, erklärt der Agenturleiter.

Zugleich meldeten regionale Ausbildungsbetriebe 3 648 Lehrstellen oder duale Studienplätze. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 440 oder 10,8 Prozent weniger Angebote. Im März, dem letzten Berichtsmonat vor der Pandemie, lag das Minus bei den Ausbildungsstellen bei 9,4 Prozent. „Bereits vor der Pandemie waren strukturelle Auffälligkeiten zu erkennen, die nun auf Corona treffen“, gibt Mathias Auch zu verstehen. Dies führe zu einer Dualität der Effekte, die mitunter auch den Ausbildungsmarkt im Agenturbezirk beeinflusse, so Auch.

Die Beobachtungen des Stützpunkts Baden-Württemberg des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstreichen diese Einschätzung. Das Forschungsinstitut rechnet mit 10 Prozent weniger Ausbildungsstellen im Land bis zum 30. September 2020. Dazu Mathias Auch: „Hinsichtlich Fachkräftesicherung spielt Ausbildung immer eine zentrale Rolle. Nach der Krise wird wieder vom Fachkräftebedarf die Rede sein“, betont Mathias Auch.

Am regionale Ausbildungsmarkt waren Ende Juni 1 060 Bewerber noch unversorgt und 1 500 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Rein rechnerisch kamen auf jeden unversorgten Bewerber 1,45 offene Ausbildungsstellen. Zur selben Zeit im Vorjahr waren es 957 unversorgte Bewerber, für die noch 1 660 offene Ausbildungsstellen zur Verfügung standen.

Mathias Auch appelliert gleichermaßen an Ausbildungssuchende wie Ausbildungsbetriebe, sich bei der der Agentur für Arbeit zu melden. Ein Gespräch mit den Berufsberatern kann über die regionale Berufsberatungshotline unter 0731 160-777 vereinbart werden. Freie Ausbildungsstellen können Betriebe dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Ulm über die lokale Hotline mit der Nummer 0731 160-666 angeben.