28.02.2020 | Presseinfo Nr. 17

Robuster Arbeitsmarkt im Februar

Der Arbeitsmarkt im Februar

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm sank die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer wieder unter die 8 000er-Marke. Mit 7 966 Personen waren im Februar 203 oder 2,5 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Januar. In Baden-Württemberg sank die Arbeitslosigkeit um 1,4 Prozent. „Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar ist durchaus üblich, heuer fällt er recht deutlich aus", sagt Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. Diese Entwicklung führt Auch nicht zuletzt auf die milde Witterung zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent. Vor zwölf Monaten lag die Quote bei 2,5 Prozent. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote aller Agenturbezirke in Baden-Württemberg blieb unverändert bei 3,5 Prozent, zum Vorjahr waren es 0,3 Prozentpunkte mehr.

Auch der Stellenmarkt entwickelte sich im Februar positiv. Die Zahl neu gemeldeter Stellen legte deutlich zu und lag mit 1 308 Meldungen 393 Angebote über dem Januarwert. Der Bestand lag im Februar mit 4 349 gemeldeten Arbeitsplätzen 2,1 Prozent oder 90 Stellen über dem Vormonatswert. „Erstmals seit einem Jahr ist damit ein Plus im Vormonatsvergleich zu verzeichnen. Der Negativtrend beim Stellenbestand ist vorerst gestoppt", betont der Agenturleiter.

Entwicklung in den Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagentur) waren im Februar 4 766 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 119 weniger als im Januar und 756 mehr als vor einem Jahr. Im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter) waren 3 200 Menschen arbeitslos, 84 weniger als im Vormonat und 226 Personen weniger als im Vorjahr.

Zu den Personengruppen

Männer. 4 653 Männer waren im Februar ohne Arbeit. 105 weniger als im Vormonat und 459 mehr als im Februar des Vorjahres.

Frauen. Ihre Zahl ist zum Vormonat um 98 auf 3 313 gesunken. Zum Vorjahr waren es 71 mehr.

Unter 25-Jährige. Zum Jahresbeginn waren 918 junge Erwachsene ohne Beschäftigung. Die Zahl ist zum Vormonat um 47 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr um hundert. Die Jugendarbeitslosenquote stieg zum Vormonat um 0,1 auf 2,5 Prozent. Vor einem Jahr lag die Jugendarbeitslosenquote bei 2,3 Prozent.

Ältere. 2 656 arbeitslose Frauen und Männer waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl sank zum Vormonat um 54 und stieg zum Vorjahr um 179.

Langzeitarbeitslose. 1 464 Menschen waren zum Stichtag zwölf Monate oder länger arbeitslos. Das sind 40 weniger als im Januar und 44 weniger als zur selben Zeit im Vorjahr.

Schwerbehinderte Menschen. 387 schwerbehinderte Menschen sind im Agenturbezirk Ulm ohne Arbeitsstelle. Drei weniger als im Januar und 21 weniger als vor einem Jahr.

Ausländer. Ihre Zahl sank mit 2 911 Frauen und Männern zum Vormonat um 117. Zum Vorjahr sind 135 mehr. Unter den Personenkreis ausländischer arbeitsloser Menschen fallen auch arbeitslose Flüchtlinge.

Die Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitgeber im Agenturbezirk Ulm meldeten 1 308 neue Stellenangebote, 393 mehr als im Januar, jedoch 756 weniger als vor einem Jahr. Mehr Personalbedarf meldeten neben den Personaldienstleistern vor allem das Baugewerbe, der Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistung, der Handel sowie das Gesundheits- und Sozialwesen. Nach zwölf Monaten rückläufiger Entwicklung wuchs der Stellenbestand im Februar wieder an, und zwar um 90 auf 4 349 offene Arbeitsangebote. Zum Vormonat ist die Entwicklung positiv, zum Vorjahre zeigt sich weiterhin ein Einbruch. Unverändert blieb, dass Personal hauptsächlich auf Fachkraftniveau oder darüber gesucht wird. Lediglich 16,1 Prozent der offenen Stellen waren auf Helferniveau.

Agenturbezirk Ulm im Landesvergleich

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm ging die Arbeitslosenquote im Februar um 0,1 auf 2,6 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote bei 2,5 Prozent. In Baden-Württemberg blieb die Arbeitslosenquote mit 3,5 Prozent zum Vormonat unverändert. Zum Vorjahr stieg die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte. Die niedrigste Arbeitslosenquote unter den 19 Agenturbezirken in Baden-Württemberg weist Ulm aus.

Zu den Landkreisen im Agenturbezirk

Biberach. Der Landkreis Biberach erzielte in diesem Monat mit 2,2 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote aller Kreise im Land. Mit 2 558 Frauen und Männern waren 62 Menschen weniger arbeitslos als vor vier Wochen und 209 mehr als vor einem Jahr. Die Agentur für Arbeit in Biberach betreute 1 606 Menschen (minus 103), das Jobcenter des Landkreises Biberach 952 Frauen und Männer (plus 41). Im Februar 2019 lag die Arbeitslosenquote bei 2,0 Prozent.

Alb-Donau-Kreis. 2 907 Menschen waren im Februar arbeitslos und über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind 65 Menschen weniger als vor vier Wochen. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Alb-Donau ging um 0,1 auf 2,5 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit um 183 Personen, die Quote um 0,1 Prozentpunkte.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 2 501 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 305) und das Jobcenter (1 196) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum Januar sind das 76 Frauen und Männer weniger. Zum Vorjahresmonat waren es 138 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote sank im Februar um 0,1 auf 3,5 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor.

Weitere Informationen aus dem Bereich der Grundsicherung:

Die Entwicklung im Bereich des Jobcenters Alb-Donau

Die aktuellsten Daten aus der Grundsicherungsstatistik stammen vom November 2019 und weisen für den Alb-Donau-Kreis 2 024 Bedarfsgemeinschaften aus. 2 835 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 1 551 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte bezogen Leistungen aus der Grundsicherung.

Die Entwicklung im Bereich des Jobcenters Ulm

Im Stadtgebiet Ulm gab es im November 2 749 Bedarfsgemeinschaften, 3 582 er-werbsfähige Leistungsberechtigte und 1 797 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit Leistungen aus der Grundsicherung.

Im Kreis Biberach werden die SGB-II-Kunden in alleiniger Zuständigkeit vom Landkreis betreut. Im Landkreis Biberach gab es im Oktober 2 001 Bedarfsgemeinschaften. 2 684 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 1 400 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte bezogen Leistungen aus der Grundsicherung.