29.10.2021 | Presseinfo Nr. 50

Teilzeitausbildung – keine halbe Sache!

Infoveranstaltungen am 11.11.21 in Cloppenburg und Vechta.

Arbeiten in Teilzeit - dieses Arbeitszeitmodell ist den meisten bekannt. Es ist aber auch möglich, eine duale Ausbildung in Teilzeit zu machen. Mit der Teilzeitausbildung sollen mehr Menschen die Chance auf eine Berufsausbildung haben. Besonders dann, wenn aufgrund persönlicher Umstände eine Ausbildung in Vollzeit nicht möglich ist. Seit 2020 steht die Möglichkeit der Teilzeitausbildung nun allen Auszubildenden offen. Denn bis dahin musste für die Teilzeitausbildung ein Grund wie beispielsweise Kinderbetreuung, Pflege eines Angehörigen oder gesundheitliche Einschränkungen vorliegen.

Doch wie läuft eine Teilzeitausbildung eigentlich ab? Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen? Und wie sieht es finanziell dabei aus?

Die Arbeitsmarktexpertinnen Katharina Drees (Jobcenter Vechta), Anja Komossa (Jobcenter Cloppenburg) und Stefanie Rolfes-Gröninger (Agentur für Arbeit Vechta) geben Antworten auf diese Fragen in zwei Informationsveranstaltungen am 11. November 2021. Die erste Veranstaltung findet von 09:00 bis 11:00 Uhr im Sitzungssaal der Agentur für Arbeit Vechta (Raum 2.02) in der Rombergstraße 51 statt, die zweite von 15:00 bis 17:00 Uhr in der Agentur für Arbeit Cloppenburg (Raum 2.13) am Pingel-Anton-Platz 5. Beide werden in hybrider Form angeboten. Das bedeutet, dass die Teilnehmenden wahlweise direkt vor Ort in Präsenz dabei sein können oder sich digital via Skype zuschalten können. Die Skype-Zugangsdaten werden bei der Wahl der digitalen Teilnahme nach der Anmeldung per E-Mail zugeschickt. Anmeldungen sind per E-Mail an jobcenter-vechta.bca@jobcenter-ge.de möglich. Hier sollten auch Angaben zur gewünschten Veranstaltungszeit und –form gemacht werden. Anmeldeschluss ist der 09. November 2021.

Wegen ihrer Flexibilität bringt die duale Ausbildung in Teilzeit für alle Beteiligten vielfältige Vorteile mit sich. Sie bietet insbesondere die Möglichkeit, Familie und Ausbildung miteinander zu vereinbaren. Mütter und Väter, die ihre bereits begonnene Ausbildung aufgrund Elternschaft unterbrochen haben, können diese wiederaufnehmen und abschließen. Berufsrückkehrende, die sich nach Erziehungs- oder Pflegezeiten eine neue Perspektive aufbauen wollen, können dies ebenso mit einer Teilzeitausbildung tun. Und auch Menschen, die erstmalig einen Berufsabschluss anstreben und gleichzeitig ihren familiären Pflichten nachkommen wollen, erhalten so eine Chance.

Für Betriebe bietet sie die Möglichkeit, weitere Ausbildungspotenziale zu erschließen. Aufgrund ihrer familiären Verantwortung oder individuellen Lebensumstände zeichnen sich Teilzeitauszubildende häufig durch ihre besondere Zuverlässigkeit, Motivation, Selbstständigkeit und Lebenserfahrung aus. Zudem gelten in Teilzeit ausbildende Unternehmen wegen ihrer sozialen Einstellung als familienfreundlich und damit als attraktiv für Ausbildungsinteressierte und ausgebildete Fachkräfte. Außerdem vergrößert die Teilzeitausbildung die Chancen, dringend benötigten Fachkräftenachwuchs zu gewinnen bzw. im Unternehmen zu halten.