01.02.2022 | Presseinfo Nr. 7

Rems-Murr-Arbeitsmarkt im Januar

In den letzten vier Wochen erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im Rems-Murr-Kreis um 396 auf 9.054 Personen. Die Quote nahm um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent zu. Eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen zum Jahreswechsel ist laut der Leiterin der Waiblinger Agentur für Arbeit Christine Käferle eine jährlich wiederkehrende Entwicklung. „Zum Jahresende laufen viele Arbeitsverhältnisse aus, während Neueinstellungen häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Dies führt in jedem Jahr dazu, dass die Arbeitslosigkeit im Januar vorübergehend ansteigt“, erläutert sie.  Da der saisonbedingte Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringer ausfällt, bewertet Sie die aktuellen Zahlen sehr positiv.
 

1.068 Personen – 332 mehr als im Vormonat – meldeten sich zum Jahresbeginn aufgrund der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses bei der Agentur für Arbeit Waiblingen oder dem Jobcenter Rems-Murr arbeitslos. Da Neueinstellungen laut Arbeitsagentur von den Unternehmen häufig erst im Frühjahr vorgenommen werden, konnten im letzten Monat lediglich 541 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. 324 weitere bislang arbeitslosgemeldete Männer und Frauen begannen eine Aus- oder Weiterbildung.

Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt zeigt sich laut Käferle besonders deutlich im Vergleich zum Vorjahr. „Im Januar letzten Jahres waren im Bezirk noch 2.300 Arbeitslose mehr gemeldet, also über 20 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag mit 4,7 um 1,0 Prozentpunkte höher“, hebt sie hervor.

Da der Großteil der Arbeitslosmeldungen im Januar direkt im Anschluss an ein Beschäftigungsverhältnis erfolgte, war von der zunehmenden Arbeitslosigkeit überwiegend der Bereich der Arbeitslosenversicherung betroffen (+ 293 Personen). Die Zahl derjenigen Arbeitslosen, die Leistungen zur Grundsicherung vom Jobcenter beziehen, nahm zum Vormonat um 103 Personen zu.

Derzeit erhalten 4.112 arbeitslose Männer und Frauen Arbeitslosengeld I von der Waiblinger Agentur für Arbeit, 4.942 Personen werden vom Jobcenter Rems-Murr betreut.

Mit dem aktuellen Anstieg der Arbeitslosigkeit liegt der Rems-Murr-Kreis im landesweiten Trend. In Baden-Württemberg stieg die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf derzeit 3,6 Prozent.

 „Für gewöhnlich halten sich viele Unternehmen bei der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Jahresbeginn noch zurück. In diesem Jahr meldeten uns die Arbeitgeber aus dem Rems-Murr-Kreis hingegen fast genauso viele neue Stellen wie im Monat zuvor“, teilt Käferle einen weiteren positiven Aspekt bezüglich der aktuellen Arbeitsmarktlage mit. „Auch die Tatsache, dass bei uns kreisweit derzeit 90 Prozent mehr freie Stellen gemeldet sind als vor einem Jahr, macht den Fachkräftebedarf deutlich“, ergänzt sie.

Zu finden sind die über 3.200 Jobangebote unter www.arbeitsagentur.de/jobsuche.

Ausbildung ist und bleibt zentraler Pfeiler der Fachkräftesicherung

Die passende Ausbildung oder auch die geeignete weiterführende Schule zu finden, stellt die jungen Menschen vor große Herausforderungen – gerade in der Pandemiesituation. Für die Jugendlichen, die noch keinen konkreten Plan haben, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll, ist es wichtig das Vorgehen frühzeitig zu besprechen. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit Waiblingen beantworten gerne alle Fragen rund um die Berufswahl, beispielsweise Ausbildungssuche, weiterführende Schulen und Überbrückungsmöglichkeiten.

Die eigenen Interessen und Fähigkeiten einzuschätzen und sich mit der Vielfalt der Ausbildungsoptionen auseinanderzusetzen, ist ein wichtiger Schritt für eine passende und zukunftsweisende Entscheidung. Die Berufsberatung unterstützt Jugendliche dabei den persönlichen Weg zu finden.

Eine Kontaktaufnahme ist montags bis donnerstags von 10:00 bis 15:00 Uhr über den BiZ-Call: 07151 9519-902 möglich.

Alternativ melden sich Ratsuchende per E-Mail unter Waiblingen.Berufsberatung@arbeitsagentur.de.

Eine gute Vorbereitung auf das Beratungsgespräch bietet Check-U – das Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit.

www.arbeitsagentur.de/bildung/welche-ausbildung-welches-studium-passt