10.12.2020 | Presseinfo Nr. 63

Ausbildungsprämie für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Jetzt Antrag stellen!

Die aktuelle Situation erschwert es vielen Betrieben und Unternehmen junge Menschen weiter auszubilden, um den Fachkräftebedarf von morgen zu sichern. Daher hat die Bundesregierung das Programm „Ausbildungsplätze sichern“ ins Leben gerufen. Damit sollen in dualen anerkannten Ausbildungsberufen ausbildende Unternehmen unterstützt und motiviert werden, wie in den Jahren zuvor, weiter auszubilden, zusätzlich auszubilden oder junge Menschen bei der Fortführung ihrer Ausbildung zu unterstützen.  Dies gilt auch für Einrichtungen in den Sozial- und Gesundheitsberufen, die in bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen ausbilden.

Laut einer Auswertung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vom 24. November 2020 kennen nur ungefähr 50% der potentiell anspruchsberechtigten Betriebe das Förderprogramm und 27 Prozent dieser Betriebe geben an, Ihre Förderberechtigung nicht einschätzen zu können.

Die Förderung können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beantragen, die in erheblichem Umfang von der Corona-Krise betroffen sind. Als KMU gelten Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente).  Dabei wird mit Stichtag 29.02.2020 rechnerisch ermittelt, wie viele Vollzeitäquivalente sich aus der Summe aller Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten ergeben.

Es werden kleine und mittelständische Unternehmen gefördert, die:

  • ihr Ausbildungsniveau ohne Einschränkung halten (Ausbildungsprämie)
  • ihre Ausbildungsleistungen erhöhen (Ausbildungsprämie plus)
  • trotz eines erheblichen Arbeitsausfalls (KUG) uneingeschränkt weiter ausbilden (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung)
  • Auszubildende von pandemiebedingt insolventen anderen Betrieben bis zum Ausbildungsabschluss übernehmen (Übernahmeprämie) oder
  • zeitweise Auszubildende übernehmen, deren Ausbildungsbetrieb für einen gewissen Zeitraum die Ausbildung unterbrechen muss (Auftrags- und Verbundausbildung). Diese Abwicklung erfolgt nicht durch die Agentur für Arbeit.

Im Rems-Murr-Kreis haben bisher schon Arbeitgeber aus unterschiedlichen Branchen einen Antrag auf Förderung bei der Agentur für Arbeit Waiblingen gestellt, wie beispielsweise aus dem Verarbeitenden Gewerbe, der Veranstaltungsbranche, der Gastronomie, aber auch aus dem Gesundheitsbereich. „Die Ausbildungsprämie soll nicht nur den Fachkräftebedarf der Unternehmen decken, sie soll auch den jungen Menschen nach Ende ihrer Schulzeit den Weg in den Berufseinstieg sichern. Schulabgängerinnen und Schulabgängern sollen durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie keine Nachteile entstehen“ so die Leiterin der Agentur für Arbeit Waiblingen Christine Käferle.

Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum vom 01.August 2020 bis 15. Februar 2021 beginnen. Entscheidend ist hier der Beginn der Ausbildung, nicht der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Es kann also auch eine Ausbildungsprämie beantragt werden, wenn der Vertrag bereits letztes Jahr geschlossen wurde. Die Antragstellung ist spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit zu stellen (Ausschlussfrist).

Für das Programm wurden 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Programm endet aktuell am 30. Juni 2021.

Ausbildungsbetriebe können einfach und ohne großen Aufwand  prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Ausbildungsprämie vorliegen. Unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern stehen alle Informationen und Antragsformulare zum Download zur Verfügung.

Die Arbeitgeber in der Rems-Murr-Region können sich für weiterführende Informationen an den Arbeitgeber-Service wenden, entweder per E-Mail an Waiblingen.141-Arbeitgeber-Service@arbeitsagentur.de, direkt bei ihrer/-m zuständigen Ansprechpartner/-in oder über die Arbeitgeberhotline 0800 45555 20.