01.12.2020 | Presseinfo Nr. 59

Der Arbeitsmarkt im November

 
 Im November ist die Zahl der Arbeitslosen im Rems-Murr-Kreis um 406 Personen (- 3,6 Prozent) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Auch landesweit ging die Arbeitslosigkeit leicht (0,1 Prozentpunkte) zurück, die Arbeitslosenquote liegt hier bei 4,2 Prozent. „Die Zahlen bei Zu- und Abgängen aus Erwerbstätigkeit befinden sich trotz der Einschränkungen auf einem stabilen Niveau. Die Abmeldungen in Erwerbstätigkeit liegen im November über dem Vorjahresniveau“, so die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Christine Käferle.
 

2.126 Personen meldeten sich im November arbeitslos, mehr Personen – nämlich 2.525 - konnten sich im gleichen Zeitraum aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Zum Monatsende waren bei der Arbeitsagentur Waiblingen und dem Jobcenter Rems- Murr insgesamt 10.802 Arbeitslose gemeldet, 406 weniger als im Vormonat. „Besonders erfreulich ist der überdurchschnittliche Rückgang bei der Anzahl von jungen Menschen unter 25 Jahren um 11,7%. Die Arbeitslosigkeit Jugendlicher sinkt auf 3,5% und liegt damit deutlich unter der Quote aller von Arbeitslosigkeit betroffener Menschen“, so Christine Käferle.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit vollzog sich im November nahezu ausschließlich im Rechtskreis der Arbeitsagentur (- 351 Personen). Beim Jobcenter nahm die Zahl der arbeitslos Gemeldeten dagegen nur leicht ab (-55). 55,4 Prozent der im Bezirk gemeldeten Männer und Frauen werden derzeit von der Agentur für Arbeit betreut (5.986), 44,6 Prozent erhalten Leistungen zur Grundsicherung vom Jobcenter Rems- Murr (4.816).

Anlässlich des Woche der Menschen mit Behinderung vom 30.11.2020 – 04.12.2020 weist Frau Käferle daraufhin, dass „Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Menschen mit Behinderung sind überdurchschnittlich motiviert und bringen in der Regel eine qualifizierte Ausbildung mit. Es ist lohnenswert sich von den vielfältigen Kompetenzen dieser Menschen zu überzeugen und Beschäftigungsmöglichkeiten im Unternehmen zu bieten. Sie sind eine Bereicherung für Unternehmen und Betriebe“ so Frau Käferle.

Im November sind im Rems-Murr-Kreis 596 Schwerbehinderte arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat ist dies ein Zuwachs um 1,9 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es 21,1 Prozent mehr. Schon unter regulären Arbeitsmarktbedingungen fällt es behinderten Menschen schwerer, sich am Arbeitsmarkt zu etablieren. Die Corona-Pandemie hat diese Situation noch verschärft. „Gut qualifizierte Arbeitsuchende mit Behinderung tragen jedoch zur Fachkräftesicherung im Unternehmen bei. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Arbeitgeber-Service und im Reha-Team bieten kompetente Beratung bei Fragen zur Beschäftigung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, helfen bei der Organisation und zeigen finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten auf“ betont Christine Käferle. Interessierte Unternehmen können sich telefonisch an die Hotline des Arbeitgeberservice 0800 4 5555 20 wenden, eine E-Mail an Waibingen.161-Reha@arbeitsagentur oder Waiblingen.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de senden oder sich auf der Internetseite der Agentur für Arbeit www.arbeitsagentur.de/m/inklusion  informieren.

Im November wurden der Arbeitsagentur und dem Jobcenter mit 650 Angeboten gut 10 Prozent mehr Stellen gemeldet als im Vormonat. Im Vergleich zum November des Vorjahres waren dies 37 Stellen (-5,4 Prozent) weniger. Insgesamt sind im November noch knapp 2.000 Stellen im Bestand. Gesucht werden Arbeitnehmer im Bereich Produktion/Fertigung (604), Bereich Verkehr/Logistik/Schutz und Sicherheit (313) und im Bereich Gesundheitswesen/Soziales/Lehre und Erziehung (311).

Alle Stellenangebote sind zu finden unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de oder der App Jobsuche.

Anzeigen von Kurzarbeit nehmen zu

Durch den Teil Lockdown im November nehmen die Anzeigen zu Kurzarbeit wieder zu, nachdem in den Sommermonaten ein Rückgang zu verzeichnen war. Seit März sind bei der Waiblinger Arbeitsagentur 5.123 Anzeigen mit 68.047 betroffenen Arbeitnehmern für konjunkturelles Kurzarbeitergeld eingegangen. Nachdem im Oktober bereits 91 Arbeitgeber Kurzarbeit angezeigt hatten, stieg die Zahl der neuen Anzeigen im November auf 301 Anzeigen mit 2.088 Personen. „Viele Betriebe haben in 2020 mehr als eine Anzeige abgegeben, weil sie Kurzarbeit für mindestens drei Monate unterbrochen hatten oder die erste Anzeige nur für 6 Monate abgegeben wurde und nun erneut angezeigt wurde“ informiert Frau Käferle.

Aufgrund des Abrechnungszeitraums und der Aufbereitungszeit durch den Statistik-Service der Agentur für Arbeit können aktuell nur für Mai zuverlässige Aussagen getroffen werden, für Juni und Juli sind aber Hochrechnungen verfügbar.

Im Mai dieses Jahres haben 2.871 Betriebe im Kreis Kurzarbeit für 33.716 Menschen abgerechnet. Das entspricht einer Kurzarbeiter-Quote von 22%., d.h. fast jeder 5.sozialversicheurngspflichtige Beschäftigte war in Kurzarbeit. Die Kurzarbeit im Juli liegt nach ersten Hochrechnungen bei 1.995 Betrieben mit 22.852 Beschäftigten. Die Kurzarbeiterquote sinkt auf 14,9 Prozent.