01.06.2021 | Presseinfo Nr. 19

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Tirschenreuth im Mai 2021

Weiterhin sinkende Corona- und Arbeitslosenzahlen im Mai

Die Zahl der arbeitslosen Menschen im Landkreis Tirschenreuth sank im Mai 2021 weiter. So waren 1.207 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen und die Arbeitslosenquote sank auf 2,9 Prozent. Im Vergleich mit den Vorjahreswerten entspricht das einem Absinken um 14,2 Prozent oder 199 arbeitslos gemeldete Menschen.

„Hierbei gilt es zu beachten, dass zwei Berichtsmonate innerhalb der Krise miteinander verglichen werden (Mai 2020/ 2021).", erklärte Thomas Franz, Leiter der Agentur für Arbeit Tirschenreuth.

Arbeitslosenzahl im Mai (2020/2021):  1.406 auf 1.207

Arbeitslosenzahl im Mai 2019:  1.165

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat:  3,4 Prozent auf 2,9 Prozent

Arbeitslosenquote im Mai 2019:  2,8 Prozent

Im Landkreis waren im Berichtsmonat 661 Männer und 546 Frauen arbeitslos gemeldet. Von Arbeitslosigkeit betroffen waren 558 ältere Personen, 7,8 Prozent weniger als im Vormonat. Die Zahl der unter 25 -jährigen sank um 1,7 Prozent auf 115 betroffene Personen. Auch Frauen waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent oder 28 Personen weniger betroffen.

Blick auf die Rechtskreise

Seit Einführung der Hartz-IV-Reformen werden arbeitslose Menschen mit Anspruch an die Arbeitslosenversicherung von der Agentur für Arbeit und hilfebedürftige Arbeitslose von den Jobcentern betreut. In der Arbeitslosenversicherung waren 653 Personen arbeitslos gemeldet, 93 weniger als vor einem Jahr. Das Jobcenter war für 554 arbeitslose Menschen erster Ansprechpartner.

Ausbildungsstellenmarkt im Fokus

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich 416 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 1,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 572 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 6,9 Prozent. Laut Franz sind noch 130 Bewerber unversorgt und 335 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es mehr unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (+36,8 Prozent), die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen war ebenfalls größer (+18,4 Prozent). „Die Berufsberatung der Arbeitsagentur bietet noch unentschlossenen Jugendlichen telefonische Beratungsgespräche an, diese können unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0 800 4 5555 00 vereinbart werden.“ Der Geschäftsstellenleiter appelliert auch an die Unternehmen, den Jugendlichen eine berufliche Chance zu eröffnen, die nicht alle Einstellungskriterien erfüllen. Mit verschiedensten Fördermöglichkeiten können Jugendliche und ihre Arbeitgeber bei der erfolgreichen Durchführung einer Ausbildung unterstützt werden.

Gewinnung von Fachkräften

791 Stellenangebote waren dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit gemeldet, gegenüber Mai 2020 ist das ein Zuwachs um 100 Stellen oder 14,5 Prozent. Arbeitgeber meldeten im Mai 166 neue Arbeitsstellen, das waren 85 Stellen oder 104,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, was durch den damaligen Lockdown erklärbar ist. Seit Jahresbeginn sind damit 850 Stellen eingegangen. Laut Franz setzt die Arbeitsagentur gemeinsam mit den Arbeitgebern auf Qualifizierung und die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen. Auch die Möglichkeit, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, sogenannte Minijobs, in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen umzuwandeln, sowie die Weiterbildung beschäftigter Arbeitnehmer gewinnen für Personalentscheider an Bedeutung. Insgesamt bieten Arbeitgeber in Produktions- und Fertigungsberufen (246 Stellen), im Bereich Verkehr und Logistik (122), im Baubereich (112) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (91) neue Jobmöglichkeiten.