31.08.2021 | Presseinfo Nr. 28

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Tirschenreuth im August 2021

Arbeitsmarkt weiter im Aufwind trotz Sommerpause

Saisonbedingt steigt die Arbeitslosenquote in den vergangenen vier Wochen um 0,3 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent und erreicht damit den gleichen Wert wie im August 2019. 1.250 Männer und Frauen waren im August bei der Agentur für Arbeit Tirschenreuth arbeitslos gemeldet, 92 mehr als im Juli. Laut Arbeitsagentur beendeten zahlreiche Jugendliche ihre Berufs- oder Schulausbildung und waren im August auf Arbeitssuche.

Die Sommerflaute im Urlaubs- und Ferienmonat August wirkt sich auch auf das Einstellungsverhalten vieler Firmen aus. „In der Haupturlaubszeit sind zahlreiche Unternehmen zurückhaltend bei der Neueinstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“, informiert Thomas Franz, Leiter der Agentur für Arbeit Tirschenreuth.

„Jahreszeitlich üblich steigt die Zahl der arbeitslosen Menschen an. Im Berichtsmonat sind 92 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als im Juli, aber 13,4 Prozent weniger als vor einem Jahr und damit annähernd die Zahl vom August 2019. Arbeitssuchend sind insbesondere junge Menschen unter 25 Jahre (+ 25,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat), die sich zum Ende ihrer Ausbildung bzw. ihres Schuljahres bei der Arbeitsagentur melden. Zeitgleich sind auch exmatrikulierte Hochschulabgänger und Personen mit auslaufenden Saisonverträgen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz.“

Insgesamt meldeten sich 354 Menschen arbeitslos und im gleichen Zeitraum konnten 266 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Blick auf die Rechtskreise

Seit Einführung der Hartz-IV-Reformen werden arbeitslose Menschen mit Anspruch an die Arbeitslosenversicherung von der Agentur für Arbeit und hilfebedürftige Arbeitslose von den Jobcentern betreut. So werden 690 arbeitslose Menschen mit Anspruch an die Arbeitslosenversicherung von der Agentur für Arbeit betreut und das Jobcenter ist im Berichtsmonat für 560 hilfebedürftige Arbeitslose erster Ansprechpartner. „Mit unseren Vermittlungsaktivitäten, passgenauen Förderprogrammen und einer intensiven Betreuung haben wir die gute wirtschaftliche Situation genutzt, um möglichst viele Menschen beruflich zu integrieren.“

Arbeitsagentur setzt auf Qualifizierung und Ausbildung

Aktuell sind 990 Stellenangebote gemeldet, gegenüber Juli ist dies ein Plus von 28 Stellen oder 3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 336 Stellen mehr (+ 51 Prozent). Arbeitgeber meldeten im August 150 neue Arbeitsstellen, das waren 76 Stellen oder 103 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 1.391 Stellen eingegangen, das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 443 oder 47 Prozent.

Das Spektrum an Berufsmöglichkeiten ist branchenübergreifend groß. So meldet der Arbeitgeber-Service Arbeitsstellen in Produktions- und Fertigungsberufen (389 Stellen), in der Branche Verkehr und Logistik (209), im Bereich Bau, Architektur, Vermessung, Gebäudetechnik (108). Franz ergänzt: „Wir nutzen die gute Lage am Arbeitsmarkt, um für die arbeitslosen Personen in unserer Region zeitnah eine Arbeitsstelle zu finden. Mit individuellen Qualifizierungsangeboten vermitteln wir Bewerberinnen und Bewerbern fehlende fachliche Kenntnisse und ermöglichen ihnen den beruflichen Einstieg als Fachkräfte. Oftmals kann mit passender Qualifizierung während der Beschäftigung auch eine Freisetzung verhindert werden.“

Mehr Ausbildungsstellen als Bewerber

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich 340 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, 107 weniger wie im Vorjahreszeitraum (– 24 Prozent). Zugleich gab es 617 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 14 Prozent. Ende August waren 25 Bewerber noch unversorgt und 211 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es weniger unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (–  22 Prozent), die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen war größer (+ 28 Prozent).

„Junge Menschen, die derzeit noch auf der Suche sind, informieren wir auch jetzt noch über das aktuelle Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten, das oftmals sehr gute Karrierechancen eröffnet“, berichtet Thomas Franz. Beim Thema Fachkräftegewinnung unterstützt der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur die Unternehmen in der Region und bietet individuelle Beratung an. Interessierte Betriebe können die Vermittlungsfachkräfte unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0 800 4 5555 20 kontaktieren.