17.09.2020 | Presseinfo Nr. 44

Prämie für Unternehmen, die „Ausbildungsplätze sichern“

Bundesprogramm unterstützt mit einer Prämie Unternehmen, die trotz der Corona-Pandemie ihren eigenen Nachwuchs ausbilden.
Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für die berufliche Zukunft junger Menschen und die Fachkräftesicherung in Deutschland. Pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr starten deshalb wesentliche Teile des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“, mit dem die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen fördert.
 

Yvonne Hoffmann, Teamleiterin im Arbeitgeber-Service der Weißenfelser Arbeitsagentur, beantwortet mit Ihrem Team täglich zahlreiche Anfragen der Unternehmen im Burgenlandkreis.

Pressesprecher Alexander Burkhardt nutzte die Gelegenheit und fragte hier einmal etwas genauer nach:

Burkhardt: Frau Hoffmann, Ausbildungsprämie klingt super. Was bekommen denn die Unternehmen gezahlt?

Hoffmann:  Unternehmen, die - obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat - ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen erhalten Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 € je Ausbildungsvertrag.

Burkhardt: Ich habe in der Richtlinie auch etwas von Zuschüssen gelesen, können Sie dazu etwas sagen?

Hoffmann: Das ist richtig! Die Richtlinie regelt ebenso Zuschüssen zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht in Kurzarbeit schickt.

Burkhardt: Und das bedeutet in Zahlen was genau?

Hoffmann: Bei Vermeidung dieser eben erwähnten Kurzarbeit erhalten die Unternehmen 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung als Zuschuss.

Burkhardt: Kurzarbeit beschäftigt im Burgenlandkreis viele Unternehmen. Leider ist die Gefahr von Insolvenzen auch nicht gebannt. Unterstützt hier auch die Richtlinie?

Hoffmann: Das stimmt. Dabei ist eine Insolvenz, welche durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie eingetreten ist, nicht nur ein schlimmes Ereignis für das Unternehmen mit seinen Angestellten, besonders die Nachwuchskräfte stehen vor einem Ausbildungsabbruch. Hier hat der Gesetzgeber im Bundesprogramm ebenso eine Regelung gefunden. Arbeitgeber, welche Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen, erhalten eine Übernahmeprämie in Höhe von 3.000 €.

Burkhardt: Und wo findet man die Antragsunterlagen und haben Sie, liebe Frau Hoffmann, einen Hinweis für die Unternehmen?

Hoffmann: Die entsprechenden Antragsunterlagen stehen auf unserer Internetseite www.arbeitsagentur.de zur Verfügung. Die Unternehmen können uns bei der Bearbeitungsdauer unterstützen, in dem auf Vollständigkeit der Antragsunterlagen vor Versand geachtet wird. Ebenso wichtig: Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Dies gilt auch, wenn der Ausbildungsvertrag bereits früher abgeschlossen wurde.

Burkhardt: Wichtige Hinweise, vielen Dank. Für Anfragen stehen den Unternehmen die persönlichen Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service zur Verfügung oder die kostenfreie Servicerufnummer 0800 4 5555 20.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern