Aktuelle Projekte

Übersicht über laufende Projekte des Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker

500plus – Die Beschäftigungsinitiative des Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker

Über 7.500 schwerbehinderte Akademikerinnen und Akademiker suchen zurzeit eine neue Tätigkeit.

Menschen ohne Handicap benötigen im Durchschnitt 266 Tage, um eine neue Beschäftigung zu finden -  schwerbehinderte Personen brauchen im Schnitt rund 367 Tage, also über 100 Tage länger. Schwerbehinderte mit akademischem Abschluss sind zudem doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen wie Menschen ohne Beeinträchtigung.

Die Initiative 500plus des Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) möchte 500 Beschäftigungsmöglichkeiten für qualifizierte Menschen mit Schwerbehinderung eröffnen – und damit 500 zusätzliche Chancen. So entsteht eine Win-win-Situation: Unternehmen können qualifizierte, hochmotivierte und loyale Fachkräfte gewinnen, und Bewerberinnen und Bewerber erzielen ein durch Arbeit erwirtschaftetes Einkommen, steigern ihre berufliche Mobilität und erweitern ihre Berufserfahrung.

Wie funktioniert die Teilnahme an der Initiative?

Unternehmen wenden sich an uns mit einer entsprechenden Stellenbeschreibung für einen zunächst auf zwei Jahre eingerichteten Arbeitsplatz. Wir schlagen Ihnen geeignete Bewerberinnen und Bewerber vor und zeigen dabei die individuellen Möglichkeiten auf, wie die Beschäftigung durch einen Gehaltskostenzuschuss gefördert werden kann. Gemeinsam mit den Integrationsämtern zeigen wir Möglichkeiten auf, durch zusätzliche Hilfen Barrieren zu mindern oder zu beseitigen.

Ein Erfolgsmodell, das einlädt

Erfahrungsgemäß münden über zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Beschäftigungsinitiative anschließend in einer Dauerbeschäftigung ein. Der Gehaltskostenzuschuss wird durch den Umfang der erforderlichen Einarbeitung, das Alter des Bewerbers sowie durch die Dauer der Arbeitslosigkeit beeinflusst. Durchschnittlich beträgt er 40% - 60% des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgeltes sowie des pauschalierten Anteils des Unternehmens am Gesamtsozialversicherungsbeitrag.

Sie haben Interesse, sich an der Initiative zu beteiligen? Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns darauf, Sie zu beraten.

Kontakt:

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV)
Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker
Villemombler Straße 76
53123 Bonn

Tel:  +49 228 713 1375
Fax: +49 228 713 270 1375


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PROMI-Nachfolge:

Im Rahmen des Projektes „PROMI – Promotion inklusive“ wurden in den Jahren 2013 bis 2015 zusätzliche halbe Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an bundesweit 21 Hochschulen eingerichtet. Dadurch haben insgesamt 45 Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit einer Behinderung die Möglichkeit zur Promotion erhalten. Näheres lesen Sie bitte unter der Rubrik „Projekte –Best Practice“.

Das Projekt PROMI ist abgeschlossen, eine Förderung aus Projektmitteln steht nicht mehr zur Verfügung. Derzeit laufen jedoch zwischen dem Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker und den PROMI-Partner-Hochschulen Gespräche über eine Fortsetzung aus Eigenmitteln, ggf. kombiniert mit einzelfallbezogenen Fördermöglichkeiten durch die Bundesagentur für Arbeit. Auch Hochschulen, die bisher nicht an PROMI beteiligt waren, sind herzlich eingeladen, sich nun anzuschließen!

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker, für Ihre Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) – Initiative des  Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker

Menschen mit Behinderung sollen ihr Leben selbstbestimmt gestalten und gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Auf dieser Aussage fußt die Novellierung des Sozialgesetzbuch IX. Ein Kernbereich ist das neu geregelte Antrags- und Teilhabeverfahren, das zum 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist. Zur Stärkung der Selbstbestimmung fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige ergänzende Beratung als niederschwelliges Angebot. Die EUTB unterstützt und berät – seit dem 01.01.2018 - alle Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte Menschen, aber auch deren Angehörige kostenlos bundesweit in allen Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe. Die Beratungstätigkeit eröffnet gute Einstellungschancen für schwerbehinderte Akademikerinnen und Akademiker da Betroffene hier Betroffene beraten sollen (Peer Counseling). Der Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker wurde hier im Vorfeld frühzeitig aktiv und konnte bundesweit zahlreiche an einer Tätigkeit in der EUTB interessierte Kandidatinnen und Kandidaten gewinnen, deren anonyme Kurzprofile er- nach Regionen gegliedert – den Trägern der EUTB anbot. Über diesen Weg wurden zahlreiche Akademikerinnen und Akademiker mit Schwerbehinderung in den Arbeitsmarkt integriert .

  • Arbeitgebern und Trägern der EUTB  bieten wir für Neueinstellungen und Nachbesetzungen unser Netzwerk und unsere Expertise an. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.
  • Bewerberinnen und Bewerber mit einem akademischen Abschluss, einem Grad der Behinderung ab 50 und Interesse an der Aufnahme einer Beschäftigung als Beraterin oder Berater in der EUTB beraten und vermitteln wir gerne.

IXNET – Inklusive Expertinnen/Experten Netzwerk

Behinderte Menschen - selbst wenn sie über einen Hochschulabschluss verfügen - haben geringere Berufs- und Beschäftigungschancen als nicht von Behinderung betroffene Menschen. Das dreijährige Projektes IXNET soll die Beschäftigungs- und Karrierechancen von schwerbehinderten Akademikerinnen und Akademikern auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen sowie die Teilhabechancen entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention erhöhen. Vernetzung, fundierte Information, Austausch und Support durch Peers und andere Expertinnen und Experten sollen Hürden bei der Stellensuche, bei der Bewerbung und der Karriereplanung abbauen. Projektziel ist, ein digitales Peer Support Netzwerk für schwerbehinderte Akademikerinnen und Akademiker aufzubauen und langfristig zu etablieren. Dazu wird eine neue barrierefreie Internetplattform im Rahmen des REHADAT-Angebots entwickelt, die neben Informationen, Links zu Mentoring- und Beratungsprogrammen und anderen REHADAT-Angeboten vor allem auch Kontakte zu beruflich integrierten Akademikerinnen und Akademikern mit Behinderungen und anderen Expertinnen und Experten ermöglicht. Das barrierefreie Online Angebot bietet Information und Austausch unabhängig vom Wohnort und räumlichen Bedingungen, und stellt damit eine Ergänzung zur unabhängigen Teilhabeberatung dar. Das Projekt wurde vom Arbeitgeberservice für schwerbehinderte Akademiker der ZAV initiiert. Antragsteller ist das Institut für empirische Soziologie. Projektpartner sind das Institut der Deutschen Wirtschaft (REHADAT) und der Hildegardis Verein. Das Projekt startete am 1.10.18 und läuft bis zum 30.9.2021.