16.10.2019 | Presseinfo Nr. 4

25 Jahre im Dienste der Mobilität: EURES, das Netzwerk der europäischen Arbeitsverwaltungen, feiert Jubiläum

Eine Stelle in Finnland annehmen? Für eine Sommersaison im sonnigen Spanien jobben? Oder als deutscher Unternehmer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der EU einstellen? Kein Problem, dank der Arbeitnehmerfreizügigkeit, einer der vier Grundfreiheiten der Europäischen Union.

Seit 1994 helfen die EURopean Employment Services (EURES), das Netzwerk der europäischen Arbeitsverwaltungen, durch ihre Beratungs- und Vermittlungsangebote Bürgerinnen und Bürgern der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz, diese Freiheit beruflich für sich zu nutzen. Koordiniert durch das European Coordination Office, das in der EU-Kommission in Brüssel angesiedelt ist, arbeiten die 32 EURES-Länder täglich daran, ihren Bürgerinnen und Bürgern Arbeitsmöglichkeiten im europäischen Ausland zu eröffnen. Mit seinen 200 EURES-Beraterinnen und -Beratern ist Deutschland der größte Partner dieses Netzwerks, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert.

„Die Freizügigkeit in der EU ist eine große Errungenschaft, die das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger tagtäglich erleichtert. Sie trägt nicht nur zu einem Ausgleich auf den europäischen Arbeitsmärkten bei, sondern auch zur Völkerverständigung", sagt Nathalie Rivault, Leiterin des Nationalen Koordinierungsbüros EURES-Deutschland. „Wir sind stolz, die Menschen in Europa ganz praktisch dabei zu unterstützen, von dieser Freiheit Gebrauch zu machen."

In Deutschland finden sich spezialisierte EURES-Beraterinnen und -Berater in vielen Agenturen für Arbeit. Mit neun Nachbarländern gibt es spezielle Grenzpartnerschaften und zum Teil sogar binationale Vermittlungseinrichtungen. Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit beherbergt nicht nur das Koordinierungsbüro EURES-Deutschland, sondern unterstützt ebenfalls aktiv auslandsinteressierte Deutsche sowie deutsche Unternehmen auf Personalsuche im Ausland.

Um die berufliche Mobilität innerhalb Europas zu fördern, bietet die EU-Kommission verschiedene Programme und Projektformate an. Die Unterstützungsmöglichkeiten reichen über die finanzielle Förderung der sprachlichen Vorbereitung bis hin zur Beteiligung an Umzugskosten. Das Ziel dieser Programme ist der Abbau von Vermittlungshemmnissen innerhalb Europas und die Förderung der grenzüberschreitenden Vermittlung.

EURES-Programme zur Flankierung der Mobilität und Vermittlung in Europa sind:

  • das European Solidarity Corps
  • Reactivate
  • Your first EURES job

Nähere Informationen finden Sie unter www.eures-deutschland.de unter dem Menüpunkt „ber Eures informieren" und hier „Programme und Projekte" oder auf dem EURES-Portal (https://ec.europa.eu/eures).