Was leistet das Projekt?

Unser Leistungsangebot für Arbeitgeber

Die GIZ und die BA haben langjährige Erfahrung in der fairen Gewinnung von Arbeitskräften und arbeiten partnerschaftlich mit relevanten Akteuren in den Partnerländern und in Deutschland zusammen. Im Rahmen der ersten Projektphase wurden über 430 Auszubildende und Fachkräfte aus Ägypten, Marokko und Tunesien an Betriebe in Deutschland vermittelt. Ein umfassendes Leistungspaket zeichnet das Projekt aus:

Information und Beratung für Arbeitgeber:

  • Informationsveranstaltungen für interessierte Arbeitgeber,
  • individuelle Beratung von Arbeitgebern,
  • Abschluss von Kooperationsvereinbarungen.

Der Arbeitgeber-Service der Agenturen für Arbeit bietet Beratung zum Projektablauf von THAMM Plus sowie den Teilnahmekonditionen und klärt erste, wichtige Fragen. Das Projektteam bietet zudem eine bedarfsbezogene Beratung für teilnehmende Arbeitgeber. Bei Teilnahme am Projekt wird eine Kooperationsvereinbarung zwischen der GIZ und den Arbeitgebern zu den Teilnahmebedingungen und der gewünschten Anzahl an Fachkräften bzw. Auszubildenden abgeschlossen.

Vermittlungsprozess von Fachkräften und Auszubildenden:

  • Vorauswahl von Bewerberinnen und Bewerbern,
  • individuelle Vermittlungsvorschläge und persönliche Auswahlgespräche.

Die Auswahl der Projektteilnehmenden erfolgt in Ägypten, Marokko und Tunesien gemeinsam mit den nationalen Arbeitsverwaltungen in einem mehrstufigen Prozess. Die Bewerberinnen und Bewerber werden anhand formaler Kriterien und persönlicher Gespräche ausgewählt. Die GIZ unterstützt das Verfahren und die Organisation der Auswahlgespräche vor Ort und digital, die ZAV stellt die persönliche und fachliche Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber fest. Interessierte Arbeitgeber erhalten vorausgewählte Profile entsprechend ihres Bedarfs und können die Auszubildenden und Fachkräfte in virtuellen Vorstellungsgesprächen kennenlernen.

Vorbereitung der Teilnehmenden vor der Einreise:

  • Organisation eines Deutsch-Intensivsprachkurses mit Abschluss des Sprachniveaus B1,
  • interkulturelle Vorbereitung der Auszubildenden und Fachkräfte und Informationen zu Arbeiten und Leben in Deutschland,
  • auf Arbeitsmarktbedarfe abgestimmte, fachliche Weiterbildungsmaßnahmen für Fachkräfte in ausgewählten Branchen,
  • Unterstützung der Fachkräfte beim Zusammenstellen der für den Anerkennungsprozess benötigten Dokumente, so dass dieser mithilfe des Arbeitgebers angestoßen werden kann,
  • Unterstützung im Visumsverfahren.

Das Projektteam der GIZ vor Ort begleitet die Teilnehmenden bei der sprachlichen und interkulturellen Vorbereitung im Herkunftsland. Bei Fachkräften organisiert die GIZ außerdem fachliche Weiterbildungsmaßnahmen und unterstützt beim Zusammenstellen der Unterlagen für den Antrag auf Anerkennung der Berufsqualifikationen. Dieser wird anschließend durch die Fachkraft mithilfe des Arbeitgebers bei der zuständigen Stelle in Deutschland eingereicht. Ebenfalls unterstützt die GIZ die Beantragung des Visums und begleitet die Teilnehmenden bei der Ausreise nach Deutschland. 

Integration nach der Einreise und Arbeitsstart:

  • umfangreiche Informationen und Kontaktdaten für die erfolgreiche Integration,
  • ausbildungs-/beschäftigungsbezogene Unterstützung der Agentur für Arbeit nach Bedarf.

Um den betrieblichen und gesellschaftlichen Integrationsprozess zu erleichtern, stellt die GIZ den Projektteilnehmenden und den einstellenden Betrieben umfangreiche Informationen und Kontaktdaten zur Verfügung. Sollten während der Ausbildung oder Beschäftigung weitere Fragen auftreten, berät und unterstützt die örtliche Agentur für Arbeit außerdem im Rahmen der von ihr angebotenen Dienstleistungen.

Teilnahmevoraussetzungen für Betriebe

Um als Arbeitgeber am Projekt THAMM Plus teilnehmen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ausbildungsvergütung in Höhe von monatlich mindestens 982 Euro brutto zur Lebensunterhaltssicherung als Voraussetzung für die Visumserteilung (durch die Übernahme von Sachleistungen kann die Differenz zur Vergütung laut Tarifvertrag ausgeglichen werden),
  • bei Fachkräften Gehalt entsprechend Tarif oder gemäß Ortsüblichkeit,
  • Organisation von adäquatem Wohnraum und bei Auszubildenden anteilige Übernahme der Kosten für die Unterkunft, sofern diese inklusive Nebenkosten und Rundfunkbeitrag mehr als 1/3 des Nettogehalts betragen,
  • Bereitstellung notwendiger Dokumente für den Visaprozess und Übernahme der Antragskosten,
  • Organisation und Übernahme der Kosten für den Flug nach Deutschland und der weiteren Anreise zum Arbeitsort sowie Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Gültigkeit vom Abreisedatum bis zum ersten Arbeitstag,
  • Organisation eines B2-Deutschsprachkurses mit Beschäftigungsbeginn (empfohlen, insbesondere bei Auszubildenden),
  • bei Fachkräften Koordinierung der beruflichen Anerkennung mit den zuständigen Stellen in Deutschland (IHK, HWK) und Übernahme der Kosten für das Anerkennungsverfahren sowie der Anpassungsqualifizierungen.