08.06.2021 | Presseinfo Nr. 21

Ausbildungsoffensive in Sachsen – damit jeder weiß, wie es nach der Schule weitergeht

♦ 566 Jugendliche sind noch auf der Suche nach Ausbildung 
♦ 793 Ausbildungsplätze konnten noch nicht besetzt werden 

 

Nach einem turbulenten Jahr stehen noch einige Schulabsolventen vor einer wichtigen Entscheidung – was kommt nach der Schule? Für den Ausgleich am Ausbildungsmarkt sind aktuell persönliche Gespräche und Einblicke in die betriebliche Wirklichkeit gefragt. Viele regionale Aktionen helfen denen, die noch nicht sicher sind, wie es weitergeht. So findet zum Beispiel am 07. Juni bei der IHK in Zwickau der „Tag der Ausbildungschance“ mit Arbeitsmarktpartnern statt. 

Das aktuelle Berufsberatungsjahr begann am 01. Oktober 2020. Seitdem ließen sich 1.175 Schülerinnen und Schüler beraten und nahmen die Ausbildungsvermittlung der Zwickauer Arbeitsagentur in Anspruch, das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von regionalen Unternehmen wurden 1.449 freie Ausbildungsstellen gemeldet, 3,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. 

 „Wir unterstützen junge Menschen mit frühzeitiger und intensiver Beratung dabei, den passenden Ausbildungsplatz zu finden und somit das Fundament für eine stabile Erwerbsbiographie zu legen“, sagt Andreas Fleischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zwickauer Arbeitsagentur. „Der Übergang zwischen Schule und Erwerbsleben ist entscheidend für den beruflichen Werdegang sowie eine stabile Erwerbsbiographie. Niemand darf uns verloren gehen, unabhängig von seinen Startchancen. Aufgrund der Pandemielage war es uns nicht möglich, vor Ort an den Schulen persönlich präsent zu sein. Allerdings besteht seit einigen Monaten die Möglichkeit, neben der telefonischen Beratung die Videokommunikation via Skype vor Business zu nutzen. So können sich die Jugendlichen mit den Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Zwickauer Arbeitsagentur zum regionalen Ausbildungsmarkt, den Ausbildungschancen und den An-forderungen der Unternehmen austauschen. Ebenso können Alternativen besprochen werden, wenn es mit dem Traumberuf nichts wird. Wer bis jetzt noch nicht weiß, wie es nach der Schule weitergeht, sollte sich umgehend mit uns in Verbindung setzten“, appelliert Andreas Fleischer

Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort: es gibt im Agenturbezirk Zwickau mehr gemeldete Ausbildungsstellen als unversorgte Bewerber. Aber es zeichnet sich ab, dass weiterhin alle Potenziale genutzt werden müssen, um die betrieblichen Ausbildungsstellen zu besetzen. Freie Ausbildungsstellen gibt es derzeit noch in vielen Wirtschaftsbereichen. Arbeitgeber können auch jetzt noch dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und Jobcenter Zwickau freie Ausbildungsstellen melden. 

„Allerdings bringt nicht jeder Jugendliche Traumnoten mit, der geeignete Bewerber ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen und Kompetenzen offenbaren sich erst bei genauerer Betrachtung“, hebt Andreas Fleischer hervor. „Manch schlechter Schüler findet in der praktischen Arbeit Spaß und Bestätigung und entwickelt sich zum engagierten und fähigen Mitarbeitenden. Für Unternehmen lohnt es sich, Zeit und Mühe in die Ausbildung von scheinbar weniger geeigneten Jugendlichen zu investieren. Und auch hier können wir unterstützen, z.B. mit Einstiegsqualifizierung oder ausbildungsbegleitenden Hilfen“, rät Andreas Fleischer

Weiterführende Informationen

 https://www.arbeitsagentur.de/m/ausbildungklarmachen/ 

Kontaktdaten der Zwickauer Arbeitsagentur: 

► Berufsinformationszentrum: 0375 314 1848 
► Regionale Hotline: 0375 314 2000 
► Servicerufnummer für Arbeitgeber: 0 800 4 5555 20 
► Servicerufnummer für Arbeitnehmer: 0800 4 5555 00