Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

Trend zur Teilzeitarbeit ist vorerst vorbei

Konjunktur sorgt bei vielen Beschäftigten für mehr Arbeitsstunden pro Woche

4.10.2018 – Nach einem langen Aufwärtstrend ist seit dem 2. Quartal dieses Jahres die Quote der Beschäftigten in Teilzeit erstmals wieder zurückgegangen. Diese Trendwende stellte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Rahmen einer Untersuchung fest.

Bis Anfang dieses Jahres gab es auf dem deutschen Arbeitsmarkt einen deutlichen Trend zu mehr Teilzeitarbeit. Mit dem 2. Quartal 2018 kam diese Entwicklung zum Erliegen: Die Wachstumsrate der in Vollzeit Beschäftigten fiel erstmals wieder größer aus, als die der Teilzeitbeschäftigten. Der Anteil der in Teilzeit Beschäftigten verringerte sich auf 39,1 %. Damit fiel dieser Wert erstmals wieder unter den des Vorjahres – wenn auch nur um 0,1 %.

Die Hauptursache für diese Entwicklung sehen die Forscher des IAB darin, dass seit einigen Monaten einzelne Wirtschaftszweige einen größeren Bedarf an Arbeitszeit haben. Hierzu zählen unter anderem die Branchen Verkehr und Logistik sowie Sicherheitsdienstleistungen und Zeitarbeit. Die vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit stieg im 2. Quartal insgesamt leicht auf rund 30 Stunden an.

Auffällig fanden die Autoren der Studie außerdem, dass die Zahl der Überstunden konjunkturbedingt gewachsen ist. Die Beschäftigten arbeiteten durchschnittlich 0,4 bezahlte Überstunden mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Anzahl der unbezahlten Überstunden stieg um 0,2 Stunden.

Im 2. Quartal waren in Deutschland insgesamt 1,4 % mehr Menschen beschäftigt als 2017: 44,8 Millionen Personen galten als erwerbstätig.

Mehr zu den aktuellen Untersuchungen zum Thema erfahren Sie in der IAB-Presseinformation.