Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

Schritt 1: Planen Sie den Wiedereinstieg

Sie wissen noch nicht, ob Sie in den alten Beruf beziehungsweise zum bisherigen Arbeitgeber zurückkehren können und wollen? Oder ob eine Neuorientierung der bessere Weg ist? Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten noch den aktuellen Anforderungen entsprechen? Eine Standortbestimmung hilft, das Ziel für Ihren Wiedereinstieg zu finden. Die Agentur für Arbeit unterstützt Sie dabei.

Ihre Agentur für Arbeit erarbeitet mit Ihnen eine Strategie zum Wiedereinstieg. Mit verschiedenen Beratungs- und Informationsangeboten werden Sie bei der Rückkehr in den Beruf von Fachkräften der Agentur für Arbeit unterstützt.

Persönliche Beratung

Einen Termin für eine persönliche Beratung vereinbaren Sie über das Kontaktformular oder die Telefonnummer 0800 4 5555 00 (gebührenfrei). Sie können auch persönlich in Ihrer Arbeitsagentur vorbeikommen und dort einen Termin vereinbaren. In manchen Agenturen gibt es spezialisierte Wiedereinstiegsberaterinnen und -berater, die sich um Ihr Anliegen kümmern.

Informationsveranstaltungen

Informationsveranstaltungen der/des Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) finden Sie in der bundesweiten Veranstaltungsdatenbank. Über eine Landkarte können Sie nach Veranstaltungen vor Ort suchen.

Berufsinformationszentren

In den Berufsinformationszentren (BiZ) können Sie sich ohne vorherige Anmeldung und Termin selbst informieren. Hier gibt es Internetarbeitsplätze, Onlinemedien, Informationsmappen zu Berufsfeldern und vieles mehr. An speziellen PCs können Sie Ihre eigenen Bewerbungsunterlagen erstellen und ausdrucken. Die BiZ-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter beantworten Ihre Fragen und unterstützen Sie bei der Nutzung.

Tipp: Weitere Anlaufstellen finden Sie im Portal Perspektive Wiedereinstieg in der Rubrik Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

Im Beratungsgespräch wird auf Ihre persönliche Situation eingegangen.
Beratungstermin vereinbaren

Die Arbeitswelt befindet sich in einem stetigen Wandel. Gleichzeitig haben sich Ihre persönlichen Lebensverhältnisse verändert. Es lohnt sich zu prüfen, ob und wie Sie in Ihren bisherigen Beruf zurückkehren können oder ob eine berufliche Neuorientierung sinnvoll ist.

Vielleicht haben Sie sich dann schon mit Fragen wie diesen beschäftigt:

  • Welcher Zeitpunkt ist am günstigsten für den Wiedereinstieg?
  • Will und kann ich zu meinem bisherigen Arbeitgeber zurück – oder sollte ich besser in einem anderen Betrieb neu durchstarten?
  • Kann ich in meinem bisherigen Beruf einfach wieder loslegen – oder sollte ich meine Kenntnisse auffrischen?
  • Zu welchen Zeiten kann ich arbeiten?
  • Wie können mein Partnerin beziehungsweise mein Partnerin und ich die Betreuung/Pflege mit oder ohne externer Betreuungsstellen sicherstellen?
  • Wie sichere ich Betreuungszeiten in Schulfreien ab?
  • Wie sind die Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den möglichen Arbeitgebern oder bin ich durch einen PKW zeitlich flexibel?
  • Kann ich mich schon während der Elternzeit beziehungsweise der Pflegezeit weiterbilden?
  • Wie könnte meine Arbeitszeit aussehen?
  • Habe ich während der familienbedingten Auszeit bestimmte Kompetenzen erworben, die ich für den Wiedereinstieg nutzen kann und die am Arbeitsmarkt gefragt sind?
  • Bin ich auf dem Arbeitsmarkt noch gefragt – oder verspricht vielleicht ein anderer Beruf mehr Erfolg?
  • Soll oder muss ich mich arbeitsuchend oder arbeitslos melden – welche Vor- und Nachteile sind damit verbunden?
  • Wie soll ich das alles finanzieren – welche Fördermöglichkeiten gibt es beim Wiedereinstieg für mich?

Nehmen Sie sich Zeit um Antworten auf diese Fragen zu finden.

Sie können oder wollen nicht in Ihren bisherigen Beruf zurückkehren? Dann helfen Ihnen diese Medien und Informationsangebote bei der Neuorientierung:

  • Berufsfeldinformationen: Lassen Sie sich inspirieren von Beispielen für mögliche Weiterbildungen sowie Trends in mehr als 20 Berufsbereichen
  • BERUFENET: Finden Sie hier ausführliche Berufsinformationen zu einzelnen Berufen
  • BERUFECHECK : Wenn Sie sich für einen ganz bestimmten Beruf interessieren, können Sie mit dem BERUFECHECK herausfinden, wie gut dieser zu Ihren Fähigkeiten passt
  • durchstarten: Informieren Sie sich mit dem zu Ihrer individuellen Situation passenden Themenheft „durchstarten – Perspektiven für Ihr Berufsleben“.  Sie können alle acht Themenhefte als PDF öffnen oder herunterladen.
  • BERUFE-TV: Im Filmportal der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie wichtige Informationen zu vielen beruflichen Tätigkeiten.
  • BERUFE Entdecker: Mithilfe von Berufsbildern können Sie anhand dieser App oder Anwendung herausfinden, welcher Arbeitsbereich und welcher Beruf zu Ihnen passt.

Informationen zum Arbeitsmarkt vor Ort sind wichtig, um eine persönliche Strategie für den Wiedereinstieg zu entwickeln.  Ihre persönliche Arbeitsmarktsituation hat sich durch Veränderungen in Ihrem privaten Umfeld gewandelt. Folgende ausgewählte Kennzeichen sollten Sie beachten:

  • Versuchen Sie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen, damit Sie vollumfänglich versichert und eigenständig sind. Ein Minijob ist – insbesondere in Hinblick auf Ihre Altersvorsoge – keine Perspektive für die eigene Lebensplanung.
  • Eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung kann ein Einstieg in die Arbeitswelt sein. Besprechen Sie mit Ihrer Partnerin beziehungsweise Ihrem Partner und den Arbeitergebern verschiedene Teilzeitmodelle.
  • Achten Sie auf eine angemessene Entlohnung. Männer verdienen im Mittel nach wie vor deutlich mehr als Frauen. Die Gründe reichen von der Berufswahl über die Familienpflichten bis hin zu den Rahmenbedingungen wie etwa Arbeitszeiten. Der Entgeltatlas unterstützt Sie bei Gesprächen mit Ihrem Arbeitgeber.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Partnerin/Ihrem Partner die Aufteilung der Aufgaben bei der Erziehung der Kinder, Pflege von Angehörigen und Haushaltführung. Aktuell übernehmen Frauen deutlich häufiger als Männer alleine die Erziehung von Kindern.

In bestimmten Bereichen gibt es Engpässe bei Fachkräften. Die Arbeitsmärkte sind regional sehr unterschiedlich und können sich schnell ändern. Sich nur nach einem aktuellen Fachkräfteengpass zu orientieren, ist daher keine Gewähr dafür, nicht arbeitslos zu werden. Wichtig ist es, dass Sie die eigenen Stärken, Interessen und die Mobilität in den Vordergrund stellen.

Tipp: Informationen zum Arbeitsmarkt finden Sie im jährlich erscheinenden Bericht über die Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern.

 

Die Digitalisierung sorgt für einen Strukturwandel in der ganzen Arbeitswelt. Bestimmte Tätigkeiten, die heute mit Unterstützung eines Computers ausgeführt werden, könnten künftig ganz automatisiert werden. Das wird in vielen Berufen dazu führen, dass sich die Tätigkeiten verändern – manche werden wegfallen, andere dazukommen oder nur noch mit einer besseren Qualifikation zu bewältigen sein. Mit der Digitalisierung eröffnen sich auch neue Chancen – es entstehen neue Berufe und Tätigkeiten, in vielen Branchen experimentieren Startups mit neuen Geschäftsideen, aus denen vielleicht auch neue Berufsbilder entstehen. Neue Arbeitsformen wie Home-Office und flexible Arbeitszeiten eröffnen Chancen die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu verbessern.

Gut zu wissen: Mit dem Job Futuromat können Sie herausfinden, wie sich die Digitalisierung auf die Tätigkeiten in Ihrem Beruf auswirken kann. Für die wichtigsten Tätigkeiten erhalten Sie eine Rückmeldung, wie weit diese von Maschinen übernommen werden könnten.

Berufliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen werden deswegen einen großen Einfluss darauf haben, wie sich die Digitalisierung auf Ihre Berufstätigkeit auswirkt. Der Wandel wird künftig ein stetiger Begleiter bleiben. Gerade nach einer beruflichen Auszeit ist deshalb wichtig, Anschluss an die schnellen Entwicklungen zu gewinnen. Oft kann eine Qualifizierung dabei helfen, für einen Arbeitgeber interessant zu werden.

Zum Job Futuromat

Der Wunsch, sein eigenes Geld zu verdienen und damit finanziell unabhängig zu werden, ist ein wichtiger Grund, nach einer Auszeit wieder ins Arbeitsleben zurückzukehren. Auch für die spätere Absicherung im Alter ist es wesentlich, dass eigene Rentenansprüche erworben werden.

Je nachdem, wie lange Ihre letzte Erwerbstätigkeit zurückliegt, können sich die Lohn- und Einkommensverhältnisse in der Zwischenzeit stark verändert haben:

  • Für viele Beschäftigte gelten Branchentarifverträge – durchschnittlich alle zwei Jahre verändern sich die festgelegten Verdienste.
  • Der allgemeine Mindestlohn, liegt bei 8,84 Euro und gilt auch für Mini- und Midijobs.
  • Seit Juli 2017 gibt es ein sogenanntes Entgelttransparenzgesetz, mit dem die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen für gleiche oder vergleichbare Tätigkeiten bekämpft wird.

Pauschale Antworten können bei den finanziellen Fragen nicht gegeben werden, deshalb sollten Sie die Möglichkeit nutzen, sich zu informieren.

Tipp: Mit dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit können Sie die in den einzelnen Berufsgattungen bezahlten mittleren Arbeitsentgelte herausfinden.

Zum Entgeltatlas

Viele Weiterbildungsangebote setzen auf ein didaktisch aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von Online-Lerneinheiten und Lernen im Seminarraum. Zu vielen Themen gibt es mittlerweile eigene Lern-Apps. Wer berufstätig ist oder Familien- und Pflegepflichten erfüllen muss, kann eine längere Weiterbildung oft nur dann absolvieren, wenn Teile des Bildungsangebotes flexibel von zu Hause aus absolviert werden können. Bevor Sie sich für ein konkretes Lernangebot entscheiden, sollten Sie herausfinden, welche Lernformen dabei eingesetzt werden und wie Ihnen diese persönlich entgegenkommen.

Mögliche Fragen, die Sie sich stellen können, sind zum Beispiel:

  • Lerne ich lieber alleine oder in der Gruppe?
  • Erarbeite ich mir den Lernstoff gern im Selbststudium oder lieber mit einem Dozenten beziehungsweise einer Dozentin?
  • Fällt mir das Lernen leichter, wenn ich den Lernstoff lese, höre oder aufschreibe?
  • Habe ich abends und am Wochenende genug Zeit, um mich noch mit dem Lernstoff zu beschäftigen?
  • Habe ich jemand, der sich um meine Kinder und pflegebedürftigen Angehörigen kümmert?
  • Habe ich die technische Ausstattung und einen Platz in der Wohnung, an dem ich ungestört lernen kann?
  • Wer kann meine pflegebedürftigen Angehörigen und/oder Kinder in dieser Zeit betreuen?
  • Wie wichtig ist mir der regelmäßige persönliche Kontakt zu anderen Lernenden?

Tipp: Der Lernaufwand, den Sie bei einer Weiterbildung im Fern- und Online-Unterricht haben, muss realistisch sein. Erkundigen Sie sich beim Bildungsanbieter nach dem tatsächlichen Lernaufwand. Anbieter finden Sie in unserer Datenbank für Aus- und Weiterbildung.