Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Das hilft uns, um Ihnen ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Hier erfahren Sie mehr über die Nutzung Ihrer Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.

Vergleichen Sie mögliche Wege zur Berufsrückkehr

Ganz gleich, ob Sie nur kurze Zeit oder mehrere Jahre lang familiäre Aufgaben übernommen haben – mit einer Weiterbildung kann Ihnen der Wiedereinstieg besser gelingen. Welcher Weg richtig ist, hängt von Ihren Voraussetzungen ab. Zum Beispiel davon, ob Sie in Ihren bisherigen Beruf zurückkehren oder sich neu orientieren wollen. Verschaffen Sie sich hier über die Möglichkeiten einen Überblick.

Um eine Ausbildung neben bestehenden Familienaufgaben zu ermöglichen, gibt es die Teilzeitberufsausbildung.

Bei dieser Ausbildungsform wird die wöchentliche Arbeitszeit im Ausbildungsbetrieb verkürzt. Die Berufsschulzeit wird wie üblich in Vollzeit geleistet und kann nicht verringert werden. Die betrieblichen Arbeitszeiten können sich unterscheiden:

  • Variante 1: Die Arbeitszeiten im Ausbildungsbetrieb einschließlich des Berufsschulunterrichts betragen mindestens 25 Wochenstunden oder 75 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Gesamtdauer der Ausbildung verändert sich nicht.
  • Variante 2: Die Arbeitszeiten im Ausbildungsbetrieb einschließlich des Berufsschulunterrichts betragen mindestens 20 Wochenstunden. Die Gesamtdauer der Ausbildung wird wegen der kürzeren Wochenarbeitszeiten um ein Jahr verlängert.

Um eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren zu können, muss ein Antrag bei der zuständigen Kammer gestellt werden. Alle betrieblichen Ausbildungsberufe können grundsätzlich in einer Teilzeitausbildung erlernt werden. Der Ausbildungsbetrieb entscheidet, ob er eine Ausbildung in Teilzeit möglich macht. Binden Sie die Beratungsfachkräfte der Agenturen für Arbeit und Jobcenter in Gespräche mit dem Arbeitgeber ein, da Teilzeitberufsausbildungen oft eine neue Ausbildungsform darstellen und eventuell Vorbehalte bestehen. Im Rahmen der Arbeitgeberberatung werden die Vorteile einer Teilzeitausbildung erläutert.

Sie können auch bei der Arbeitsagentur oder im Jobcenter nachfragen, die Beraterinnen und Berater wissen, welche Betriebe dieses Angebot haben. Auch über die Jobsuche können Sie Ausbildungsplätze in Teilzeitform finden.

Zur Ausbildungsplatzsuche Teilzeit

Berufsrückkehrende und Wiedereinsteigende ab dem 25. Lebensjahr haben die Möglichkeit, mit dem Förderprogramm "Zukunftsstarter" einen fehlenden Berufsabschluss nachzuholen. Gefördert werden dabei Qualifizierungen in Vollzeit und in Teilzeit, die auf einen anerkannten Berufsabschluss ausgerichtet sind. Dazu gehören:

  • Umschulungen, die – vorrangig in einem Ausbildungsbetrieb – zu einem anerkannten Berufsabschluss führen.
  • Lehrgänge zur Vorbereitung auf eine sogenannte "Externenprüfung". Diese Prüfungen werden vor der zuständigen Kammer abgelegt. Bei einem Bildungsträger besuchen Sie einen Lehrgang, der Sie auf die Prüfung vorbereitet.
  • Qualifizierungen, in denen Sie zwar keinen Berufsabschluss, stattdessen aber eine bestimmte Teilqualifikation erwerben. Nach mehreren Teilqualifikationen können Sie die Abschlussprüfung vor einer Kammer ablegen.

Erste Informationen zu der Initiative finden Sie im Flyer Werde Zukunftsstarter.

Gut zu wissen: Wenn Sie die allgemeinbildende Schule ohne Abschluss verlassen haben, können Sie diesen auch später nachholen. Informieren Sie sich hier zum Schulabschluss nachholen - zweiter Bildungsweg.

Falls Sie Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben haben, können Sie sich anonym an die Hotline "Alfa Telefon" des Bundesverbands Alphabetisierung und Grundbildung e.V. wenden. Sie erreichen die Beratung unter der Telefonnummer 0800 53 33 44 55 (gebührenfrei).

Zur Kurssuche

Sie haben bereits vor dem Beginn der Elternzeit mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart, dass Sie wieder an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren? Dann haben Sie vielleicht auch Vorkehrungen dafür getroffen, dass der Kontakt während der Elternzeit nicht abreißt. Viele Mütter und Väter in Elternzeit vereinbaren mit Ihrem Arbeitgeber eine Teilzeitbeschäftigung, die möglicherweise im Homeoffice erledigt werden kann.

Verständigen Sie sich auch darauf, während Ihrer Elternzeit an betrieblichen Fort- und Weiterbildungen teilnehmen zu können. Besprechen Sie mit Ihren Vorgesetzten frühzeitig, ob nach der Elternzeit bestimmte Fortbildungen Ihren Wiedereinstieg unterstützen könnten. Machen Sie sich Gedanken dazu, welche neuen Aufgaben Sie eventuell übernehmen könnten. Überlegen Sie sich, welche Weiterbildung gegebenenfalls dabei helfen würde, dass Sie diese neuen Aufgaben gut erledigen können. Viele Arbeitgeber werden es schätzen, wenn Sie selbst Vorschläge machen. Bleiben Sie mit Kolleginnen und Kollegen in Kontakt  und nehmen Sie an außerbetrieblichen Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern und Jubiläen teil, um am sozialen Leben bei Ihrem Arbeitgeber weiterhin teilzuhaben. Weitere Informationen dazu finden Sie auf Familie und Beruf vereinbaren.

Tipp: Für bestimmte Weiterbildungen kann Ihr Arbeitgeber auch eine Förderung durch die Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen. Ob eine Unterstützung im Einzelfall gewährt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Lassen Sie sich dazu von Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater im Jobcenter oder der Agentur für Arbeit beraten.

Je länger die Auszeit, umso größer sind in der Regel auch die Veränderungen, die der Wandel im erlernten Beruf und bei Arbeitgebern mit sich gebracht hat. Wenn es vielleicht beim alten Arbeitgeber keine Möglichkeiten zum Wiedereinstieg gibt, dann kann eine Weiterbildung der beste Weg sein, um wieder den Anschluss und Arbeit zu finden. Grundsätzlich sind zwei Zielrichtungen möglich:

  • Mit einer Umschulung erlernen Sie einen neuen Beruf. Das kann zirka 2 bis 3 Jahre dauern. Für diesen Weg sollten Sie Durchhaltevermögen besitzen und ein für diesen Zeitraum geringes Einkommen bewältigen können. Informieren Sie sich deshalb ausführlich über einen Berufswechsel.
  • Mit einer Qualifizierungsmaßnahme frischen Sie Ihre Kenntnisse in dem Bereich auf, in dem Sie bereits vor Ihrer Erwerbsunterbrechung tätig waren. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten einer beruflichen Qualifizierung.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann Sie die Agentur für Arbeit unterstützen, indem sie eine Umschulung oder eine Qualifizierungsmaßnahme durch einen Bildungsgutschein fördert. 

Gut zu wissen: Das Aktionsprogramm Perspektive Wiedereinstieg unterstützt Sie bei der Rückkehr in den Beruf.

Perspektive Wiedereinstieg

Sie wollten nach Ihrer Ausbildung oder einem ersten Studienabschluss Karriere machen und haben den Plan zurückgestellt, weil Sie Mutter oder Vater geworden sind, beziehungsweise die Pflege von Angehörigen übernommen haben? Dann ist jetzt die Gelegenheit günstig, um mit einer aufstiegsorientierten Weiterbildung beruflich weiterzukommen.

Ob Sie den beruflichen oder den akademischen Aufstiegsweg wählen: Moderne Lernformen und eine Vielzahl an berufsbegleitenden Studienmodellen sorgen dafür, dass Sie dabei Familie, Pflege und Beruf unter einen Hut bringen können.

Viele Angebote am Bildungsmarkt können Sie bereits während der Eltern- oder Pflegezeit nutzen und zum Abschluss bringen.

Mehr zu Aufstiegswegen

Sie haben ein Studium wegen Ihrer familiären oder persönlichen Situation unterbrochen oder vielleicht gar nicht begonnen? Dann können Sie an vielen Hochschulen auf besondere Studienmodelle zurückgreifen, die auf die Bedürfnisse von Eltern und Pflegende zugeschnitten sind. Eine Möglichkeit ist das sogenannte Teilzeitstudium. Der zeitliche Studienaufwand pro Semester ist geringer als bei einem Vollzeitstudium, die gesamte Studiendauer verlängert sich entsprechend.

Bachelorstudiengänge und Masterstudiengängen werden in Teilzeit angeboten. Informieren Sie sich direkt bei der jeweiligen Hochschule. Die Aufnahme in einen Teilzeit-Studiengang müssen Sie bei der jeweiligen Hochschule beantragen. Falls Sie Kinderbetreuung benötigen, erkundigen Sie sich bei der jeweiligen Hochschule nach einer möglichen Unterbringung.

Gut zu wissen: Bei der Einschreibung in einen Teilzeit-Studiengang geht der Anspruch auf eine BAföG-Förderung verloren. Daher sollten Sie sich fachkundig beraten lassen, wie Sie Ihren Lebensunterhalt und die Kinderbetreuung oder Pflege finanzieren können. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind hier die Sozialberatungsstellen der Hochschulen beziehungsweise die Studentenwerke.

Ein Teilzeitstudium ist nicht die einzige Form, mit der sich Familienaufgaben und ein Studium vereinbaren lassen. Informieren Sie sich – zum Beispiel auf den Webseiten der Hochschulen – über weitere Studienmodelle wie etwa berufsbegleitende Studiengänge. Diese ermöglichen es Berufstätigen, neben dem Beruf zu studieren. Hierzu zählen unter anderem Abend- und Fernstudiengänge. Weitere Informationen finden Sie unter Studiengänge und Studienformen

Zur Kurssuche

Es gibt viele gute Gründe, sich beruflich selbstständig zu machen: Sie können eigene Ideen umsetzen und eigenverantwortlich entscheiden, die Arbeitszeit frei einteilen und dadurch möglicherweise familiäre Aufgaben besser mit dem Beruf vereinbaren.

Der Schritt in die Selbstständigkeit hat allerdings auch weitreichende Folgen, über die Sie sich vor der Gründung gut informieren sollten. Fragen Sie sich zum Beispiel, ob Sie über Eigenschaften einer erfolgreicher Unternehmerin beziehungsweise eines Unternehmers verfügen, wie Selbstdisziplin, Zielstrebigkeit, Organisationstalent und Kommunikationsfähigkeit.

Neben Ihrem fachlichen Know-how ist auch kaufmännisch-betriebswirtschaftliches Wissen unabdingbar, damit Ihr Unternehmen am Markt bestehen kann. Eine Weiterbildung ist dabei oft eine sehr gute Vorbereitung.

Tipp: Mit der Kurssuche finden Sie Seminare und Lehrgänge, die Sie auf eine selbstständige Tätigkeit vorbereiten oder in denen Sie lernen, was bei der Übernahme eines vorhandenen Betriebes zu beachten ist.

Zur Kurssuche

Sie hat den beruflichen Wiedereinstieg geschafft: