Einstiegsgeld für eine Beschäftigung

Mit Einstiegsgeld können wir Ihnen den Start in einen neuen Job finanziell erleichtern. Erfahren Sie, welche Voraussetzungen gelten und wie Sie das Einstiegsgeld beantragen.

Branding-Bereich Beschreibung

Wenn Sie Arbeitslosengeld II beziehen, soll es sich für Sie finanziell lohnen, wenn Sie wieder arbeiten. Damit das auch bei zunächst gering bezahlten Stellen der Fall ist, unterstützen wir Sie finanziell beim Einstieg ins Arbeitsleben.

Das sogenannte Einstiegsgeld können Sie beantragen, wenn Sie bald einen Job antreten, dessen Entgelt nicht oder kaum über Ihrem bisherigen Arbeitslosengeld II liegt.

Das Jobcenter kann Einstiegsgeld auch bei einer befristeten Stelle oder einer Stelle in Teilzeit zahlen. Das hängt unter anderem davon ab, ob sich dadurch Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt langfristig verbessern. 

Gut zu wissen: Einstiegsgeld können Sie auch erhalten, wenn Sie sich selbstständig machen wollen. Mehr dazu und wie wir Sie in diesem Fall zusätzlich fördern können, erfahren Sie auf der Seite Unterstützung für eine Existenzgründung.

Voraussetzungen

Grundvoraussetzung für das Einstiegsgeld ist, dass Sie unmittelbar vor Arbeitsaufnahme Arbeitslosengeld II erhalten. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie Ihren Lebensunterhalt allein durch Arbeitslosengeld II bestreiten oder Ihr Einkommen ergänzen.

Außerdem müssen Sie folgende weitere Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Beschäftigung ist sozialversicherungspflichtig, das heißt: Von Ihrem Entgelt werden Beiträge an die Sozialversicherung abgeführt.
  • Die Stelle bietet Ihnen gute Aussichten, nicht mehr auf Arbeitslosengeld II angewiesen zu sein.
  • Sie beantragen das Einstiegsgeld, bevor Sie die neue Stelle antreten. Wichtig: Sie können den Antrag nicht nachträglich stellen.

Wichtig: Ob Sie Einstiegsgeld erhalten, entscheidet Ihre Ansprechperson beim Jobcenter. Sie haben keinen rechtlichen Anspruch darauf.

Höhe und Dauer

Wie viel Einstiegsgeld Sie erhalten, hängt von Ihren persönlichen Lebensumständen ab. Es gibt keinen rechtlichen Anspruch auf einen bestimmten Betrag. Beispielsweise spielt es eine Rolle, ob Sie alleine oder mit anderen Personen in einer Bedarfsgemeinschaft zusammenleben. Weiterhin ist entscheidend, wie lange Sie arbeitslos waren und wie Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind.

Es kann auch vereinbart werden, dass sich der Betrag im Laufe der Förderung ändert: Sie können zum Beispiel in den ersten Monaten der neuen Beschäftigung mehr Einstiegsgeld erhalten, als am Ende des Bewilligungszeitraums. Das legt Ihre Ansprechperson im Jobcenter zu Beginn der Förderung fest.

Einstiegsgeld erhalten Sie für höchstens 24 Monate. Es wird zu Beginn eines Monats ausgezahlt und ist anrechnungsfrei. Das bedeutet: Das Einstiegsgeld wird ohne Abzüge an Sie ausgezahlt und nicht auf Ihr Arbeitslosengeld II angerechnet.

Einstiegsgeld beantragen

Beratungstermin

Lassen Sie sich von uns beraten. Vereinbaren Sie dazu einen Termin bei Ihrem Jobcenter. Welches Jobcenter für Sie zuständig ist, können Sie mit der Dienststellensuche ermitteln.

Jobcenter finden

In Ihrem Termin besprechen Sie die Voraussetzungen für Einstiegsgeld. Ihr Jobcenter entscheidet dann, ob Sie Einstiegsgeld erhalten können.

Antrag stellen

Ergibt sich aus dem Gespräch, dass in Ihrem Fall eine Förderung infrage kommt, können Sie den Antrag stellen. Das geht zum Beispiel online. In diesem Fall wird der Online-Antrag auf Einstiegsgeld in Ihrem BA-Benutzerkonto für Sie freigeschaltet. Melden Sie sich bei Ihrem Benutzerkonto an, füllen Sie den Online-Antrag aus und übermitteln Sie Ihre Nachweise online.

Einstiegsgeld online beantragen

Bescheid erhalten

Sie erhalten einen Bescheid. Das ist die schriftliche Antwort, ob Sie die Förderung erhalten. Wird Ihr Antrag bewilligt, steht darin, wie lange und in welcher Höhe Sie Einstiegsgeld erhalten.

Stelle antreten

Sie treten Ihre neue Stelle an. Wir überweisen Ihnen dann monatlich das Einstiegsgeld auf Ihr Konto.

Rechtliche Grundlage für Einstiegsgeld ist Paragraf 16b Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II).