Jobchancen verbessern

Um eine Stelle zu finden, fehlen Ihnen bislang bestimmte Fähigkeiten oder Qualifikationen. Wir unterstützen Sie dabei, diese zu erwerben.

Sie haben sich schon mehrfach beworben – aber immer ohne Erfolg. Das kann verschiedene Ursachen haben: Vielleicht benötigen Sie zusätzliches berufliches Wissen oder neue Qualifikationen. Es kann auch sein, dass Sie bereits längere Zeit arbeitslos sind und/ oder Ihnen die berufliche Praxis fehlt. Gesundheitliche Einschränkungen oder die Bedürfnisse Ihrer Familie können weitere Gründe dafür sein, dass Sie bislang keine Arbeit haben.

Wir sind für Sie da, um gemeinsam mit Ihnen festzustellen, wie wir Ihre Chancen auf eine Arbeitsstelle erhöhen können. Gerne zeigen wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch, welche Möglichkeiten es gibt, Sie zu unterstützen. Vereinbaren Sie dazu einen Beratungstermin.

Kompetenzen verbessern – mit Kursen oder im Betrieb

Wenn zusätzliche Fähigkeiten oder neues Wissen Ihre Chancen auf eine Arbeitsstelle erhöhen, können wir Sie mit folgenden Angeboten unterstützen:

Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung

Wir unterscheiden dabei zwischen Maßnahmen bei einem Träger (MAT) und Maßnahmen bei einem Arbeitgeber (MAG).

Zu den MAT zählen zum Beispiel Bewerbungstrainings, IT-Lehrgänge oder Coachings für Personen, die an einer Existenzgründung interessiert sind. Diese werden von sogenannten Maßnahmeträgern durchgeführt. Das sind zertifizierte Unternehmen, die Kurse anbieten. In diesen Kursen können Sie bestimmte Kompetenzen erwerben. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite: Maßnahme bei einem Träger (MAT) beantragen

Eine MAG findet direkt in einem Betrieb statt. Dadurch können Sie einer möglichen Arbeitgeberin oder einem möglichen Arbeitgeber Ihre beruflichen Fähigkeiten zeigen. Gleichzeitig können Sie vorhandene Fähigkeiten ausbauen. Mehr erfahren Sie auf der Seite: Maßnahme beim Arbeitgeber (MAG)

Frau spricht mit Mann

Berufliche Weiterbildung

Eine berufliche Weiterbildung ermöglicht es Ihnen, Ihre berufsbezogenen Stärken zu erhalten und weiterzuentwickeln. Man unterscheidet grundsätzlich 2 Arten von beruflicher Weiterbildung:

Eine Anpassungsweiterbildung hilft Ihnen Ihr berufliches Fachwissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen. Das kann zum Beispiel ein Lehrgang für eine bestimmte Fach-Software sein. Anpassungsweiterbildungen können vom Jobcenter gefördert werden, wenn Sie bestimmte persönliche Voraussetzungen erfüllen. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit uns, um abzuklären, ob eine Förderung in Ihrem Fall möglich ist. Ist das der Fall, können Sie einen Bildungsgutschein erhalten, mit dem Sie sich selbst eine passende Weiterbildung aussuchen können. Sie können aber auch ein Angebot für eine konkrete Weiterbildung von uns erhalten.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft Ihnen, beruflich aufzusteigen. Das bedeutet, dass Sie im Anschluss an die Weiterbildung eine höhere berufliche Position einnehmen können, in der Sie zum Beispiel andere führen oder ausbilden dürfen. Ein Beispiel hierfür ist eine Weiterbildung zur Meisterin oder zum Meister. Aufstiegsweiterbildungen werden in der Regel durch das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Aufstiegs-BAföG) gefördert. Gegebenenfalls kann Sie Ihr Jobcenter durch ergänzende Leistungen unterstützen. Sprechen Sie dazu Ihre Integrationsfachkraft in einem Beratungsgespräch an.

Im Bereich Beruflich weiterbilden finden Sie weitere Informationen. Dort erfahren Sie unter anderem, wie Sie eine passende Weiterbildung finden und welche Förderungen für Sie infrage kommen.

Ausbildung absolvieren

Eine abgeschlossene Ausbildung verbessert Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt ganz wesentlich. Wir unterstützen Sie auf dem Weg zu einem Berufsabschluss.

  • Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit hilft Ihnen dabei, sich beruflich zu orientieren und auf eine Ausbildung vorzubereiten. 
  • Wenn Sie unter 25 sind, können Sie sich vor und während einer Ausbildung bei den Jugendberufsagenturen beraten lassen. 

Bereiten Sie sich bereits vorab auf Ihr Beratungsgespräch vor: Nutzen Sie zum Beispiel Check-U – das Erkundungstool, um Ausbildungsberufe zu finden, die zu Ihren Stärken passen.

Frau und Mann unterhalten sich in einer Werkstatt

Gut zu wissen: Wenden Sie sich an Ihre Integrationsfachkraft, wenn Sie Schwierigkeiten während der Ausbildung haben. Gemeinsam finden wir heraus, wie wir sie am besten unterstützen können.

Praktische Erfahrung sammeln

Bleiben Sie aktiv – auch ohne Arbeitsstelle. Es gibt viele Möglichkeiten, auch ohne festen Job eine sinnvolle Aufgabe zu übernehmen und dabei die eigenen Stärken einzubringen. Eine sogenannte Arbeitsgelegenheit oder ein Ehrenamt sind solche Möglichkeiten. Nicht zuletzt können Sie damit auch Kontakte knüpfen oder bei Ihren Bewerbungen punkten.

Arbeitsgelegenheit

Wenn Sie bereits lange Zeit Arbeitslosengeld II beziehen, können Sie eine Arbeitsgelegenheit (AGH) wahrnehmen. Eine AGH bietet Ihnen die Chance, wieder in der Arbeitswelt Fuß zu fassen, indem Sie zeitlich befristet bei einem Träger arbeiten. Wenden Sie sich an Ihr zuständiges Jobcenter, wenn Sie sich für eine Arbeitsgelegenheit interessieren.

Tipp: Was eine Arbeitsgelegenheit bringt und wie sie die Suche nach einer neuen Stelle voranbringt, lesen Sie auch im Erfolgsbeispiel von Francesco.

Mann mit Pflanze

Ehrenamt

Wenn Sie ein Ehrenamt ausüben, setzen Sie Ihre Fähigkeiten und Ihr Wissen unentgeltlich für das Wohl der Gemeinschaft ein. Gleichzeitig bietet ein Ehrenamt auch Ihnen viele Vorteile:

  • Sie probieren neue Tätigkeiten aus.
  • Sie erwerben zusätzliche Fähigkeiten und können in zukünftigen Bewerbungen damit punkten.
  • Sie lernen neue Menschen kennen, die Ihnen vielleicht bei der Jobsuche helfen, Sie über offene Stellen informieren oder in ihrem Betrieb empfehlen können.

Wenn Sie sich für ein Ehrenamt interessieren, berät Sie Ihre Freiwilligenagentur vor Ort. Die Expertinnen und Experten dort vermitteln Ihnen den Kontakt zu einer passenden Einrichtung.

Wichtig: In manchen Fällen erhalten Sie für eine ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung. Beträgt sie mehr als 200 Euro, wird sie auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

Weitere Angebote und Möglichkeiten

Unser Ziel ist es, dass Sie eine Stelle finden, die so gut wie möglich zu Ihren Fähigkeiten und Ihren persönlichen Lebensumständen passt. Wir berücksichtigen zum Beispiel familiäre Verpflichtungen oder gesundheitliche Einschränkungen. Sprechen Sie uns im Beratungstermin einfach darauf an.

Wenn Sie schon länger arbeitslos sind oder jünger als 25 Jahre und große Schwierigkeiten haben, eine neue Stelle zu finden, können wir Sie gegebenenfalls durch eine sogenannte Freie Förderung unterstützen. Weitere Informationen zur Freien Förderung und welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, erfahren Sie auf der Seite Freie Förderung durch das Jobcenter.

Lassen Sie sich beraten – Vor Ort oder online

Nutzen Sie unsere Beratung vor Ort, wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihre Jobaussichten verbessern können.

Viele Jobcenter bieten Beratungsgespräche per Video an. Fragen Sie bei Interesse bei Ihrem Jobcenter nach, ob dort Videotermine möglich sind. Wie diese Termine ablaufen und welche technischen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, erfahren Sie auf der Seite Beratung per Video.

Mutter mit Kind vor dem Laptop

Weitere Unterstützung der Jobcenter