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Bedarfe: So setzt sich Arbeitslosengeld II zusammen

Informieren Sie sich, aus welchen Bausteinen sich Ihr Bedarf zusammensetzt und was das konkret für Sie bedeutet.

Bedarfe: Das ist gemeint

Arbeitslosengeld II bekommen Menschen, die hilfebedürftig sind. Das bedeutet, dass Sie Ihren Lebensunterhalt und den Ihrer Bedarfsgemeinschaft nicht selbst bestreiten können.

Arbeitslosengeld II besteht aus verschiedenen Bausteinen. Diese heißen Bedarfe.

Regelbedarf

Damit sind die Kosten gemeint, die Ihren Lebensunterhalt sichern sollen. Dazu gehören vor allem …

  • Ernährung,
  • Kleidung,
  • Körperpflege,
  • Hausrat,
  • Haushaltsenergie und
  • persönliche Bedürfnisse.

Für den Regelbedarf erhalten Sie einen monatlichen Pauschalbetrag. Die genauen Beträge finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Ein älterer Mann zeigt einem jüngeren Mann etwas an einem Laptop-Bildschirm.

Wie Sie diesen Betrag verwenden, entscheiden Sie selbst. Sie sollten monatlich einen Betrag anzusparen – für den Fall, dass Sie zum Beispiel ein Haushaltsgerät ersetzen müssen.

Mehrbedarf

Mit dem Mehrbedarf erhalten Sie einen Zuschuss für Kosten in besonderen Lebenslagen – zum Beispiel wenn Sie alleinerziehend oder schwanger sind oder Sie sich aus medizinischen Gründen kostenaufwändig ernähren müssen.

Einmalbedarfe

Das sind Geld- oder Sachleistungen (Gutscheine), die Sie einmalig bekommen können, wenn Sie zum Beispiel …

  • Ihre erste eigene Wohnung einrichten oder
  • schwanger sind und eine Erstausstattung für Ihr Kind benötigen.

Diese Leistungen können Sie auch beantragen und bekommen, wenn Sie kein Arbeitslosengeld II beziehen.

Voraussetzung ist, dass Sie kein ausreichendes Einkommen oder Vermögen haben, um diesen speziellen Bedarf zu decken.

Frau sitzt zwischen Umzugskisten

Finanzielle Leistungen für Bildung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen

Die Leistungen für Bildung und Teilhabe – auch Bildungspaket genannt – helfen, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsen bis 25 Jahre besser am sozialen und kulturellen Leben teilhaben können.

Diese zusätzlichen Zuschüsse gibt es auf Antrag, zum Beispiel für Schulausflüge, Nachhilfe, den Sportverein oder zusätzlichen Musikunterricht.

Das müssen Sie beachten: Vorrangige Leistungen

Wenn Sie Anspruch auf andere (Sozial-)Leistungen haben könnten, müssen Sie diese auch beantragen. Sie können so nämlich Ihre Hilfebedürftigkeit und die Ihrer Bedarfsgemeinschaft verringern oder beseitigen.

Wichtige vorrangige Leistungen sind zum Beispiel:

  • Kindergeld der Familienkasse
  • Unterhaltsvorschuss des Jugendamtes
  • Renten

Arbeitslosengeld ist auch eine vorrangige Leistung. Wenn Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, müssen Sie es nutzen. Wenn Ihr Arbeitslosengeld die Kosten für den Lebensunterhalt nicht abdeckt, können Sie mit Arbeitslosengeld II aufstocken.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Bedarfen

In bestimmten Lebenssituationen können Sie zusätzliche Leistungen beantragen, einen sogenannten Mehrbedarf.

Einen Mehrbedarf haben Sie zum Beispiel, wenn Sie …

  • bestimmte chronische Erkrankungen haben,
  • schwanger oder
  • alleinerziehend sind.

Wenden Sie sich in einem solchen Fall an Ihr Jobcenter. Sie erfahren dann, welche zusätzliche Unterstützung Sie bekommen.

Wenn Sie chronisch krank sind, informiert Sie Ihr Jobcenter für welche Erkrankungen Sie einen Mehrbedarf beantragen können.

Ja, wenn Ihr Arbeitslosengeld nicht für Ihren Lebensunterhalt und die Kosten für Ihre Unterkunft reicht, können Sie zusätzlich mit Arbeitslosengeld II aufstocken.

Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Jobcenter und erfahren Sie mehr über die Voraussetzungen.

Wenn Sie Arbeitslosengeld II beziehen, sollten Sie monatlich einen Teilbetrag ansparen.

In bestimmten Fällen gewährt Ihnen das Jobcenter auch ein Darlehen. Das zahlen Sie dann in monatlichen Raten zurück.

Schulden müssen Sie selbst zurückzahlen. Das Jobcenter vergibt keine Darlehen für private Schulden.

Sie können aber die Hilfe einer Schuldnerberatung in Anspruch zu nehmen. Ihr Jobcenter stellt in einem solchen Fall den Kontakt her.

Wenn Sie Ihre Schulden nicht abbezahlen können, können Sie ein pfändungssicheres Konto (P-Konto) bei Ihrer Bank einrichten lassen.