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Kindergeld: Anspruch, Höhe, Dauer

In Deutschland soll die grundlegende Versorgung von Kindern sichergestellt werden. Dafür gibt es Kindergeld. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen zu dieser Leistung.

Voraussetzungen für Kindergeld

Sie haben Anspruch auf Kindergeld, wenn

  • Ihr Kind unter 18 Jahren ist (unter bestimmten Voraussetzungen können Sie auch Kindergeld für volljährige Kinder erhalten),
  • Sie Ihr Kind regelmäßig versorgen und es in Ihrem Haushalt lebt (das gilt auch für Stiefkinder, Enkelkinder oder Pflegekinder) und
  • Ihr Wohnort in Deutschland, einem anderen Land der EU, in Norwegen, Liechtenstein, Island oder der Schweiz ist. Mehr erfahren Sie auf der Seite Kindergeld für Menschen im oder aus dem Ausland.

Auszahlung des Kindergeldes

Kindergeld erhält immer nur eine Person, in der Regel ein Elternteil. Bei mehreren Kindern werden die einzelnen Beträge als eine Summe ausgezahlt.

Wann das Kindergeld auf Ihr Konto überwiesen wird, richtet sich nach Ihrer Kindergeldnummer. Das genaue Datum finden Sie auf der Seite Auszahlungstermine 2019/2020.

Familie liegt auf einem Bett

Höhe des Kindergeldes

In der Regel erhalten Sie für jedes Kind mindestens 204 Euro Kindergeld im Monat.

Haben Sie mehrere Kinder, bestimmt ihre Anzahl die Höhe des Kindergeldes, das Sie insgesamt erhalten. Das gilt auch dann, wenn eines der Kinder nicht bei Ihnen lebt: Ab dem dritten Kind steht Ihnen mehr Kindergeld zu – auch, wenn dessen Geschwister beim anderen Elternteil leben.

Kindergeld seit dem 1. Juli 2019
  • 1. Kind: 204 Euro
  • 2. Kind: 204 Euro
  • 3.  Kind: 210 Euro
  • ab dem 4. Kind: 235 Euro

Grundsätzlich gilt: Nur Kinder, die die Voraussetzungen erfüllen, haben Anspruch auf Kindergeld.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Kindergeld

Lebt eines Ihrer Kinder nicht in Ihrem Haushalt, haben Sie keinen Anspruch auf Kindergeld für dieses Kind. Hat es Geschwister, für die Sie die Leistung beanspruchen können, wird es „Zählkind“ genannt. Der Grund: Wird das Kindergeld für seine Geschwister berechnet, wird es mit dazu gezählt. Das bedeutet: Wenn Sie ein oder mehrere Zählkinder bei der Beantragung angeben, erhalten Sie unter Umständen mehr Kindergeld, als wenn Sie sie nicht nennen.

Beispiel: Frau Müller hat ein Kind aus einer früheren Beziehung. Das Kindergeld für dieses Kind erhält ihr ehemaliger Lebensgefährte. Mit ihrem neuen Ehemann hat Frau Müller 2 Kinder. Obwohl Frau Müller für ihr erstes Kind kein Kindergeld bezieht, gibt sie es beim Antrag für die anderen 2 Kinder mit an. Dadurch zählen diese als zweites und drittes Kind. Das Kindergeld für die beiden Kinder (seit Juli 2019: 204 Euro + 210 Euro) fällt dadurch höher aus.

Sie könnten ein Zählkind angeben, Ihre Partnerin beziehungsweise Ihr Partner aber nicht? Dann sollten Sie das Kindergeld beantragen. So gehen Sie sicher, den höchstmöglichen Betrag zu erhalten.  

Sie können Kindergeld auch rückwirkend beantragen.

Bitte beachten Sie: Die Frist zur rückwirkenden Zahlung von Kindergeld beträgt 6 Monate. Beantragen Sie Kindergeld daher rechtzeitig und vermeiden Sie finanzielle Nachteile.

Verändern sich Ihre persönlichen Verhältnisse, kann das Auswirkungen auf Ihren Anspruch haben. Es kann sein, dass Sie zum Beispiel weniger Kindergeld erhalten. Zu viel erhaltenes Geld, eine sogenannte Überzahlung, müssen Sie zurückzahlen.

Sei erhalten in einem solchen Fall einen Aufhebungs- und Erstattungsbescheid.

Wenn Sie zuviel Kindergeld erhalten haben, müssen Sie dieses über den Inkasso-Service der Bundesagentur für Arbeit zurückzahlen. Mehr erfahren Sie auf der Seite Inkasso-Service: Wie Sie richtig reagieren.

Wichtig: Überweisen Sie das Geld nicht einfach zurück! Warten Sie bitte unser Schreiben ab, in dem wir Sie zur Rückzahlung auffordern.

Mehr Informationen hierzu finden Sie im Merkblatt Kindergeld.

Die Familienkasse prüft regelmäßig, ob die Voraussetzungen für die Zahlungen noch vorliegen. Sie erhalten dazu einen Fragebogen.

Damit wird zum Beispiel ermittelt, ob

  • Sie sich noch in Deutschland aufhalten,
  • Ihr Kind weiterhin in Ihrem Haushalt lebt oder
  • Ihr Kind noch in Schul- beziehungsweise Berufsausbildung ist.

Sollte eine Bescheinigung notwendig sein, liegt dem Schreiben der Familienkasse meist ein entsprechender Vordruck bei.

Füllen Sie den Fragebogen bitte sorgfältig aus und fügen Sie die notwendigen Unterlagen bei.

Antworten Sie der Familienkasse bitte innerhalb der genannten Frist. Wenn Sie mehr Zeit benötigen, informieren Sie uns bitte. So stellen Sie sicher, dass Zahlungen nicht unterbrochen werden.

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Kindergeld.

Sobald Ihr Antrag bei uns eingegangen ist, prüfen wir, ob Ihre Unterlagen vollständig sind. Wenn Angaben oder Belege fehlen, rufen wir Sie an oder schreiben Ihnen. Es kann auch sein, dass wir noch weitere Angaben von Ihnen, von dritten Personen oder Ämtern benötigen.

Haben Sie nach 6 Wochen noch nichts von uns gehört, können Sie sich telefonisch nach dem Stand der Bearbeitung erkundigen. Nehmen Sie dazu bitte über unsere Service-Telefonnummer Kontakt mit uns auf:

0800 4 5555 30 (gebührenfrei)

Keine Sorge: Wenn die Bearbeitung länger dauert, ändert das nichts an der Höhe Ihrer Kindergeldzahlung.

Manchmal kommt es vor, dass

  • ein Antrag abgelehnt wird,
  • Sie weniger Geld bekommen, als Sie gedacht haben, oder
  • Ihnen unklar ist, was der Inhalt des Bescheids genau bedeutet.

Bitte kommen Sie in diesen Fällen auf uns zu. Sicher können wir in einem Gespräch Ihre Fragen klären.

Einspruch oder Widerspruch gegen einen Bescheid einlegen

Am Ende eines Kindergeld-Bescheids werden Sie über Ihre Rechte informiert (Rechtsbehelfsbelehrung). Sie haben die Möglichkeit, innerhalb eines Monats Einspruch beziehungsweise Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen. Bitte schicken Sie Ihren Einspruch oder Widerspruch an den Absender des Bescheids. Sie können auch bei Ihrer Familienkasse vor Ort vorbeikommen. Wir überprüfen die Entscheidung dann noch einmal.

Klage gegen einen Bescheid einlegen

Wurde Ihr Einspruch oder Widerspruch abgelehnt und, können Sie Klage erheben. In der Rechtsbehelfsbelehrung finden Sie dazu nähere Informationen – zum Beispiel, welches Gericht für Ihre Klage zuständig ist.