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Kindergeld: Nachweise und Bescheinigungen einreichen

Damit wir Ihren Antrag auf Kindergeld bearbeiten können, benötigen wir bestimmte Nachweise von Ihnen. Erfahren Sie, welche Unterlagen Sie genau brauchen.

Wann Sie Nachweise einreichen müssen

Mit Nachweisen belegen Sie, dass Ihr Kind die Voraussetzungen für Kindergeld erfüllt.

Ist Ihr Kind jünger als 18 Jahre müssen Sie im Regelfall nur Ihre steuerliche Identifikationsnummer sowie die Ihres Kindes mitteilen.

Ist Ihr Kind älter als 18 Jahre ist, benötigen wir zusätzliche Belege, zum Beispiel Praktikumsbestätigung oder Schulbescheinigung. Weiter unten lesen Sie, welche Nachweise wir in Ihrem Fall benötigen.

Wenn Sie Kindergeld für ein Kind beantragen, das im Ausland geboren wurde oder dort lebt: Bitte legen Sie eine Kopie der ausländischen Geburtsurkunde vor. Falls Sie ein anderes amtliches Dokument besitzen, das die Geburt Ihres Kindes bescheinigt, können Sie dieses ebenfalls als Nachweis nutzen.

Schwangere Frau mit Mädchen

Wie Sie Nachweise bei der Familienkasse einreichen

Sie können die Nachweise persönlich, per Post, Fax oder E-Mail bei Ihrer Familienkasse einreichen. Reichen Sie ausschließlich Kopien ein, niemals Originale!

Falls wir weitere Nachweise von Ihnen benötigen, benachrichtigen wir Sie. Wir teilen Ihnen dann mit, bis wann Sie die fehlenden Dokumente vorlegen müssen.

Wichtig: Geben Sie die benötigten Unterlagen innerhalb der genannten Frist ab. Ansonsten kann sich Ihr Antrag verzögern oder abgelehnt werden.

Reichen Sie diese Nachweise bei der Familienkasse ein:

Wenn Ihr Kind eine betriebliche Ausbildung macht, übersenden Sie der Familienkasse bitte einen Nachweis über die Art und Dauer der Ausbildung. Das kann zum Beispiel eine Kopie des Ausbildungsvertrags sein.

Für Kinder in einer schulischen Berufsausbildung verwenden Sie bitte den Vordruck Schulbescheinigung. Sie können auch eine Bescheinigung einreichen, die die Schule ausgestellt hat.

Sollte Ihr Kind die Ausbildung abbrechen, teilen Sie das bitte umgehend der Familienkasse mit. Nutzen Sie dazu die Erklärung zum Ausbildungsverhältnis.

Wichtig: Auch den Abschluss der Ausbildung müssen Sie uns mitteilen: Bei einer betrieblichen Ausbildung reichen Sie bitte eine Bescheinigung der Ausbildungsstätte ein. Bei einer schulischen Ausbildung benötigen wir eine Kopie des Prüfungszeugnisses. Darin enthaltene Beurteilungen und Benotungen können Sie unkenntlich machen.

Falls Ihr Kind studiert, müssen Sie das jedes Jahr spätestens im Oktober nachweisen. Sie müssen jedes absolvierte Semester belegen, zum Beispiel durch Immatrikulations-Bescheinigungen.

Sollte Ihr Kind das Studium abbrechen, übermitteln Sie uns bitte umgehend die Exmatrikulations-Bescheinigung.

Bei Abschluss des Studiums benötigen wir eine Kopie des Prüfungszeugnisses. Darin enthaltene Beurteilungen und Benotungen können Sie unkenntlich machen.

Wenn Ihr Kind noch keinen Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz hat oder aktuell auf der Suche ist: Verwenden Sie bitte den Vordruck Mitteilung über ein Kind ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Ist Ihr Kind nicht bei einer Agentur für Arbeit als ausbildungsplatzsuchend gemeldet: Belegen Sie bitte mit Bewerbungen, Absagen oder ähnlichen Dokumenten, dass Ihr Kind auf der Suche nach einem Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz ist.

Absolviert Ihr Kind ein Praktikum, übersenden Sie uns bitte einen Nachweis über die Art und Dauer des Praktikums. Das kann zum Beispiel eine Kopie des Praktikumsvertrags sein.

Ist Ihr Kind in einem Freiwilligendienst (zum Beispiel Freiwilliges Soziales Jahr, Bundes-Freiwilligendienst oder Europäischer Freiwilligendienst), können Sie sich vom jeweiligen Träger eine Bescheinigung ausstellen lassen. Reichen Sie eine Kopie davon bei Ihrer Familienkasse ein.

Als Nachweis für Kindergeld für ein Kind mit Behinderung können Sie insbesondere folgende Unterlagen einreichen:

  • Schwerbehindertenausweis
  • Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes
  • Bescheid über die Gewährung einer Rente wegen einer Behinderung
  • Bescheid der Pflegekasse, ärztliche Bescheinigung oder ärztliches Gutachten

Wichtig: Aus der ärztlichen Bescheinigung beziehungsweise dem Gutachten muss hervorgehen, dass eine Behinderung vorliegt und welche Auswirkungen diese auf die Erwerbstätigkeit hat. Falls Ihr Kind das 25. Lebensjahr vollendet hat, muss darin auch genannt werden, seit wann die Behinderung besteht.