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So lassen Sie Ihre ausländischen Abschlüsse anerkennen

Sie haben einen ausländischen Schul- oder Studienabschluss? Sie haben einen Beruf in Ihrem Heimatland erlernt? Dann können Sie ihre Abschlüsse in Deutschland anerkennen beziehungsweise bewerten lassen.

1. Informieren Sie sich.

Die Anerkennung beziehungsweise Bewertung ausländischer Schul-, Berufs- oder Studienabschlüsse wird von unterschiedlichen Stellen durchgeführt, je nachdem, um welchen Abschluss es sich handelt.

  • Für schulische Abschlüsse (Haupt- und Realschulabschlüsse, allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife) sind die Zeugnisanerkennungsstellen der Bundesländer oder die Hochschulen Ihr Ansprechpartner.
  • Für Berufs- und Studienabschlüsse können Sie mit dem Anerkennungsfinder im „Anerkennungsportal“ die für Ihren Abschluss zuständige Stelle finden.

Für eine vertiefte Beratung und weitere Informationen können Sie sich an die Beratungsstellen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ wenden. Erste Informationen erhalten Sie auch im Beratungs- und Vermittlungsgespräch in Ihrer Agentur für Arbeit oder Ihrem Jobcenter. Weitere Infos finden Sie unter "Anerkennung in Deutschland".

2. Bereiten Sie Ihre Unterlagen vor.

Damit Ihre Abschlüsse anerkannt werden können, benötigen Sie Ihre Zeugnisse und Nachweise zu der im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikation.

 

Benötigte Unterlagen für die Anerkennung:

  • Antrag auf Anerkennung Ihrer Abschlüsse (erhalten Sie bei der zuständigen Stelle)
  • Ausweisdokumente sowie Nachweis über Namensänderungen
  • Aufenthaltserlaubnis (für Flüchtlinge/ Asylbewerber/-innen „Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender“)
  • Zeugnisse und tabellarischer Lebenslauf

Manchmal sind auch weitere Nachweise nötig. Zusätzliche Informationen hierzu finden Sie auf „Anerkennung in Deutschland“.

3. Lassen Sie Ihre Zeugnisse übersetzen und beglaubigen.

Ob Schul-, Hochschul- oder Arbeitszeugnis – Sie benötigen für Ihre Unterlagen in der Regel fachkundige Übersetzungen. Damit können Sie staatlich anerkannte/ beeidigte Dolmetscher/-innen oder Übersetzer/-innen beauftragen. Die Adressen erhalten Sie zum Beispiel von Ihrer Arbeitsagentur/ Ihrem Jobcenter oder von den Beratungsstellen, zum Beispiel des Förderprogramms IQ.

Damit Sie nachweisen können, dass Ihr Abschluss gültig ist, lassen Sie Ihre Zeugnisse amtlich beglaubigen. Falls Ihre Dolmetscher/ Übersetzerinnen nicht berechtigt sind, Ihre Nachweise zu beglaubigen, können das auch folgende Stellen übernehmen:

  • Landratsämter
  • Stadt- und Gemeindeverwaltungen (Rathaus)
  • Gerichte
  • Notare/Notarinnen

4. Reichen Sie Ihre Unterlagen zur Anerkennung ein.

Reichen Sie Ihre vollständigen Unterlagen bei der zuständigen Stelle ein. Die Prüfung des Antrags kann bis zu vier Monate dauern.

5. Entdecken Sie Ihre Möglichkeiten.

Nach der Bearbeitung Ihres Antrags erhalten Sie einen Bescheid über die Gleichwertigkeit Ihres Abschlusses. Wenn Ihr Abschluss mit dem deutschen Abschluss nicht vollständig sondern teilweise gleichwertig ist, brauchen Sie gegegebenfalls noch eine Qualifizierung. Angebote zu Anpassungungsqualifizierungen im Zusammenhang eines Anerkennungsverfahrens finden Sie unter KURSNET. Erfahren Sie, welche beruflichen Wege es in Deutschland gibt.

Sie haben weitere Fragen zur Anerkennung Ihrer Abschlüsse? Über die Hotline "Arbeiten und Leben in Deutschland" können wir Sie auf Deutsch oder Englisch zu folgenden Themen gerne beraten:

  • Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
  • Jobsuche, Arbeit und Beruf
  • Einreise und Aufenthalt
  • Deutsch lernen

Die Hotline wird als Maßnahme der Demografiestrategie der Bundesregierung gemeinsam vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Rahmen einer ressortübergreifenden Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), dem Bundesministerium des Innern (BMI), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der BA betrieben. Sie begleitet die bestehenden Angebote von www.make-it-in-germany.com,  www.anerkennung-in-deutschland.de, www.bamf.de, www.arbeitsagentur.de und www.zav.de.