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Zeit für Ausbildung und zwei Kinder

Olfa Ouhaibi (37) hat in Teilzeit eine Ausbildung zur Feinwerkmechanikerin gemacht. 30 Stunden pro Woche war sie an ihrem Arbeitsplatz. So hatte die Alleinerziehende nachmittags Zeit für die Kinder. Am Abend hat sie gelernt.

Nach dreieinhalb Jahren hat Olfa Ouhabi nun ihren Abschluss in der Tasche.

Ausbildung und Familie in Einklang bringen. Dieses Ziel war Olfa Ouhaibi, einer Hamburgerin mit tunesischen Wurzeln, sehr wichtig. Deswegen entschied sie sich, ihre Berufsausbildung zur Feinwerkmechanikerin in Teilzeit zu machen.

Ihr Ausbildungsort war das Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg. Jeden Morgen um 7:30 Uhr erschien sie dort in der Werkstatt. Der Ausbildungstag der alleinerziehenden Mutter endete um 14:30 Uhr. Ihre Arbeitszeiten unterschieden sich damit von den anderen Auszubildenden. Sie fing etwas später an und ging früher. Insgesamt war sie 30 Stunden pro Woche an ihrem Arbeitsplatz.

Nachmittage reserviert für die Kinder

Mit drei Jahren kam Olfa Ouhaibis Sohn in den Kindergarten. Ihre ältere Tochter war bereits im Kindergarten. Das war für Olfa Ouhaibi der richtige Zeitpunkt für den Ausbildungsstart. „Zum Glück gab es keine Probleme mit der Eingewöhnung. Mein Sohn hat sich gut in die Gruppe integriert“, erinnert sie sich.

„Der Arbeitsvermittler hat mir bei der Suche nach einer passenden Ausbildung geholfen. Diese Beratung war sehr hilfreich.“

Ihre Zeiten für Ausbildung und Kinder teilte sie sich genau ein. Die Nachmittage, Abende und Wochenenden waren grundsätzlich für die Kinder reserviert. „Bei einer Ausbildung in Vollzeit wäre kaum Zeit für die beiden geblieben. Doch so konnte ich mich gut um sie kümmern.“

Beratung in Anspruch genommen

Vorher hatte sich Olfa Ouhaibi sechs Jahre ausschließlich um ihre Kinder gekümmert. Ihr Studium der Elektrotechnik hatte sie abgebrochen, als sie Mutter wurde. „Für mich kam später aber nur noch eine Ausbildung in Frage. Sie ist besser mit den familiären Aufgaben zu vereinbaren “, sagt sie.

Über das Modell Teilzeitberufsausbildung hat sie sich genau informiert. So war sie beispielsweise in ihrem örtlichen Jobcenter. „Der Arbeitsvermittler hat mir bei der Suche nach einer passenden Ausbildung geholfen. Diese Beratung war sehr hilfreich.“

Ein wichtiger Anlaufpunkt war außerdem die „Servicestelle Ausbildung in Teilzeit“, kurz SAiT. Die Hamburger Einrichtung berät Interessierte kostenlos und begleitet sie bis zum Berufsabschluss. „Bei meinen Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz wurde ich dort sehr gut unterstützt.“

Frühbetreuung vor der Schule

Nach dreieinhalb Jahren hat Olfa Ouhabi nun ihren Abschluss in der Tasche. Die ausgebildete Feinwerkmechanikerin ist mittlerweile in Vollzeit am Institut der Uni angestellt. 40 Stunden arbeitet sie in der Woche, von 6:30 bis 15 Uhr.

Ihre Kinder, inzwischen acht und neun Jahre alt, gehen beide zur Schule. „Morgens, bevor die Schule beginnt, sind die Kinder dort in der Frühbetreuung. Nachmittags habe ich Zeit, sie abzuholen “, freut sich Olfa Ouhaibi. Noch immer klappt es also gut, Familie und Beruf zu vereinbaren. Den Grundstein dafür hat ihre Ausbildung in Teilzeit gelegt.