
Ausbildung und Familie in Einklang bringen. Dieses Ziel war Olfa Ouhaibi, einer Hamburgerin mit tunesischen Wurzeln, sehr wichtig. Deswegen entschied sie sich, ihre Berufsausbildung zur Feinwerkmechanikerin in Teilzeit zu machen.
Ihr Ausbildungsort war das Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg. Jeden Morgen um 7:30 Uhr erschien sie dort in der Werkstatt. Der Ausbildungstag der alleinerziehenden Mutter endete um 14:30 Uhr. Ihre Arbeitszeiten unterschieden sich damit von den anderen Auszubildenden. Sie fing etwas später an und ging früher. Insgesamt war sie 30 Stunden pro Woche an ihrem Arbeitsplatz.
Nachmittage reserviert für die Kinder
Mit 3 Jahren kam Olfa Ouhaibis Sohn in den Kindergarten. Ihre ältere Tochter war bereits im Kindergarten. Das war für Olfa Ouhaibi der richtige Zeitpunkt für den Ausbildungsstart. „Zum Glück gab es keine Probleme mit der Eingewöhnung. Mein Sohn hat sich gut in die Gruppe integriert“, erinnert sie sich.
Ihre Zeiten für Ausbildung und Kinder teilte sie sich genau ein. Die Nachmittage, Abende und Wochenenden waren grundsätzlich für die Kinder reserviert. „Bei einer Ausbildung in Vollzeit wäre kaum Zeit für die beiden geblieben. Doch so konnte ich mich gut um sie kümmern.“