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Förderung von Langzeitarbeitslosen

Sie wollen langzeitarbeitslosen Menschen die Chance auf einen neuen Berufsstart bieten. Wir unterstützen Sie dabei im Rahmen des Teilhabechancengesetzes.

Langzeitarbeitslosen die Rückkehr ins Arbeitsleben erleichtern, ist ein Ziel der Bundesagentur für Arbeit. Um dafür Ihre Unterstützung als Arbeitgeber zu erhalten, bieten wir Ihnen 2 Möglichkeiten der finanziellen Förderung im Rahmen des Teilhabechancengesetzes.

Fördermöglichkeit 1: Beschäftigter war mindestens 2 Jahre arbeitslos

Wenn Sie jemanden sozialversicherungspflichtig beschäftigen, der mindestens 2 Jahre lang arbeitslos war, können wir Sie mit folgenden Förderleistungen unterstützen:

  • Lohnkostenzuschuss für 2 Jahre

Der Zuschuss beträgt im ersten Jahr des Arbeitsverhältnisses 75 Prozent und im 2. Jahr 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts.

  • Beschäftigungsbegleitende Betreuung (Coaching)

Wir übernehmen die Kosten für ein zweijähriges Coaching, durch das sich die geförderten Beschäftigten leichter wieder an den Arbeitsalltag gewöhnen.

  • Weiterbildungskosten

Wir bezahlen eine Weiterbildung während der Beschäftigung. Die Kosten dafür übernehmen wir ganz oder teilweise.

Menschen im Gespräch am Schreibtisch

Die gesetzliche Grundlage dieser Fördermöglichkeit ist das Teilhabechancengesetz § 16e SGB II „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“. Es regelt Art und Umfang der Förderleistungen.

Fördermöglichkeit 2: Beschäftigter bezog viele Jahre lang Arbeitslosengeld II

Wenn Sie jemanden sozialversicherungspflichtig beschäftigen, der viele Jahre lang Arbeitslosengeld II (Grundsicherung) erhalten hat und über 25 Jahre alt ist, sind folgende Förderleistungen möglich:

  • Lohnkostenzuschuss für bis zu 5 Jahre

Der Zuschuss beträgt in den ersten beiden Jahren 100 Prozent. Im dritten Jahr erhalten Sie 90 Prozent, im vierten 80 Prozent. Im fünften Jahr bezuschussen wir die Stelle noch mit 70 Prozent der Lohnkosten.

Wenn Sie als Arbeitgeber tarifgebunden oder tariforientiert sind, wird der Zuschuss anhand des gezahlten Arbeitsentgelts berechnet. Das ist auch der Fall, wenn für Sie das kirchliche Arbeitsrecht gilt. In allen anderen Fällen ziehen wir den Mindestlohn als Grundlage für die Berechnung heran.

  • Beschäftigungsbegleitende Betreuung (Coaching)

Wir übernehmen die Coaching-Kosten für die geförderten Beschäftigten bis zu 5 Jahre lang.

  • Weiterbildung

Wir erstatten Weiterbildungskosten während des Arbeitsverhältnisses in Höhe von bis zu 3.000 Euro.

Zwei Männer bei Gartenarbeiten

Die gesetzliche Grundlage dieser Fördermöglichkeit ist das Teilhabechancengesetz § 16i SGB II „Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Es regelt Art und Umfang der Förderleistungen.


Einstieg ins Arbeitsleben ermöglichen

Geben Sie einem langzeitarbeitslosen Menschen die Chance auf einen neuen Start ins Arbeitsleben, indem Sie …

  • einen geeigneten Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen bereitstellen.
  • ihm ermöglichen, sich einzugewöhnen und einzuarbeiten.
  • ihn in die Arbeitsabläufe im Betrieb einbinden und fachlich anleiten.
  • Weiterbildungen oder Praktika bei einem anderen Arbeitgeber unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts ermöglichen.

Förderleistungen beantragen

Einen Antrag auf Förderung stellen Sie bitte in Ihrem örtlichen Jobcenter.

Antworten auf häufige Fragen zur Förderung

Nein. Sie erhalten auch Unterstützung nach dem Teilhabechancengesetz, wenn Sie ein längerfristiges Beschäftigungsverhältnis in Teilzeit schaffen – vorausgesetzt, es ist sozialversicherungspflichtig (ohne Beitrag zur Arbeitslosenversicherung).

Beide Fördermöglichkeiten gelten für alle Arten von Tätigkeiten und Branchen.

Während der gesamten Förderdauer sollen die Beschäftigten ganzheitlich beschäftigungsbegleitend betreut werden. Das Coaching hat das Ziel, die Beschäftigten wieder an den Arbeitsalltag zu gewöhnen und das Arbeitsverhältnis insgesamt zu stärken. 

Die Anforderungen, die Sie beziehungsweise Ihr Betrieb an das Personal stellen, können beim Coaching berücksichtigt werden. Wenn Sie möchten, unterstützen wir auch Sie im Rahmen des Coachings.

Eine fachliche Anleitung ist in der Betreuung nicht vorgesehen.
 

Freistellung während der Betreuung

Zu Beginn des Arbeitsverhältnisses müssen Sie die Beschäftigten für den Zeitraum des Coachings freistellen:

War die oder der Beschäftigte mindestens 2 Jahre arbeitslos (Förderung nach § 16e SGB II), müssen Sie sie oder ihn in den ersten 6 Monaten für das Coaching freistellen.

Bezog die oder der Beschäftigte viele Jahre lang Arbeitslosengeld II (Förderung nach § 16i SGB II), müssen Sie sie oder ihn im gesamten ersten Jahr für das Coaching freistellen.

 

Die Jobcenter können die förderfähigen Personen auf ein Beschäftigungsverhältnis vorbereiten – zum Beispiel, indem sie sie an den Arbeitsmarkt heranführen oder für sie eine betriebliche Erprobung – zum Beispiel in Ihrem Unternehmen – ermöglichen. Vor allem unterstützen die Jobcenter, indem sie Langzeitarbeitslose an möglichst passende Arbeitgeberinnen beziehungsweise Arbeitgeber vermitteln.