Während viele Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten derzeit vorsichtiger agieren und offene Stellen zurückhaltender melden, bleibt der Bedarf an Pflegekräften hoch. Pflegeberufe gehören weiterhin zu den Bereichen mit den besten Beschäftigungsperspektiven – auch im Agenturbezirk Aachen-Düren.
Demografischer Wandel sorgt für steigenden Bedarf
Mit dem demografischen Wandel wächst der Bedarf an medizinischer und pflegerischer Versorgung kontinuierlich. Gleichzeitig suchen Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege, Krankenhäuser und soziale Träger weiterhin qualifiziertes Personal.
„Pflegeberufe zählen zu den krisensichersten Berufsfeldern überhaupt. Menschen werden unabhängig von wirtschaftlichen Entwicklungen medizinische Versorgung und Unterstützung benötigen – heute genauso wie in Zukunft“, sagt Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen-Düren.
Das Gesundheits- und Sozialwesen zählt inzwischen zu den wichtigsten Wachstumstreibern am regionalen Arbeitsmarkt. Im Agenturbezirk Aachen-Düren entfällt mittlerweile etwa jede siebte gemeldete Arbeitsstelle auf diesen Bereich. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in den Pflegeberufen: Während die Zahl der gemeldeten Stellen in Nordrhein-Westfalen im Vorjahresvergleich um 11,1 Prozent gestiegen ist, verzeichnet der Agenturbezirk Aachen-Düren ein Plus von 21,1 Prozent.
Gute Perspektiven und steigende Verdienstmöglichkeiten
Auch die Verdienstmöglichkeiten in Pflegeberufen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich entwickelt. Bundesweit stieg das Mediangehalt von Pflegefachkräften zwischen 2020 und 2024 um rund 770 Euro, in Nordrhein-Westfalen um rund 730 Euro.
Im Agenturbezirk Aachen-Düren fällt die Entwicklung teilweise sogar noch dynamischer aus: Während die Städteregion Aachen mit einem Plus von rund 600 Euro unter dem Bundes- und Landesniveau liegt, verzeichnete der Kreis Heinsberg mit mehr als 800 Euro bereits einen stärkeren Anstieg als der Bundesschnitt. Besonders deutlich fiel die Entwicklung im Kreis Düren aus. Dort stieg das Mediangehalt im selben Zeitraum um knapp 900 Euro.
„Während sich viele Branchen derzeit mit Unsicherheiten auseinandersetzen müssen, bleibt die Pflege eine stabile Wachstumsbranche mit langfristiger Perspektive. Der demografische Wandel wird den Bedarf an medizinischer und pflegerischer Versorgung in den kommenden Jahren zusätzlich erhöhen“, so Käser weiter.
Verantwortung, Fachwissen und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten
Pflegeberufe erfordern nicht nur soziale Kompetenzen, sondern auch medizinisches Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein und Belastbarkeit. Gleichzeitig bieten sie vielfältige Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten – von Spezialisierungen bis hin zu einem späteren Studium.
„Ein Studium gilt gesellschaftlich häufig als der klassische Karriereweg. Dabei bieten auch Pflegeberufe hervorragende Perspektiven und anspruchsvolle Tätigkeiten mit hoher Verantwortung. Vielen ist gar nicht bewusst, wie vielfältig die Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Bereich inzwischen sind“, erklärt Käser.
So könne eine Ausbildung in der Pflege auch eine Grundlage für ein späteres Studium im Gesundheits- oder medizinischen Bereich sein. Praktische Erfahrung und medizinisches Vorwissen seien dabei oft ein großer Vorteil.
Beratung zu Ausbildung, Umschulung und Quereinstieg
Der Einstieg in Pflegeberufe ist über verschiedene Wege möglich – etwa über eine Ausbildung, eine Umschulung oder den beruflichen Quereinstieg. Die Agentur für Arbeit Aachen-Düren berät Interessierte zu Ausbildungswegen, Fördermöglichkeiten und beruflichen Perspektiven im Pflegebereich. Interessierte können sich an die Berufsberatung oder den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Aachen-Düren wenden.
Berufsberatung
- Telefon: 02404 900 222
- https://www.arbeitsagentur.de/bildung
Arbeitgeberservice
- Telefon: 0800 4 5555 20
- https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen