Gesamtentwicklung zum Arbeitsmarkt
„Sowie in den letzten drei Jahren verstärkt auch in 2026 die anhaltende wirtschaftliche Schwäche den typischen Anstieg der Arbeitslosigkeit, durch witterungsbedingte Faktoren. Dies zeigt sich darin, dass der Anstieg ausschließlich in der Arbeitslosenversicherung stattfindet. In der Grundsicherung sinkt der Bestand an Arbeitslosen“, kommentiert Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. „Die beschriebenen Effekte wirken sich auch deutlich auf den Stellenmarkt aus. Zum Jahresbeginn wurden rund 20 Prozent weniger neue Stellen gemeldet als im Vormonat“, ergänzt Käser. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) erhöht sich die Arbeitslosigkeit um 1.126 Personen zum Vormonat. 15.865 Menschen werden aktuell durch die Arbeitsagentur betreut. Die Jobcenter (Grundsicherung) der Region betreuen 28.897 Kundinnen und Kunden, das sind 312 Personen mehr als im Vormonat. Arbeitgeber*innen melden im Januar 1.157 neue Arbeitsstellen, 300 weniger als im Dezember.
Kurzarbeit
Endgültige Werte zur realisierten Kurzarbeit für Juli: Im Juli 2025 haben 102 Betriebe und 1.630 Menschen in unserer Region kurzgearbeitet. Im genannten Monat waren vor allem das verarbeitende Gewerbe (Produktion) und der Handel betroffen.
Für den Dezember 2025 legt die Statistik die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach zeigen für den Dezember im Agenturbezirk Aachen-Düren 31 Unternehmen für 396 Personen Kurzarbeit an.
Für die Zeit vom 01.01. – 26.01.2026 erfasst die Statistik vorläufige Zahlen. Demzufolge zeigen im genannten Zeitraum insgesamt 24 Unternehmen Kurzarbeit für insgesamt 175 Personen an.
Der Arbeitsmarkt im Januar
Im Januar steigt die Gesamtarbeitslosigkeit. Sie erhöht sich um 1.438 Personen im Vergleich zum Vormonat (+3,3%). Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind 165 Personen (-0,4%) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Aktuell sind im gesamten Agenturbezirk Aachen-Düren Ende Januar 44.762 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote steigt auf 7,3% (+0,2 Prozentpunkte zum Vormonat). Im Vorjahresvergleich verringert sich die Arbeitslosenquote (Januar 2025: 7,4%).
Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) und in der Grundsicherung (SGB II)
Im Januar erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung. 15.865 Personen (+1.126 oder +7,6% zum Vormonat) sind zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl von Arbeitslosigkeit betroffener Menschen um 769 Personen (+5,1%).
Im Bereich der Grundsicherung erhöht sich die Arbeitslosigkeit ebenfalls. Gegenüber dem Vormonat sind 312 Personen (+1,1%) mehr arbeitslos. 28.897 Personen sind Ende Januar arbeitslos gemeldet, damit liegt die Zahl arbeitsloser Menschen unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-934 Personen / -3,1%).
Arbeitsmarktsituation in den Regionen (Gebietskörperschaften)
Städteregion Aachen
In der Städteregion Aachen steigt die Arbeitslosenquote auf 7,8% (+0,3 Prozentpunkte zum Vormonat; +/-0,0 Prozentpunkte zum Vorjahresmonat). Es sind 24.694 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (+902 oder +3,8% zum Vormonat).
Im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) sind im Januar 8.429 Personen (+699 oder +9,0% zum Vormonat) zum Monatsende arbeitslos gemeldet (+406 oder +5,1% mehr als im Januar 2025).
In der Grundsicherung (Jobcenter Städteregion Aachen) erhöht sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen. 16.265 Personen (+203 oder +1,3% zum Vormonat) sind Ende Januar arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Januar 2025 sind 255 Personen (-1,5%) weniger arbeitslos.
Kreis Düren
Im Kreis Düren steigt die Arbeitslosenquote auf 7,7% (+0,2 Prozentpunkte zum Vormonat; +/-0,0 Prozentpunkte zum Vorjahresmonat). Es sind 11.476 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (+344 oder +3,1% zum Vormonat).
Im Januar erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung auf 3.743 Personen. Gegenüber dem Vormonat sind 247 Personen (+7,1%) mehr arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 225 Personen (+6,4%).
Die Zahl der in der Grundsicherung (job-com Kreis Düren) betreuten Menschen im Kreis Düren erhöht sich um 97 auf 7.733 Personen im Vergleich zum Vormonat (+1,3%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringert sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 69 Personen (-0,9%).
Kreis Heinsberg
Im Kreis Heinsberg steigt die Arbeitslosenquote im Januar auf 6,0% (+0,1 Prozentpunkte zum Vormonat; -0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr). Es sind 8.592 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (+192 oder +2,3% zum Vormonat).
Im Januar erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung auf 3.693 Personen. Gegenüber dem Vormonat sind 180 Personen (+5,1%) mehr arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 138 Personen (+3,9%).
In der Grundsicherung (Jobcenter Kreis Heinsberg) erhöht sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 12 auf 4.899 Personen (+0,2%). Gegenüber dem Vorjahresmonat reduziert sich die Arbeitslosigkeit um 11,1%. 610 Personen sind gegenüber Januar 2025 weniger arbeitslos gemeldet.
Die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt nach Standorten
Die Arbeitslosenquoten verändern sich an zehn von zehn Standorten der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Die Spanne reicht im Januar 2026 von 4,5% in Monschau bis 8,2% in Aachen und Stolberg.
Im Stadtgebiet Aachen beträgt die Quote 8,2% (Dezember: 7,9%), in Alsdorf 7,7% (Dezember: 7,4%), in Eschweiler 8,0% (Dezember: 7,8%), in Stolberg 8,2% (Dezember: 7,8%), in Monschau 4,5% (Dezember: 4,2%), in Düren 7,9% (Dezember: 7,7%), in Jülich 7,3% (Dezember: 6,8%), in Erkelenz 5,7% (Dezember: 5,6%), in Geilenkirchen 7,2% (Dezember: 7,0%) und in Heinsberg 5,8% (Dezember: 5,6%).
Bewegung auf dem Arbeitsmarkt
Im Januar erhöhen sich die Zugänge in Arbeitslosigkeit, während sich die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit verringern (zum Vormonat). 6.299 Menschen beenden ihre Arbeitslosigkeit (-10,6% zum Vormonat und +5,9% zum Vorjahresmonat). 7.748 Personen melden sich im Laufe des Monats arbeitslos (+8,3% zum Vormonat und -5,7% zum Vorjahresmonat).
Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gesamtregion
Die Arbeitskräftenachfrage sinkt im Januar gegenüber dem Vormonat deutlich. Arbeitgeber*innen im Agenturbezirk Aachen-Düren melden im Januar insgesamt 1.157 neue Arbeitsstellen, davon sind 914 (80,0%) für unbefristete Beschäftigungsverhältnisse.
Die Zahl neuer Arbeitsstellen verringert sich um 300 (-20,6%) und liegt damit unter dem Niveau des Vormonats (Dezember: 1.457 Stellen). Gegenüber dem Vorjahresmonat stagniert die Zahl neu gemeldeter Stellen (+/-0,0%).
Im Januar sind insgesamt 6.873 Arbeitsstellen gemeldet (+783 oder +12,9% im Vergleich zum Januar des Vorjahres).
Arbeitslosigkeit nach Personenkreisen (Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung)
Ältere Arbeitslose über 50 Jahre
Im Januar erhöht sich die Zahl arbeitsloser älterer Menschen um 507 Personen (+3,5%) und liegt damit bei 14.936 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl um 251 Personen (+1,7%). Die Gruppe der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, macht rund ein Drittel der gesamten Arbeitslosen aus (33,4%).
Jugendarbeitslosigkeit
Ende Januar sind 4.012 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 44 Personen oder 1,1% mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringert sich die Jugendarbeitslosigkeit um 141 Personen (-3,4%). 9,0% aller arbeitslos gemeldeten Personen gehören diesem Personenkreis an.
Personengruppe der Langzeitarbeitslosen
Bei den langzeitarbeitslosen Menschen (Personen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind) erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Aachen-Düren. Ihre Zahl steigt auf 17.314 Personen (+542 Personen oder +3,2% zum Vormonat). Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen um 943 Personen (+5,8%). 38,7% der arbeitslos gemeldeten Personen sind Ende Januar 2026 dieser Personengruppe zugehörig.
Personengruppe der arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung
Die Zahl arbeitsloser schwerbehinderter Menschen (5,4% aller arbeitslos gemeldeten Personen) erhöht sich im Berichtsmonat Januar. 2.400 Personen (+36 Personen oder +1,5%) dieser Personengruppe sind Ende Januar arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stinkt ihre Zahl um 44 Personen (-1,8%).
Personengruppe der arbeitslosen Ausländer*innen
Die Zahl der Personengruppe der Ausländer*innen (34,5% aller arbeitslos gemeldeten Personen) erhöht sich zum Vormonat, sie steigt im Berichtsmonat Januar um 563 (+3,8%) auf 15.454 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringert sich die Zahl der Personengruppe arbeitsloser Ausländer*innen (-725 Personen oder -4,5%).