Gesamtentwicklung zum Arbeitsmarkt
„Im Februar ist die Arbeitslosigkeit insgesamt leicht zurückgegangen. Lediglich bei den Jugendlichen verzeichnen wir einen Anstieg, der saisonal typisch ist, da viele nach dem Abschluss zwei- oder dreieinhalbjähriger Ausbildungen jetzt erst auf den Arbeitsmarkt kommen“, kommentiert Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. „Auffällig sind in diesem Monat Unterschiede nach Geschlechtern: Während die Arbeitslosigkeit bei Männern leicht gestiegen ist, ist sie bei den Frauen deutlich zurückgegangen. Das hängt auch damit zusammen, dass saisonale Beschäftigung in der verarbeitenden Industrie, etwa in der Lebensmittelproduktion, wieder anläuft. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat gegenüber dem Vormonat stark angezogen. Insgesamt bleibt der hiesige Arbeitsmarkt robust, steht aber weiterhin unter dem Einfluss wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten“, ergänzt Käser. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) erhöht sich die Arbeitslosigkeit um 249 Personen zum Vormonat. 16.114 Menschen werden aktuell durch die Arbeitsagentur betreut. Die Jobcenter (Grundsicherung) der Region betreuen 28.432 Kundinnen und Kunden, das sind 465 Personen weniger als im Vormonat. Arbeitgeber*innen melden im Februar 1.368 neue Arbeitsstellen, 211 mehr als im Januar.
Kurzarbeit
Endgültige Werte zur realisierten Kurzarbeit für August: Im August 2025 haben 106 Betriebe und 1.622 Menschen in unserer Region kurzgearbeitet. Im genannten Monat waren vor allem das verarbeitende Gewerbe (Produktion) und das Baugewerbe betroffen.
Für den Januar 2026 legt die Statistik die endgültigen Daten zu den Anzeigen und betroffenen Personen vor. Danach zeigen für den Januar im Agenturbezirk Aachen-Düren 30 Unternehmen für 282 Personen Kurzarbeit an.
Für die Zeit vom 01.02. – 23.02.2026 erfasst die Statistik vorläufige Zahlen. Demzufolge zeigen im genannten Zeitraum insgesamt 28 Unternehmen Kurzarbeit für insgesamt 400 Personen an.
Der Arbeitsmarkt im Februar
Im Februar sinkt die Gesamtarbeitslosigkeit leicht. Sie verringert sich um 216 Personen im Vergleich zum Vormonat (-0,5%). Im Vergleich zum Februar des Vorjahres sind 285 Personen (-0,6%) weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Aktuell sind im gesamten Agenturbezirk Aachen-Düren Ende Februar 44.546 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 7,3% (+/-0,0 Prozentpunkte zum Vormonat). Im Vorjahresvergleich verringert sich die Arbeitslosenquote (Februar 2025: 7,4%).
Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) und in der Grundsicherung (SGB II)
Im Februar erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung. 16.114 Personen (+249 oder +1,6% zum Vormonat) sind zum Monatsende arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl von Arbeitslosigkeit betroffener Menschen um 725 Personen (+4,7%).
Im Bereich der Grundsicherung reduziert sich die Arbeitslosigkeit. Gegenüber dem Vormonat sind 465 Personen (-1,6%) weniger arbeitslos. 28.432 Personen sind Ende Februar arbeitslos gemeldet, damit liegt die Zahl arbeitsloser Menschen unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-1.010 Personen / -3,4%)
Arbeitsmarktsituation in den Regionen (Gebietskörperschaften)
Städteregion Aachen
In der Städteregion Aachen bleibt die Arbeitslosenquote unverändert bei 7,8% (+/-0,0 Prozentpunkte zum Vormonat; +/-0,0 Prozentpunkte zum Vorjahresmonat). Es sind 24.643 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (-51 oder -0,2% zum Vormonat).
Im Versicherungsbereich (Arbeitsagentur) sind im Februar 8.657 Personen (+228 oder +2,7% zum Vormonat) zum Monatsende arbeitslos gemeldet (+501 oder +6,1% mehr als im Februar 2025).
In der Grundsicherung (Jobcenter Städteregion Aachen) reduziert sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen. 15.986 Personen (-279 oder -1,7% zum Vormonat) sind Ende Februar arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Februar 2025 sind 358 Personen (-2,2%) weniger arbeitslos.
Kreis Düren
Im Kreis Düren sinkt die Arbeitslosenquote auf 7,6% (-0,1 Prozentpunkte zum Vormonat; -0,1 Prozentpunkte zum Vorjahresmonat). Es sind 11.304 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (-172 oder -1,5% zum Vormonat).
Im Februar erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung leicht auf 3.752 Personen. Gegenüber dem Vormonat sind 9 Personen (+0,2%) mehr arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 133 Personen (+3,7%).
Die Zahl der in der Grundsicherung (job-com Kreis Düren) betreuten Menschen im Kreis Düren verringert sich um 181 auf 7.552 Personen im Vergleich zum Vormonat (-2,3%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringert sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 143 Personen (-1,9%).
Kreis Heinsberg
Im Kreis Heinsberg bleibt die Arbeitslosenquote im Februar unverändert bei 6,0% (+/-0,0 Prozentpunkte zum Vormonat; -0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr). Es sind 8.599 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (+7 oder +0,1% zum Vormonat).
Im Februar erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung auf 3.705 Personen. Gegenüber dem Vormonat sind 12 Personen (+0,3%) mehr arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 91 Personen (+2,5%).
In der Grundsicherung (Jobcenter Kreis Heinsberg) verringert sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Vergleich zum Vormonat um 5 auf 4.894 Personen (-0,1%). Gegenüber dem Vorjahresmonat reduziert sich die Arbeitslosigkeit um 9,4%. 509 Personen sind gegenüber Februar 2025 weniger arbeitslos gemeldet.
Die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt nach Standorten
Die Arbeitslosenquoten verändern sich an acht von zehn Standorten der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Die Spanne reicht im Februar 2026 von 4,5% in Monschau bis 8,3% in Eschweiler.
Im Stadtgebiet Aachen beträgt die Quote 8,1% (Januar: 8,2%), in Alsdorf 7,6% (Januar: 7,7%), in Eschweiler 8,3% (Januar: 8,0%), in Stolberg 8,0% (Januar: 8,2%), in Monschau 4,5% (Januar: 4,5%), in Düren 7,7% (Januar: 7,9%), in Jülich 7,2% (Januar: 7,3%), in Erkelenz 5,6% (Januar: 5,7%), in Geilenkirchen 7,3% (Januar: 7,2%) und in Heinsberg 5,8% (Januar: 5,8%).
Bewegung auf dem Arbeitsmarkt
Im Februar verringern sich die Zugänge in Arbeitslosigkeit, während sich die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit erhöhen (zum Vormonat). 7.666 Menschen beenden ihre Arbeitslosigkeit (+21,7% zum Vormonat und -3,1% zum Vorjahresmonat). 7.479 Personen melden sich im Laufe des Monats arbeitslos (-3,5% zum Vormonat und -4,5% zum Vorjahresmonat).
Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gesamtregion
Die Arbeitskräftenachfrage steigt im Februar gegenüber dem Vormonat deutlich. Arbeitgeber*innen im Agenturbezirk Aachen-Düren melden im Februar insgesamt 1.368 neue Arbeitsstellen, davon sind 1.184 (86,5%) für unbefristete Beschäftigungsverhältnisse.
Die Zahl neuer Arbeitsstellen erhöht sich um 211 (+18,2%) und liegt damit über dem Niveau des Vormonats (Januar: 1.157 Stellen). Gegenüber dem Vorjahresmonat sinkt die Zahl neu gemeldeter Stellen (-17,6%).
Im Februar sind insgesamt 6.676 Arbeitsstellen gemeldet (+258 oder +4,0% im Vergleich zum Februar des Vorjahres).
Arbeitslosigkeit nach Personenkreisen (Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung)
Ältere Arbeitslose über 50 Jahre
Im Februar verringert sich die Zahl arbeitsloser älterer Menschen um 127 Personen (-0,9%) und liegt damit bei 14.809 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl um 226 Personen (+1,5%). Die Gruppe der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, macht rund ein Drittel der gesamten Arbeitslosen aus (33,2%).
Jugendarbeitslosigkeit
Ende Februar sind 4.116 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 104 Personen oder 2,6% mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringert sich die Jugendarbeitslosigkeit um 148 Personen (-3,5%). 9,2% aller arbeitslos gemeldeten Personen gehören diesem Personenkreis an.
Personengruppe der Langzeitarbeitslosen
Bei den langzeitarbeitslosen Menschen (Personen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind) verringert sich die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Aachen-Düren. Ihre Zahl sinkt auf 17.175 Personen (-139 Personen oder -0,8% zum Vormonat). Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht sich die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen um 841 Personen (+5,1%). 38,6% der arbeitslos gemeldeten Personen sind Ende Februar 2026 dieser Personengruppe zugehörig.
Personengruppe der arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung
Die Zahl arbeitsloser schwerbehinderter Menschen (5,3% aller arbeitslos gemeldeten Personen) reduziert sich im Berichtsmonat Februar. 2.346 Personen (-54 Personen oder -2,3%) dieser Personengruppe sind Ende Februar arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stinkt ihre Zahl um 82 Personen (-3,4%).
Personengruppe der arbeitslosen Ausländer*innen
Die Zahl der Personengruppe der Ausländer*innen (34,4% aller arbeitslos gemeldeten Personen) verringert sich zum Vormonat, sie sinkt im Berichtsmonat Februar um 134 (-0,9%) auf 15.320 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringert sich die Zahl der Personengruppe arbeitsloser Ausländer*innen ebenfalls (-750 Personen oder -4,7%).