Arbeitslosigkeit
Der Frühling bringt ein bisschen frischen Wind in den Ostwürttemberger Arbeitsmarkt – dieser zeigt sich stabil, was unter den aktuellen Gegebenheiten wirklich erfreulich ist“, beginnt Stefan Schubert, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Agentur für Arbeit Aalen, seine Ausführungen zum aktuellen Arbeitsmarkt. Mit einem Minus von 25 Personen verzeichnete die Region Ostwürttemberg im April einen leichten Rückgang an Arbeitslosen. Insgesamt waren im aktuellen Berichtsmonat 11.465 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 609 arbeitslose Menschen oder 5,6 Prozent mehr und die Arbeitslosenquote lag im vierten Monat in Folge bei unveränderten 4,4 Prozent.
Insgesamt konnten 782 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Das sind absolut 13 mehr als noch im März. Dem gegenüber haben 961 Personen im April in Ostwürttemberg ihren Arbeitsplatz verloren. Das sind absolut 50 Personen weniger als im Vormonat. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichneten die jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahre mit einem Minus von 5,4 Prozent. Hier waren 931 Personen und damit 53 weniger als noch im März gemeldet. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen beläuft sich auf 8,1 Prozent.
Über nahezu alle Branchen hinweg wird nach passendem Personal gesucht: Im aktuellen Berichtsmonat meldeten regionale Arbeitgeber 572 neue Stellenangebote der Aalener Arbeitsagentur.
„Trotz des momentan vorherrschenden weltpolitischen Geschehens dürfen wir Themen wie die Trans-formation der Arbeitswelt und den zunehmenden Arbeitskräftebedarf nicht aus dem Fokus nehmen - denn mit der passenden Weiterbildung bietet der regionale Arbeitsmarkt viele Möglichkeiten. Daher möchte ich Sie nochmals auf die WEITERBILDUNGSTAGE OSTWÜRTTEMBERG aufmerksam machen: Gemeinsam mit zahlreichen Netzwerkpartner:innen veranstalten wir diesen Event am 07. Mai in der JBA Jugend-berufsagentur in Heidenheim. Egal ob Beschäftigte, Wiedereinsteigende, Quereinsteiger:innen oder nur neugierig Gewordene – Sie sind alle herzlich dazu eingeladen, sich von 11 bis 13 Uhr bei den regionalen Weiterbildungseinrichtungen quer über alle Branchen zu Trends, Chancen und Perspektiven, neuen Berufen und Fördermöglichkeiten zu informieren. Denn Qualifizierung ist ein zentraler Baustein für Ihre berufliche Zukunft, bei welcher wir Sie gerne und jederzeit unterstützen“, so Stefan Schubert einladend.
Arbeitsagentur und Jobcenter
In der Agentur für Arbeit Aalen, mit den Geschäftsstellen Bopfingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim, werden aktuell 5.868 Personen betreut. 5.597 Personen werden derzeit vom Jobcenter Heidenheim und dem Jobcenter Ostalbkreis betreut, was einen Anteil von 48,8 Prozent an allen Arbeitslosen ausmacht.
Landkreise
Heidenheim
4.085 Arbeitslose (1.859 Frauen, 2.226 Männer), 5 Personen oder 0,1 Prozent mehr zum Vormonat
Arbeitslosenquote im April: 5,3 Prozent (±0,0 Prozentpunkte)
davon vom Jobcenter betreut (SGB II): 2.182 Personen, 28 Personen oder 1,3 Prozent mehr zum Vormonat
Ostalbkreis
- 7.380 Arbeitslose (3.342 Frauen, 4.038 Männer), 30 Personen oder 0,4 Prozent weniger zum Vormonat
Arbeitslosenquote im April: 4,1 Prozent (±0,0 Prozentpunkte)
davon vom Jobcenter betreut (SGB II): 3.415 Personen, 35 Personen oder 1,0 Prozent weniger zum Vormonat
Stellenangebote
572 neue Stellen wurden im April der Arbeitsagentur und den Jobcentern zur Besetzung gemeldet. Das sind 8 oder 1,4 Prozent weniger als im Vormonat. Somit standen den Vermittlungsfachkräften im Berichtsmonat insgesamt 2.909 zu besetzende Stellen zur Verfügung. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeber-Service insgesamt 1.933 Stellenangebote gemeldet.
Kurzarbeit
Im April ist die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit in Ostwürttemberg im Vergleich zum Vormonat gesunken. Insgesamt zeigten 15 Betriebe für 1.001 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im März waren es 24 Betriebe für 394 Beschäftigte.
Für den Monat Oktober 2025 liegen endgültige Zahlen vor, da alle Melde- und Abrechnungsfristen zwischenzeitlich abgelaufen sind. Somit haben 78 Betriebe im Oktober 2025 Kurzarbeit umgesetzt und mit der Agentur für Arbeit abgerechnet. 1.393 Personen befanden sich in Kurzarbeit.