Als alleinerziehende Mutter eines zwischenzeitlich 8-jährigen Sohnes, immer am finanziellen Limit stehend, entschied sie sich mit Ende 20, ihre berufliche Zukunft aktiv in die Hand zu nehmen, um sich und ihrem Sohn neue Perspektiven zu schaffen: Durch die Beratung und Ermutigung ihrer Heidenheimer Arbeitsvermittlerin Ute Gregersen sowie der anschließenden finanziellen Unterstützung seitens der Agentur für Arbeit startete die ausgebildete Friseurin 2023 ihre zweijährige Umschulung zur Feinwerkmechanikerin beim MAZ Heidenheim in Vollzeit. Mit viel Unterstützung ihrer Eltern bei der Kinderbetreuung, der Flexibilität und dem Verständnis ihrer Mitschüler:innen und des Geschäftsführers des MAZ, Herrn Dr. Maurer, konnte Frau Wiszt im Oktober 2025 ihre Umschulung erfolgreich abschließen.
Heute arbeitet Sarah Wieszt im Bereich Produktion und Logistik und erzählt strahlend: „Durch die geregelten Arbeitszeiten kann ich viel mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen und verdiene genug, um ihm kleine Wünsche zu erfüllen ohne, dass ich jeden Cent umzudrehen habe. Das ist ein ganz anderes Lebensgefühl und ich möchte alle Frauen ermutigen, sich diese finanzielle Unabhängigkeit zu ermöglichen und ganz bewusst Vorbild für ihre Kinder zu sein – das ist ein tolles Invest in deren Zukunft!“
Ihr Weg zeigt eindrucksvoll, dass persönliche Entwicklung nicht von perfekten Voraussetzungen abhängt, sondern von der Bereitschaft, Chancen zu ergreifen.
„Manchmal sind es gerade die schwierigen Zeiten, die uns stärker machen und neue Türen öffnen“, sagt Wieszt. Diese Überzeugung spiegelt sich in ihrem Handeln wider. Statt sich von Rückschlägen entmutigen zu lassen, sieht sie Herausforderungen als Möglichkeit zu wachsen.
Ihre Geschichte ist ein Beispiel für viele Frauen, die Familie, Beruf und persönliche Träume miteinander vereinbaren möchten. Sie zeigt, dass ein Neuanfang in jedem Lebensabschnitt möglich ist und dass Mut, Ausdauer und Lernbereitschaft entscheidende Schlüssel zum Erfolg sein können.
„Sarah Wieszt steht stellvertretend für alle Frauen, die Verantwortung übernehmen, Hindernisse überwinden und ihren eigenen Weg gehen“, so Sylvia Gremerath, Beauftragte für Chancengleichheit (BCA) der Agentur für Arbeit Aalen, abschließend.