Ausbildungsmarktbericht für den Monat März 2026

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 12

Der Ausbildungsmarkt in Münster

Noch viele Möglichkeiten für den Start in die Ausbildung

Auch wenige Monate vor dem Ausbildungsbeginn im Sommer gibt es zahlreiche Möglichkeiten für junge Menschen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, zieht Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, ein erstes Fazit zur Situation am Ausbildungsmarkt. Aktuell sind in der Stadt Münster 783 offene Ausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet. „Das ist eine gute Nachricht für alle Jugendlichen, die im Sommer mit einer Ausbildung ins Berufsleben starten möchten“, unterstreicht Fahnemann. 

Seit Oktober des vergangenen Jahres haben sich 867Jugendliche und junge Erwachsene bei der Agentur für Arbeit als Bewerberin oder Bewerber gemeldet, um Unterstützung bei der Berufswahl und der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle zu erhalten. Ende März waren 518 von ihnen weiterhin ohne Ausbildungsplatz. Auch wenn die Auswahl zum jetzigen Zeitpunkt noch groß ist, sollten Jugendliche sich nicht ausruhen und abwarten, appelliert der Agenturchef. Er empfiehlt, die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn zu nutzen, um Praktika zu absolvieren und in Berufe und Betriebe hineinzuschnuppern. Das sei in vielen Unternehmen oft auch kurzfristig möglich, lautet sein Hinweis. „Im Praktikum können junge Menschen herausfinden, ob der Berufswunsch passt. Außerdem haben sie so die Möglichkeit, sich in den Betrieben als interessante Bewerber vorzustellen“, nennt Fahnemann die Vorteile und fügt hinzu: „Wenn es um die Besetzung der Ausbildungsstellen geht, ist für Unternehmen der persönliche Kontakt häufig mit entscheidend. In den meisten Unternehmen zählen nicht nur die Schulnoten. Auch Faktoren wie das Interesse am Beruf, die Einsatzbereitschaft oder die Fähigkeit, sich im Team einzubringen, sind für Arbeitgeber wichtig. Hier können Jugendliche für sich punkten.“ 

Gleiches gelte für die Unternehmen, die bei den Jugendlichen beispielsweise mit einem guten Betriebsklima oder anderen positiven Aspekten für sich werben. „Im Praktikum bekommen nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die Jugendlichen intensive Eindrücke und können so entscheiden, ob man zueinander passt“, führt Fahnemann aus. „Entscheidend ist, dass die Jugendlichen ihre Berufswahl nicht auf die lange Bank schieben“, appelliert er. Wer Unterstützung bei der Ausbildungsstellensuche benötigt, sollte das Gespräch mit der Berufsberatung suchen. 

Jugendliche, die ein Gespräch mit der Berufsberatung vereinbaren möchten können auf der Website www.arbeitsagentur.de/vor-ort/ahlen-muenster einen Termin buchen. Die Beratung ist kostenlos.

Der Ausbildungsmarkt im Kreis Warendorf

Noch viel möglich am Ausbildungsmarkt

Es sind nur noch wenige Monate bis zum Ausbildungsstart im Sommer. „Für junge Menschen, die aktuell auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz sind, gibt es im Kreisgebiet weiterhin viele Möglichkeiten“, fasst Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, die Situation am Ausbildungsmarkt zusammen. Im Kreis Warendorf waren Ende März 741 unbesetzte Ausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet. „Für Jugendliche, die im Sommer mit einer Ausbildung in ihr Berufsleben einsteigen möchten, sind das gute Nachrichten, denn die Auswahl ist noch vielfältig“, betont der Agenturleiter.

Die gute Ausgangslage sollte aber nicht dazu führen, dass Bewerberinnen und Bewerber abwarten, appelliert Fahnemann. Insgesamt 1.222 Jugendliche und junge Erwachsene haben sich seit Oktober 2025 bis März bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur gemeldet, um Unterstützung bei der Berufsorientierung und der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz zu erhalten. Ende März waren 667 von ihnen weiterhin ohne Ausbildungsvertrag. Ihnen empfiehlt Fahnemann, sich jetzt intensiv um Kontakt zu Ausbildungsbetrieben zu bemühen und die Zeit bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahrs zu nutzen, um Praktika zu absolvieren. „Das ist eine gute Möglichkeit, in Betriebe und Berufe hineinzuschnuppern und die Berufswahl abzusichern“, erklärt der Agenturchef. Außerdem ermöglichten Praktika den Jugendlichen, sich als interessante Bewerberinnen und Bewerber zu präsentieren. „In vielen Unternehmen sind Praktika eine Voraussetzung für den späteren Ausbildungsvertrag. Arbeitgeber legen nicht nur Wert auf Schulnoten. Auch der persönliche Eindruck entscheidet“, erläutert Fahnemann. Faktoren wie beispielsweise Motivation, Interesse am Beruf und Teamfähigkeit spielten bei der Auswahl der künftigen Auszubildenden ebenfalls eine große Rolle. „Hier können Bewerberinnen und Bewerber in Praktika von sich überzeugen“, so Fahnemann.

Auch für Ausbildungsbetriebe seien Schnupper- und Praktikumsangebote eine gute Gelegenheit, um im Wettbewerb um Nachwuchskräfte zu punkten. „Vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber aufgrund der demografischen Entwicklung weiter abnehmen wird, ist es für Unternehmen immer wichtiger, für sich zu werben“, führt der Agenturleiter aus. Viele Arbeitgeber böten Jugendlichen daher auch kurzfristig die Möglichkeit zu Hospitationen. Wer bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsbetrieb Unterstützung benötigt, sollte das Gespräch mit der Berufsberatung suchen, so der Tipp von Fahnemann.

Jugendliche, die ein Gespräch mit der Berufsberatung vereinbaren möchten, können auf der Website www.arbeitsagentur.de/vor-ort/ahlen-muenster einen Termin buchen. Die Beratung ist kostenlos.

 

Hinweis

Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist aktuell unterzeichnet, es werden auf Bundesebene schätzungsweise rund sechs Prozent Ausbildungsstellen zu wenig ausgewiesen. Hintergrund sind veränderte Prozesse in Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese müssen noch in die statistische Erhebung integriert werden. 

Die BA überprüft und vereinfacht derzeit Prozesse, um Angebote für Arbeitgebende und Unternehmen zu verbessern und bürokratischen Aufwand zu reduzieren. 

Seit April 2025 können Ausbildungsstellen auch ohne erfasste Ausbildungsberechtigung im Arbeitgeberservice aufgenommen werden, da diese von den Kammern geprüft wird. Die BA senkt damit bürokratische Hürden für Unternehmen. Diese Verfahrensänderung muss noch in die statistische Erhebung integriert werden, das wird im Sommer abgeschlossen.