Der Arbeitsmarkt in Münster
Arbeitslosigkeit sinkt
Im März ging die Zahl der Arbeitslosen in Münster zurück. Insgesamt waren 9.180 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 218 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 5 Prozent. „Erfreulicherweise sank die Arbeitslosigkeit in allen Personengruppen“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. So profitierten zuletzt sowohl junge als auch ältere Menschen sowie Ausländer von der positiven Entwicklung.
Gegenüber dem Vorjahr fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit sogar noch deutlicher aus. Im Vergleich zu März 2025 sank die Zahl der Arbeitslosen um 355 Personen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,3 Prozentpunkte. Im März 2025 lag die Quote noch bei 5,3 Prozent. „Das zeigt, dass es durchaus Chancen am Arbeitsmarkt gibt“, ordnet Fahnemann ein.
Erneut konnten Menschen mit einem ausländischen Pass besonders von der Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren. Im März waren insgesamt 2.904 Ausländerinnen und Ausländer arbeitslos gemeldet, 103 weniger als im Februar und sogar 373 weniger als im Vorjahr. Vor allem Menschen aus der Ukraine konnten dabei ihre Arbeitslosigkeit beenden. 386 Ukrainerinnen und Ukrainer waren im März arbeitslos gemeldet, 271 weniger als vor einem Jahr. Das entspricht einem Rückgang der Arbeitslosigkeit von mehr als 41 Prozent. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die Menschen leisten mir ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag“, sagt der Agenturchef.
Nachdem die Nachfrage nach neuem Personal im vergangenen Monat gestiegen war, stagnierte sie zuletzt. Die Arbeitgeber meldeten im März insgesamt 472 neue offene Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit, 54 weniger als im Februar, aber 7 mehr als im Vorjahr. Etwas mehr Jobangebote als im Vormonat gab es saisontypisch im Gastgewerbe und im Bausektor. Im Handel und im verarbeitenden Gewerbe gingen die Stellenmeldungen im März allerdings zurück „Viele Unternehmen reagieren angesichts der sich zuspitzenden Energiekrise, des schwachen privaten Konsums und der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter zurückhaltend bei der Meldung von neuen offenen Stellenangeboten“, ordnet Fahnemann ein. Eine Prognose zur weiteren Entwicklung am Arbeitsmarkt sei daher schwierig: „Vieles hängt davon ab, wie sich angesichts des Konflikts in Nahost die Kosten für Treibstoff und die Lieferengpässe entwickeln. In welchem Maß sich dies auf den Arbeitsmarkt auswirkt, kann man zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer vorhersagen“.
Der Arbeitsmarkt im Kreis Warendorf
Zahl der Arbeitslosen geht spürbar zurück
Auch im März sank die Arbeitslosigkeit im Kreis Warendorf. Insgesamt waren 9.347 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 258 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich entsprechend um 0,1 Prozentpunkte auf zuletzt 5,7 Prozent. „Von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt konnten alle Personengruppen profitieren“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. So sank die Arbeitslosigkeit sowohl bei jungen als auch bei älteren Menschen sowie bei Ausländern. „Besonders erfreulich ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit“, so Fahnemann und ergänzt: „Für die Region ist es wichtig, dass junge Menschen hier eine berufliche Perspektive bekommen“. Insgesamt 884 Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren waren im März arbeitslos gemeldet, 110 weniger als im Februar.
Auch im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Arbeitslosigkeit im Kreisgebiet. Zuletzt waren 93 Personen weniger arbeitslos gemeldet als im März 2025. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent. Dabei sank besonders die Arbeitslosigkeit von Menschen mit ausländischem Pass. Zuletzt waren 3.458 Ausländer arbeitslos gemeldet, 338 weniger als vor einem Jahr.
Vor allem Menschen aus der Ukraine konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Im März waren insgesamt 689 Frauen und Männer mit ukrainischem Pass arbeitslos gemeldet, 241 weniger als im März 2025. Das entspricht einem Rückgang von 26 Prozent. „Die Menschen konnten inzwischen beruflich Fuß fassen und leisten mir ihrer Arbeit hier einen wichtigen Beitrag“, ordnet Fahnemann ein.
Nachdem die Personalnachfrage der Unternehmen und Verwaltungen im Februar deutlich gestiegen war, ging sie zuletzt zurück. Im März meldeten die Arbeitgeber aus dem Kreisgebiet 349 neue offene Stellen bei der Agentur für Arbeit, 154 weniger als im Vormonat, allerdings 17 mehr als im März 2025. Gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen sind die Stellenmeldungen im Baugewerbe. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen gab es etwas mehr neue offene Jobangebote. Im Handel und im verarbeitenden Gewerbe wurden im März hingegen leicht weniger Stellen gemeldet als im Februar. „Angesichts der sich verschärfenden Energiekrise, des schwachen privaten Konsums und der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind viele Unternehmen eher zurückhaltend, wenn es um die Einstellung von neuem Personal geht“, ordnet Fahnemann ein. Das beträfe insbesondere energieintensive und konjunkturabhängige Branchen, führt er aus. Eine Vorhersage, wie sich der Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten entwickle, sei daher schwierig, so der Arbeitsmarktexperte: „Vieles hängt davon ab, wie sich angesichts des Konflikts in Nahost die Kosten für Treibstoff und die Lieferengpässe entwickeln.“
Der Arbeitsmarkt im Münsterland
Am Arbeitsmarkt im Münsterland zeigt sich eine leichte Frühjahrsbelebung. So sank die Arbeitslosenquote von 5 Prozent im Februar auf 4,9 Prozent im März. Mit 47.937 Personen waren im aktuellen Berichtsmonat 871 Personen weniger arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat. Besonders mit Blick auf dem März des vergangenen Jahres zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit. So sind aktuell 1.461 Personen im Münsterland weniger arbeitslos gemeldet als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt.
Allerdings bleibt die Arbeitskräftenachfrage eher auf einem niedrigen Niveau. So meldeten die Unternehmen im Münsterland im März 2.291 neue freie Stellen bei der Arbeitsagentur und damit 35 weniger als noch im Februar dieses Jahres. Allerdings sind das 177 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt waren im nun abgelaufenen Monat 12.252 freie Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, 127 mehr als im Vormonat.