Der Ausbildungsmarkt in Münster
Noch 400 offene Ausbildungsplätze in Münster
In vielen Betrieben sind in den vergangenen Wochen die neuen Auszubildenden gestartet. Die meisten der 1.773 Ausbildungsplätze, die Arbeitgebende seit Oktober des vergangenen Jahres bei der Agentur für Arbeit gemeldet haben, konnten inzwischen besetzt werden. „Das ist für die Ausbildungsbetriebe eine gute Nachricht, denn Auszubildende sichern den künftigen Fachkräftebedarf“, stellt Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, fest. „Die Unternehmen vor Ort engagieren sich in besonderem Maße für die berufliche Zukunft junger Menschen“, betont er. „Im NRW-Vergleich bilden in Münster überdurchschnittlich viele Betriebe aus“, führt Fahnemann aus.
Für Jugendliche und junge Erwachsene sei das eine gute Voraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben, macht der Agenturleiter deutlich. Insgesamt 1.171 junge Menschen haben sich seit Oktober des zurückliegenden Jahres bei der Berufsberatung gemeldet, um bei der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle Unterstützung zu erhalten. „In den meisten Fällen ist dies auch gut gelungen“, zeigt sich Fahnemann erfreut.
Aber auch für Bewerberinnen und Bewerber, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, gebe es nach wie vor viele Möglichkeiten, so der Agenturchef. So stehen den 231 Bewerberinnen und Bewerbern, die noch unversorgt sind, in Münster 402 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Auswahl. „Das ist weiterhin eine gute Situation für alle, die gerne in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen möchten“, ordnet Fahnemann ein und ergänzt: „Der Ausbildungsstart ist auch in den kommenden Wochen noch problemlos möglich“. Allerdings, so sein Hinweis, seien die meisten Ausbildungsbetriebe jetzt in der letzten Phase der Auswahl- und Einstellungsprozesse.
„Deshalb ist jetzt besonderes Engagement und eine gewisse Flexibilität gefragt“, appelliert Fahnemann in Richtung der Bewerberinnen und Bewerber. „Es ist verständlich, dass junge Menschen an ihrem Wunschberuf festhalten. Allerdings schränkt dies die Chancen insbesondere zum jetzigen Zeitpunkt stark ein“, sagt er und empfiehlt, zusätzlich artverwandte Ausbildungsgänge in Betracht zu ziehen. „Nach dem Abschluss einer Ausbildung können dann verschiedene Wege wie Weiterbildungen, Spezialisierungen oder ein Studium zum Traumberuf führen“. Unterstützung bei der Orientierung bekämen junge Menschen bei der Berufsberatung, unterstreicht der Agenturchef.
Der Ausbildungsmarkt im Kreis Warendorf
Über 500 Ausbildungsplätze noch zu besetzen
Insgesamt 1.487 freie Ausbildungsplätze haben die Arbeitgeber aus der Region seit Ende Oktober bei der Arbeitsagentur gemeldet, nur 15 weniger als im Vorjahreszeitraum. „Das ist ein sehr erfreuliches Signal“, betont Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. „Vor dem Hintergrund der vielen wirtschaftlichen Herausforderungen, die Unternehmen aktuell bewältigen müssen, ist die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe äußerst positiv. Die Arbeitgebenden nehmen ihre Verantwortung für die Region und die Zukunft junger Menschen engagiert wahr“, unterstreicht der Agenturchef.
In vielen Fällen konnten die Unternehmen ihre Ausbildungsplätze passend besetzen. Insgesamt 345 Ausbildungsstellen waren allerdings Ende August noch zu vergeben. „Das ist für die Personalverantwortlichen eine schwierige Situation, denn die Unternehmen setzen auf die Ausbildung zur Sicherung ihrer Fachkräftebedarfe“, ordnet Fahnemann ein. Für alle, die noch ohne Ausbildungsvertrag sind und in den kommenden Wochen in die Ausbildung starten möchten, sei dies jedoch eine gute Nachricht: „Es gibt auch zum jetzigen Zeitpunkt gute Chancen, zumal ein späterer Einstieg in die Ausbildung durchaus möglich ist“, so Fahnemann. Er gibt jedoch zu bedenken, dass die meisten Ausbildungsbetriebe in der letzten Phase der Auswahl- und Einstellungsprozesse seien.
Insgesamt 235 Jugendliche und junge Erwachsene waren Ende August im Kreisgebiet noch bei der Berufsberatung als unversorgte Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildung gemeldet. „Für sie ist es jetzt besonders wichtig, sich mit besonderer Energie um Kontakte zu den Betrieben zu bemühen und eine gewisse Flexibilität mitzubringen“, so sein Appell. „Die Berufswahl ist ein entscheidender Schritt. Daher ist es völlig nachvollziehbar, dass junge Menschen sich auf ihren Berufswunsch konzentrieren. Allerdings verringert das die Chancen deutlich, insbesondere zum jetzigen Zeitpunkt“, erklärt der Agenturchef. Er rät Jugendlichen dazu, sich auch mit artverwandten Berufen auseinanderzusetzen. „Dass man in jungen Jahren einen Beruf erlernt und bis zum Ruhestand darin tätig bleibt, ist in der heutigen Arbeitswelt eher unwahrscheinlich. Nach dem Ausbildungsabschluss stehen jungen Leuten viele verschiedene Wege offen, die zum Traumberuf führen können, sei es eine Weiterbildung, eine Spezialisierung oder ein Studium“, sagt Fahnemann. Unterstützung bei der Orientierung bekämen junge Menschen bei der Berufsberatung, unterstreicht der Agenturleiter.